Archiv für die Kategorie ‘Videos’
Donnerstag, 28. Februar 2008
Es ist die Geschichte des größten deutschen Musikskandals aller Zeiten. Kein geringerer als der Sänger Falco hat diesen Titel gesungen.
Der Titel „Jeanny“ gehört zu einem Liederzyklus, der wenn man genau hinschaut eine Trilogie ist und erschien als 1. dieser im Jahr 1985. Allerdings sei darauf hingewiesen, dass es noch mehrere fremd produzierte Versionen dessen gibt.
Der Titel erreichte Anfang 1986 in Österreich, der Schweiz und Deutschland Platz 1 der Charts.
Der Text und besonderst dessen sich darstellender Inhalt stellte eine mehrfach zu interpretierende Aussage dar, welche diesem zum Problem machen sollte.
Ganz besonders fiel den Kritikern dabei der eingebaute Newsflash mit dem damals sehr bekannten Nachrichtensprecher Wilhelm Wieben ins Auge.
Er berichtet: „In den letzten Monaten ist die Zahl der vermissten Personen dramatisch angestiegen. Die jüngste Veröffentlichung der lokalen Polizeibehörde berichtet von einem weiteren tragischen Fall. Es handelt sich um ein 19 - jähriges Mädchen, das zuletzt vor 14 Tagen gesehen wurde. Die Polizei schließt die Möglichkeit nicht aus, das es sich hier um ein Verbrechen handelt“.
Dieser unterstrich nach Aussagen der Kritiker die eklatante Gewaltverherrlichung der Straftat an einer 19 – jährigen Frau.
Durch die Platzierung auf Platz 1 geriet er in das Visier der Frauenvereine und Medienverantwortlichen. Somit riefen verschiedene Fraueninitiativen einen Boykott aus. Diesen folgten der Norddeutsche Rundfunk, der Sender Freies Berlin sowie der Bayerischer Rundfunk unter dem Hinweis auf, wie es nannten „ethischen Gründen“. Weitere Sender ließen diesen nur noch in den Hitparaden laufen. Auf dem Gebiet der DDR waren das Spielen und jegliche öffentliche Aufführung verboten.
Des Weiteren wurde die Indizierung des Titels als „Jugendgefährdend“ von der deutschen Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften am 17. April 1986 abgelehnt.
Zu weiteren Boykottmaßnahmen kam es, als sich Dieter Kronzucker im „Heute – Journal“ des ZDF empört äußerte. Daraufhin setzten weitere Sender den Titel ab.
Ein Beweis, für die Problematik des Inhaltes lieferte Thomas Gottschalk in einem Zeitungskommentar, in dem er Falco ein „Wiener Würstchen, das Schwachsinn produziere“ nannte und weiter sagte, „Falcos Fieselton und die Latrinenansichten des Videos sind einfach zuviel verlangt“.
Eine sehr einseitige Kommentierung, die aber die Speziefik der damals vorherrschenden medialen Meinungsbildung zeigt. Keiner machte sich ernsthaft Gedanken über den Inhalt. Niemand betrachtete den Song in seiner inhaltlichen Gesamtheit.
Es wurde einfach eine Überreaktion der Medien indiziert und durch mediale „Musterfiguren“ legalisiert und kommentiert.
Der ganz einfach gezogene Vergleich mit Gewaltverbrechen der damaligen Zeit und in der deutschen Geschichte war so einfach, das aus heutiger Sicht, dies einen sehr Nachdenklich macht. Kein Gewaltverbrecher dieser Zeit hat so viel Aufregung verursacht, wie der Inhalt dieses Liedes. Dabei stellt sich eindeutig die Frage, hat Falco nicht ganz gezielt provozieren wollen, denn nicht selten liegen Liebe und Vergewaltigung auch mit dem Einschluss des Todes ganz nah beieinander und waren auch schon damals keine Einzelfälle der Gesellschaft.
