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Viel zu wenig Schlager - Radiohörer zeigt RBB an

Von Diverse

Viele Radiohörer in Berlin und Brandenburg sind stinksauer auf den RBB, Denn die Rundfunkanstalt hat 7 Radiosender und spielt nur noch auf einer Welle etwas Schlager und Volksmusik. Deswegen hat der Hörer Heiko Sander den RBB bei der Staatsanwalt Berlin wegen „Missbrauch der GEZ- Gebühren“ angezeigt.
Heiko Sander (36) heißt der Zuhörer und Chef der “Neue Bürgerinitiative für deutschen Schlager”. Heiko hatte das viele Pop- Gedudel – auf Kosten der Gebührenzahler satt – und erstatte bei der zuständigen Staatsanwaltschaft in Berlin Strafanzeige wegen Gebührenbetruges durch den RBB.
Er nahm dazu in einem Telefoninterview mit mir Stellung und beantwortete meine Fragen.

Heiko ist stinksauer, dass in den letzten Jahren immer mehr Schlagersendungen aus dem öffentliche- Rechtlichen Fernsehprogramm verschwanden. Auch darüber, dass immer weniger Schlager und Volksmusik bei den öffentlichen Radiosendern gespielt werden, macht ihn sauer. Das hält er für einen Skandal. Es wurde speziell in Berlin ein ganzer Radiosender abgewickelt. Dabei zahlen die Leute die hohen Rundfunkgebühren, um beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk Volksmusik und Schlager im Radio zu hören und ihre Stars im TV zu sehen.

Diesem Wunsch müssen die Sender nachkommen, so sieht Sander den Programmauftrag der Sender und hier in diesem Fall des RBB. Denn es kann nicht sein, dass die Zuhörer die Zwangsabgabe GEZ bezahlen müssen und dann machen die Programm- Direktoren (wie beim RBB) was sie wollen. Denn in Berlin/ Brandenburg wollen jede Menge Radiohörer deutsche Musik von Roland Kaiser, Andrea Berg, Frank Schöbel und Kollegen hören. Doch die Programme werden immer mehr mit Pop-Musik zugedröhnt, um viele junge Hörer für die Werbewirtschaft zu bekommen. Dabei bleiben die treuen und auch älteren Zuhörer auf der Strecke.
Seine Forderung: Wer Gebühren zahlen muss, soll auch seine Musik hören dürfen. Denn die Popmusikfans dürfen auch ihre Musik hören.
Es sei eine Sauerei, dass die Leute Geld für etwas bezahlen müssen, was sie gar nicht wollen.
Er erzählte, dass Im Jahre 2005 hat unter der Führung von Intendantin Dagmar Reim der RBB den Schlagersender 88,8 Berlin zum Popsender Radio Berlin 88,8 umgewandelt. Obwohl es in Berlin schon ca. 30 Popsender gibt. Damit war die Berliner Radiolandschaft SCHLAGERFREI. Es gab damals unzählige Proteste und Beschwerden der Hörer. Sogar eine Demonstration gegen die Entscheidung des Rundfunkrates und des RBB wurde damals unter Mithilfe der Grauen Panther organisiert. Damals habe er sich stark für den Schlager eingesetzt und auch eine Strafanzeige gemacht. Die wurde von der Staatsanwaltschaft mit der Unabhängigkeit und Staatsferne des Rundfunks und der Fernsehsender abgeschmettert.
Das kann aber inzwischen nicht mehr stimmen, da z.B. Kurt Beck (SPD) und Mathias Platzeck (SPD) im Verwaltungsrat des ZDF sitzen. Auch Roland Koch (CDU) sitzt auch in einem Aufsichtsgremium eines Senders. In vielen Rundfunkräten sitzen Politiker und bestimmen die Geschicke der Sender mit, obwohl diese ja staatsfern und politisch unabhängig sein müssten.
Kurz nach der letzten Strafanzeige gegen den RBB hatte ihn die Polizei wegen den GEZ- Gebühren verhört. Ein komischer Zufall. Die vielen Beschwerden bei den zuständigen Stellen oder bei den politischen Institutionen waren erfolglos.
Es sieht so aus als ob der Schlager systematisch zerstört werden soll, obwohl bei Live- Veranstaltungen der Schlager der Renner ist.
Als Beispiele für die Zerschlagung durch Musikverantwortliche nannte er die TV- Sendung Glückwunschantenne mit Ekki Göpelt beim RBB. Sie wurde ersatzlos gestrichen. Jetzt wird die Radiosendung Sonntagsvergnügen bei Antenne Brandenburg reformiert und Ekki Göpelt wurde als Moderator entlassen. Er wird ab September durch Bernhard Brink ersetzt. Damit ist eine weitere Verminderung des Schlagers im Programm fast vorprogrammiert. Her Göpelt soll auch nicht freiwillig gehen, sondern er soll gefeuert worden sein. Wahrscheinlich weil er zu viel Schlager gespielt haben.
Auch die aktuelle Entlassung von Dieter Thomas Heck beim ZDF als Moderator hat die Einstellung von Sendungen zu Folge. Auch solle die Sendung Lustige Musikanten zur Disposition stehen und ab 2008 evtl. nicht mehr auf dem Bildschirm zu sehen sein.

Er und viele Zehntausend Radiohörer in Berlin und Brandenburg sind über die Vorgänge beim RBB und jetzt ZDF sehr entrüstet und würden am liebsten keine GEZ- Gebühren mehr bezahlen.

Bei diesen Skandalen stellen sich er und viele Schlagerfans die Fragen;

1. Dürfen die Programmdirektoren einfach nach Lust und Laune über die musikalischen
Programminhalte bestimmen?
2. Mit welchem Recht dürfen sie die Wünsche der Hörer so rigoros ignorieren?
3. Ist es nicht moralisch verwerflich, wenn Teile der Bevölkerung zu Zwangsabgaben für eine Leistung gezwungen werden, die sie nicht wollen?
4. Müssten die Programmverantwortlichen nicht mehr auf die Wünsche ihrer Hörer eingehen?
(Denn die Sender und die Gehälter werden ja vorwiegend durch dessen Gebühren bezahlt)
5. Verstößt die Diskriminierung der Schlagerfans nicht gegen das Gleichbehandlungsgesetz oder gar Grundgesetz?
6. Warum stimmen die Rundfunkräte diese absichtliche Benachteiligung von Hörerschichten zu?

Es werde unter den vielen Schlagerfans über diese Vorgänge und Fragen kräftig diskutiert.
Die meisten Musikfreunde würden am liebsten die GEZ gar nicht mehr bezahlen, da sie sich – hier vom RBB – betrogen und bevormundet fühlen. De Frust sitzt teilweise sehr tief. Denn niemand nimmt die Musikfans ernst.- Selbst die Politiker als gewählte Volksvertreter wollen damit nichts zu tun haben. Obwohl sie durch ihre Gesetzte sich mitschuldig an diese Situation machten.
Aber die Schlagerfans werden nicht aufgeben und um ihre Musik kämpfen. Es werde immer wieder Beschwerden und Aktionen gegen den Abbau von deutscher Musik (Schlager und Volksmusik) im Radio und Fernsehen geben. Deswegen gibt es auch die Neue Bürgerinitiative für Deutschen Schlager.

Besten Dank Herr Sander für das Telefonat und sehr viel Glück für Ihre Aktionen!
Alle Schlagerfans werden sicher hinter Ihnen stehen.

Quelle: Heiko Sander (durch Telefongespräch)

Bericht: H. P. Sperber/ HPS Win Entertainment www.hps-win.de

Artikel vom 9. Juli 2007

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