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Trauerfall bei den Jacob Sisters: Hannelore - die Jüngste - ist tot

Von Katja Dowbrowolnik

Hannelore Jacob von den Jacob Sisters ist totGroße Trauer bei den Jacob Sisters: Die Jüngste der quirligen Schwestern, Hannelore ist tot !

Die 1944 geborene, jüngste der vier aus Sachsen stammenden Jacob Sisters starb in der Nacht zum Samstag in ihrer Wohnung -wahrscheinlich an Herzversagen-.

Hannelore Jacob hatte sich offenbar Anfang des Jahres eine Lungenentzündung zugezogen und war auch wegen Herzproblemen in ärztlicher Behandlung gewesen. Hannelore Jacob wohnte zusammen mit ihrer ältesten Schwester Johanna seit einigen Monaten in einer gemeinsamen Wohnung im Neu- Isenburger Stadtteil Gravenbruch bei Frankfurt.

Seit mehr als 5o Jahren standen die vier Jacob Sisters aus Dahlen (Landkreis Torgau-Oschatz) gemeinsam auf der Bühne. Ihr Markenzeichen waren vier weiße Pudel, die sie stehts bei sich hatten. In den 60ern feierten sie international ihre größten Erfolge. Die Schwestern waren aber nicht nur als Quartett zu sehen, sondern zeitweise auch als Trio – ohne Rosi, die zweitälteste Schwester.

Die Jacob Sisters sind eine bodenständige Künstlerkarriere. Vollprofis, wie es sie heute vergleichsweise nur ganz selten mehr gibt. Die Schwestern haben “von der Pieke auf” Musik gelernt und dargeboten.

Schon als Kinder traten die Schwestern als „Schmannewitzer Heidelerchen“ – Hannelore war gerade drei Jahre alt –, zunächst im Café des Vaters und schon bald darauf in der Region Leipzig regelmässig auf. Später studierten Hannelore, Eva, Rosi und Johanna an der Musikhochschule in Weimar und nach der Flucht der Familie in den Westen 1959, setzten die Jugendlichen dann ihr Studium am Hoch’schen Konservatorium in Frankfurt fort. Später formierten sie dann als “Die Jacob Sisters”.

Ihren ersten Fernsehauftritt hatten die zwischen 1939 und 1944 geborenen Blondinen im Übrigen Anfang der 60er Jahre im „Blauen Bock“ von Heinz Schenk.

Mitte der 60er Jahre dann, gingen die „vier deutschen Fräuleins“ -wie man sie dort später nennen sollte- in die USA und traten in Abendshows in New York und Las Vegas unter anderem zusammen mit Louis Armstrong, Sammy Davis jr. und Duke Ellington auf.

Zwischenzeitlich waren die Schwestern immer wieder im Fernsehen zu bestaunen und können mit ihren quirligen Auftritten, bei denen sie Songs in 15 Sprachen darboten, am besten als eine Mischung aus Musical, Volkslied, Schlager und Parodie mit Tanz bezeichnet werden.

Zu ihren bekanntesten Titeln gehören „Gartenzwerg-Marsch“, „Sing, mein Sachse sing“ und „Die Techterchen vom Erich“. Außerdem waren sie in den 60er Jahren als Ulknudeln in Blödelfilmen populär.

In den letzten Jahren war es etwas ruhiger um die Schwestern mit den weißen Pudeln geworden. Auch Gerüchte von einer Insolvenz der Schwestern machten die Runde.

Im Jahre 2005 schafften es die Schwestern dann noch einmal ganz an die Spitze der deutschen Medienlandschaft, als sie in Zusammenarbeit mit dem Textdichter Erich Öxler und dem Musikproduzenten Marco Delgardo mit dem Titel “Moshammer lebt”, einem Song zu Ehren des verstorbenen Modezars Rudolph Moshammer, zum Grand Prix wollten. Obwohl sich der Titel - trotzdem der Plan zum Grand Prix zu gehen scheiterte - dennoch sehr gut verkauft hatte, wurde es bis heute ruhig um die Schwestern.

Die Zukunft der Jacob Sisters, sprich der nun nur noch 3 Schwestern, scheint daher völlig offen.

Artikel vom 19. Mai 2008

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