Liebe und oder Vergewaltigung, das ist ein so schmaler Grad, der mit Äußerungen eines Herrn Gottschalk nicht zu realisieren und oder aus der Welt zu schaffen war.
Falco war es damit gelungen, eine eindeutige Polarisierung der Hörergemeinschaft zu erreichen. Er besang in seinem Song ein menschlich psychologisches Drama. Dies überforderte aber einen großen Teil der Gesellschaft. Allerdings lässt das dazu produzierte Video einem noch mehr darüber Nachdenken.
Es kam zur Boykottreaktion einer invasiv denkenden und handelnden Gesellschaft.
Falco, der am Anfang wegen Urlaubs Nichts von dem Rummel mitbekommen hatte, sagte nach seiner Rückkehr: “Man muss sich meines Erachtens nicht streiten, dass dieses Lied ein Liebeslied ist, das so konzipiert und durchgeführt wurde, sicherlich interpretierbar, aber ich glaube, dass diejenigen Leute, die wenigen Leute, diese Minderheit, die also meint hier ein eindeutig vorliegendes Gewaltverbrechen oder sonst irgendetwas drinnen erkennen zu müssen, einen wesentlich schaurigeren Geschmack haben als es im Sinne des Erfinders war!”
Möge man auch jetzt noch über den Inhalt diskutieren, so wird dieser durch „Jeanny Part 2“ entschärft. Jedenfalls wurde dies medial so verkauft und protegiert. Er erschien im Jahr 1986 auf der Single „Coming Home“ „Jeanny Part II, One Year Later“.
1990 kam das Album „Data de Groove“ mit de´m Song „Bar Minor 7/11 (Jeanny Dry)“ auf den Markt. Insider bezeichneten diesen als Seitenhieb auf die dritte Jeanny Version.
Diese wiederum erschien dann später mit dem Titel „Where Are You Now (Jeanny 3)“ zum herunterladen. Dabei handelt es sich aber nur um eine etwas geänderte Originalversion. „Jeanny 3“ enthält ein neues Newsflash. In diesem heißt es unter anderem, „… im Falle Jeanny, der vor Jahren großes bundesweites Interesse erregte, gibt es nach Auskunft der Polizei, neue Erkenntnisse“ und weiter „…die Polizei geht davon aus, das Jeanny noch lebt.“
Falco hat damit einen Liederzyklus hinterlassen, der einen sehr schwierigen Inhalt hervorragend transportierte und das nicht zuletzt durch einen ganz hervorragenden Sound. Ein Ballade mit doch offenen Ausgang. Ein grandioser Popsong eines vergangenen Jahrhunderts eingebettet in ein eigene Realität.
Mögen die sogenannten „Fachkritiker“ geifern, was das Zeug hält – Jeanny hat Musikgeschichte geschrieben und bewiesen, das Musik und im Besonderen auch in Deutsch gesungen ein Erfolg sein kann.
Es gab noch viele Versionen von „Jeanny“, so unter anderem von Frank Zander, Peter Orloff und die deutsche Band Reamonn zusammen mit Xavier Naidoo.
Die wohl schlechteste Version haben die „Schweizer Tenöre“ mit „Natascha“ in Anspielung auf das langjährige Entführungsopfer Natascha Kampusch produziert. Diese wurde komplett untersagt.
http://videos.dcrs-online.com/hithaus/geschichten/jeanny_story.flv
Tags:bayerischer Rundfunk, Berlin, Charts, DEL, Ehe, Gewalt, Haft, Hitparade, Hund, Hunde, Liebe, Musik, Polizei, RTL, Rundfunk, Sänger, Single, Spiele, Thomas Gottschalk, Tiere, TV, Urlaub, USA, Verbrecher, Vergewaltigung, Wal, Youtube, ZDF, Ziel
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Mittwoch, 27. Februar 2008
Gestern wäre Roy Black 65. Jahre alt geworden. Der Herzensbrecher aller Frauen war einer der ganz großen im Musikgeschäft. Mit seinen Liedern und „Schnulzen“ erreichte er die Herzen vieler Menschen.
