Hinweise zu den aktuellen Störungen und Veränderungen bei HITHAUS finden Sie ab sofort hier im Blog

Zu Besuch bei WDR 4 - live im Studio bei Rhythmus der Nacht!

Von Diverse

Bei der Live-Show im Delta-Musik-Park in Duisburg kam ich mit Michael Begasse ins Gespräch und weil der merkte wie neugierig ich auf einen Besuch im Studio beim “Rhythmus der Nacht” war lud er mich kurzentschlossen ein. Am 30.04.2005 war es dann soweit, statt in einem Festzelt in den Mai zu Tanzen oder mit den Hexen Walpurgisnacht zu feiern fuhr ich in die Domstadt Köln, um im Studio dabei zu sein. Mit Michael Begasse habe ich mich vor dem WDR-Gebäude in der Kölner Innenstadt getroffen, denn alleine wäre ich da gar nicht herein gekommen. Im ersten Obergeschoss in frisch renovierten Studios ist dann die Heimat von WDR4, mit einem etwas größeren Sende-Raum z. B. für “Die lange Nacht im WDR”, dem Studio und dem Reich von Technikerin Eva, die im Wechsel mit mehreren Kollegen und Kolleginnen für den guten Sound sorgt beim “Rhythmus der Nacht”. Zum Team gehören außerdem die Redakteure Reinhard Kröhnert und Andreas Herkendell, und neben meinem Gastgeber Michael Begasse auch noch Bernd Brüggemann. Es ist ca. drei Jahre her als Reinhard Kröhnert und Andreas Herkendell die Idee entwickelten beim WDR eine Sendung zum Tanzen und Feiern zu präsentieren und zwar in der Nacht von Samstag auf Sonntag. Reinhard Kröhnert sprach Michael Begasse an, der bis dahin die Sonntagsmelodie moderiert hatte und Bernd Brüggemann bewarb sich bei der Sendung mitzumachen, so hatte man das Team zusammen. Man entschied sich Party-Mixe, Special-Mixe, DJ-Mixe und rhythmische Musik zu spielen und die Party- und Schlager-Charts der SAP-Promotion einzubauen. Auf einem Künstlertreff im “Musikdorf” in Düsseldorf präsentierten die Vier ihre Idee erstmals. Da ich genau dieser Schlager-Musik besonders verbunden bin war der Studiobesuch immer ein Traum von mir.
Ein halbes Jahr auf Probe sollte die Sendung laufen, dann wollte man weitersehen…
Im Studio wurde experimentiert mit Jingles und flotten Moderationen mit DJ-Mixen, vielen guten Partysongs usw. und “wartete” wie sich die Sendung entwickelte, aber schnell stellte sich der Erfolg ein. Was zunächst nur im Sendegebiet des WDR zu hören war wurde bald von der ARD in den Nachtexpress übernommen und erfreut sich dort großer Beliebtheit. Nur NDR und MDR übernehmen den Nachtexpress nicht, aber im Sendegebiet des MDR braucht man durch die angrenzenden Sendeanstalten Antenne Brandenburg, br, hr und RBB nicht auf die Tanzparty zu verzichten.
Im Studio ist mittlerweile alles digital, die Musik kommt vom Server und die Sendung wird mit dem Computer gesteuert, was viele Möglichkeiten bietet, denn man kann Titel verschieben, man kann die Intros berechnen, damit der Moderator aufhört zu quasseln wenn die Musik beginnt, damit alle Titel ausgespielt werden.
Technikerin Eva berechnet Titellängen verschiebt Jingles und Songs, und gibt Moderator Begasse die Anweisung ob er reden darf und wie lange (”hier hast ´e 44 Sekunden Zeit, reicht das?”). Für mich alles mega-spannend!
So routiniert ging es laut Michael Begasse in den Anfangszeiten nicht zu, da haben sie die Sendungen förmlich “zusammengehäkelt”.
Die “Party- und Schlagercharts” sind Teil der Sendung geblieben, am 1. Samstag im Monat werden die dreißig platzierten Titel vorgestellt, wobei nur das gespielt wird, was auch für den Rundfunk geeignet ist, technisch schlechte Produktionen, anzügliche Texte oder Songs mit Werbebotschaft fallen durch, an diesem Samstag waren das 5 Lieder. Alle anderen Titel laufen aber dann, für einige Künstler und Titel sind dies die ersten Radioeinsätze.
Michael Begasse, der übrigens auch alle 14 Tage samstags Schlager, Pop und Co moderiert, ist dem Schlager sehr verbunden, für RTL war er am 21.Mai beim Grand-Prix und er schreibt Songtexte für verschiedene Künstler wie Peter Raphael oder Ralf Cerne. Für seine Texte beobachtet er die Menschen auf den Straßen sehr genau und setzt das dann um. Der neue Song von Peter Raphael heißt “Ein Hoch auf das Leben” - weil Michael Begasse das Gejammere der Menschen nicht mehr hören kann, denn nur Lebensfreude bringt uns weiter.
Michael liebt den “Rhythmus der Nacht”, auch wenn er auf viele private Feten verzichten muß, der “Rhythmus der Nacht” ist seine Party, so führt er durch den Abend wie ein DJ, locker, flockig und spontan erzählt er was ihm in den Sinn kommt. Genau wie Uwe Busse hatte er die Mädels mit den großen Handtaschen in der Fußgängerzone beobachtet oder weiß das Neueste über die Leute im “Big Brother” - Dorf während die ehemalige Bewohnerin Franzi singt. Michael Begasse selber sagt, das er diese Sendung moderiert weil sie ihm Spaß macht, und deshalb wird er die Sendung bestimmt noch lange moderieren.
Von einer “Tanz-in-den-Mai-Veranstaltung” kommend schaute nachts übrigens auch Reinhard Kröhnert noch im Studio vorbei um “Hallo” zu sagen.
Ich bin dann gegen drei Uhr heimgefahren, damit ich im Auto nicht auf den guten Sound des “Rhythmus der Nacht” verzichten muß.
Vielen Dank an Michael Begasse und Reinhard Kröhnert für die Einladung!! Es hat mir sehr viel Spaß gemacht.
… und danke dem Taxi-Fahrer der mich kurz vor der “Blitze” auf dem Heimweg abgebremst hat ;-)
© Ute Brüning

Artikel vom 28. Mai 2005

Hinterlasse eine Antwort