Am 25. Januar 1943 wurde dieser in Straßberg als Gerhard Höllerich geboren. Schon als Schüler spielte und sang er in einer Band. Seinen ersten Auftritt hatte dieser 1963. Seine eigentliche Karriere begann aber erst am 25. August 1984. Mit seiner dritten Platte „Du bist nicht allein“ kam sein großer Durchbruch. Er landete mit dem Lied auf Platz 4. in der Hitparade. Gleichzeitig wurden über 800.000 Tonträger mit dem Song verkauft. Dann kam sein Megahit „Ganz in Weiß“ der wiederum zum Verkauf von 2,5 Millionen Singles führte. Bis Heute fragen sich viele Kenner, ob dieser Titel Segen oder Fluch für Roy Black war. Nun begann auch seine Karriere als Filmstar, die diesem noch mehr Beliebtheit verschaffte. Er spielte in diesen Filmen unter anderem mit Uschi Glas.
Trotz all seines Erfolges war er niemals glücklich. Im Jahr 1972 feierte Roy Black mit Anita Hegerland und dem Titel „Schön ist es auf der Welt zu sein“ seinen letzten Erfolg. Der Titel hielt sich 18 Wochen in den deutschen Top Ten.
Im Jahr 1976 kam sein Sohn Torsten auf die Welt. Dieser stammte aus seiner Ehe mit dem Fotomodell Silke Vagts.
Danach verdiente er sein Geld mit Live – Auftritten. Es sollen bis zu 250 Stück pro Jahr gewesen sein. Sein Geld büßte er angeblich durch unseriöse Berater ein.
Roy Black bekam 1986 in einem Münchner Krankenhaus zwei neue Herzklappen eingesetzt.
1989 bot RTL ihm die Hauptrolle in der Fernsehserie „Ein Schloss am Wörthersee an“. Es war sein letzter aber sehr großer Erfolg.
Roy Black starb am 8. Oktober 1991 an Herzversagen in seiner Fischerhütte in Heldenstein (Oberbayern). Er wurde in seinem Geburtsort beigesetzt. Seine Grabstätte ist seit dem eine Pilgerstädte geworden.
Roy Blacks Leben war ein Kampf zwischen der Realität und dem, was er sein und oder finden wollte. Er fand es nie. Bis Heute halten sich deshalb auch Gerüchte, das er Selbstmord begangen hat. Roy Black war, wenn man es so will, das Opfer des ihm aufgesetzten Seins. Darüber konnte ihm auch sein Erfolg nicht helfen.
Er hat mit seinen Liedern und Filmen sehr vielen Menschen Freude gebracht!
Der Mensch ist einst von uns gegangen – sein Vermächtnis wird bleiben!
http://videos.dcrs-online.com/hithaus/geschichten/roy_black_story.flv
Tags:DEL, Ehe, Geschäft, Hitparade, krank, Krankenhaus, mode, Mord, Musik, RTL, Selbstmord, Single, Tonträger, Uschi Glas, Youtube
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Mittwoch, 27. Februar 2008
Schlagerbarde Tony Marshall feiert Heute seinen 70. Geburtstag. Mit über 400 Gästen feierte er in Baden – Baden in diesen rein.
Zu Gästen zählen außer der Familie, Freunde, Kollegen aus dem Showgeschäft und Freunde aus Politik und Wirtschaft.
Er selbst sagt, „das Alter spielt für mich keine Rolle, ich fühle mich wesentlich jünger“. Sein Beweis dafür, ist das neue Album „Wie nie“.
Kurz nach der Geburtstagsparty fliegt er nach Bora Bora, um dort die Ehrenbürgerschaft der beliebten Urlaubsinsel im Südpazifik entgegen nehmen zu können.
Mit dem gleichnamigen Lied hatte er 1978 die Hitparaden gestürmt. Auf der Insel kam es dadurch zu einem regelrechten deutschen Touristenansturm.
Auf seiner neuen CD „Wie nie“ ist der Titel in einer Neuauflage im Reggae - Stil zu hören.
Tony Marshall wurde am 3. Februar 1938 als Herbert Anton Hilger geboren. Im Jahr 1965 absolvierte er das Staatsexamen als Opernsänger.
1971 wurde er mit dem Jack White Titel „Schöne Maid“ bekannt. In den USA wurde dieser 1986 zum beliebtesten deutschsprachigen Künstler gewählt.
Sein 50 – jähriges Bühnenjubiläum beging der Sänger 2004. Zum Schluss spielte dieser am „Frankfurter Volkstheater“ die Rolle des Tevie im Musical Anatevka. Mit dieser Schauspielrolle feierte er einen großen Erfolg.
Weitere seiner großen Hits sind „Komm gib mir deine Hand (1971)“, „Auf der Straße nach Süden (1978)“, “Ach lass mich doch in deinem Wald der Oberförster sein (1983)“, „Wir sind die Champions (1987)“ und „Die Hände zum Himmel (2000)“.
Für die ARD – Fernsehlotterie sang er 1980 den Titel „Mach dir das Leben doch schön“.
Tony Marshall gehört mit zu den wenigen Künstlern, die redlich ihrer Arbeit nachgingen und nicht durch Skandale glänzten. Seine vollmundige Stimme machte ihn auch mit zur Stimmungsliederkanone.
http://videos.dcrs-online.com/hithaus/geschichten/tony_marshall_geburtstags_story.flv
Tags:Arbeit, Frankfurt, Geschäft, Haft, Hitparade, Künstler, Party, Sänger, Schlager, Sex, Tour, Urlaub, USA, Wal, Youtube
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Mittwoch, 27. Februar 2008
Die Peter Alexander Show wurde vom ZDF am 9. März 1969 zum ersten Mal ausgestrahlt. Die Einschaltquote lag bei 71 Prozent (!), was für einen sehr großen Erfolg sprach.
Gleich am Anfang sei gesagt, diese Sendung war bis Heute wahrscheinlich die erfolgreichste Show des deutschen Fernsehens, denn sie hatte mehr Zuschauer als „Wetten das“. Auf jeden Fall wurde sie zur beliebtesten Familiensendung. Dafür sprechen bis zu 38 Millionen (!) Zuschauer.
Produziert und ausgestrahlt wurde sie vom ZDF und dem ORF. Es gab eine Sendung pro Jahr. Moderator war von der ersten bis zur letzten Sendung der Namensgeber Peter Alexander.
Für den großen Erfolg stand nicht zuletzt der Produzent Wolfgang Rademann. Als Regisseur traten Ekkehard Böhmer, Dieter Wendrich und Dieter Pröttel an. Der musikalische Begleiter war der Komponist und Bandleader Heinz Kiessling.
Die große Beliebtheit war nicht zuletzt auch ein Verdienst des Gastgebers, Entertainers, Parodisten und Sängers Peter Alexander. Dieser begeisterte schon alleine sein Publikum. Und noch etwas schaffte diese Sendung, ihr gelang es dem Zuschauer generationenübergreifende Fernsehunterhaltung zu bieten. Peter Alexander wurde so zum Sendungsübergreifenden Showstar im gesamten deutschsprachigen Raum. Ihm gelang es immer wieder hohe Einschaltquoten zu erreichen.
Das Konzept der Peter Alexander Show bestand in einer besonderen Form der musikalischen Fernsehunterhaltung. Peter Alexander präsentierte nicht bloß Musik, nein auch Sketche und musikalische Persiflagen. Dazu kamen dann noch beliebte Künstler. Das ganze lief streng nach Drehbüchern von Hans Hubberten ab. Besonderst gern gesehen waren die musikalischen Parodien, so wie die auf den „Musikantenstadl“. Unvergessen bleibt auch die Persiflage auf das britische Königshaus von 1984.
Viele Stars traten in den Shows auf, so unter anderen Udo Jürgens, Maria Schell, Johannes Heesters, Paul Kuhn, und Weltstars, wie Montserrat Caballé, Liza Minnelli, Tom Jones und Richard Chamberlain.
Höhepunkte war auch eine musikalische Einlage mit Joan Collins & John Forsythe aus der US – Fernsehserie Denver Clan.
Die letzte Peter Alexander Show wurde vom ORF 1995 in der Wiener Stadthalle produziert.
Anmerkung: Die sehr hohen Zuschauerzahlen, in den ersten Jahren, waren damals auch auf die fehlende Sendervielfalt zurück zu führen.
http://videos.dcrs-online.com/hithaus/geschichten/peter_alexander_show_story.flv
Tags:Ehe, Entertainer, Fernsehen, Künstler, mode, Moderator, Musik, NDR, Reifen, Sänger, Verdienst, Youtube, ZDF
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Mittwoch, 27. Februar 2008
In seinem Hit „Out Of The Dark“ (Aus der Dunkelheit heraus) gibt es die Liedzeile „Ich bin bereit, denn es ist Zeit für unser’n Pakt über die Ewigkeit“ und diesen ging er am 6. Februar 1998 mit seinem, dem Tode ein.
Viele glaubten es nicht, denn ihnen fiel die Liedzeile „Muss ich denn sterben…um zu leben?“ ein. Sie hielten seinen Tod für die perfekte Inszenierung eines sehr intelligenten Menschen. Und ehrlich gesagt, gerade jetzt, wo seine DVD erscheint, da hört und sieht man ihn wieder.
Falco, er wurde an diesem Tag zu einer musikalischen Legende. Aber auch dies ist nichts außergewöhnliches, denn in seinem Heimatland Österreich gibt es viele mystische Legenden großer Musikschaffender.
Geboren wurde Falco am 19. Februar 1957unter dem Namen Johan (Hans) Hölzl in Wien Margareten als Sohn einer Einzelhandelskauffrau und eines Werkmeisters. Er wuchs als Einzelkind auf. Seine Lieblingsbeschäftigung in der Freizeit war die „Jagd“ auf Gartenzwerge mittels Gewehr. Die Lieblingsliteratur des Jungen war sein Sparbuch. Mit 6 Jahren hatte dieser dann seinen 1. Auftritt auf der Weihnachtsfeier seiner Volksschule.
Als 18 - jähriger tingelte er als Gitarrenspielender Straßen - und Kneipenmusiker durch Berlin.
Sein Lebensmotto hieß, “Wenn ich nur noch fünf Mark in der Tasche habe, kauf ich mir ein Ticket für den Bus ins Studio - und fang noch mal ganz von vorne an”.
Im Jahr 1980 tritt dieser als Bassist der Chaos – Combo „Drahdiwaberl“ bei. Seinen Namen fand er durch den DDR – Skispringer Falco Weißpflog, genannt der „Falke“. Von diesem war er sehr beeindruckt.
Im darauffolgenden Jahr hatte Falco seinen ersten großen Megahit mit dem Titel „Der Kommissar“.
Dieser wird weltweit über 7 Millionen Mal verkauft. Er war damit der zweite Sänger, der es mit einem deutschen Text in die US – Charts schaffte. „Der Kommissar“ war weltweit der erste kommerziell erfolgreiche Rap - Song eines Weißen Sängers.
Nach einer weniger erfolgreichen Zeit schaffte er 1985 / 86 den ganz großen Durchbruch mit dem Titel „Rock Me Amadeus“. Mit diesem gelang ihm das, was zuvor keinem anderen deutschsprachigen Titel gelungen war, sich 3 Wochen auf Platz 1 der US-amerikanischen Billboard – Charts zu platzieren. Kurze Zeit später gelang dies auch in England.
Auch im Jahr 1985 erschien dann „Jeanny“ Part 1. Dieser Titel erreichte ebenfalls erste Plätze, geriet aber wegen seines zweideutigen Textes in das Kreuzfeuer der Kritik und sorgte damit für einen riesigen Skandal. Dieser dürfte der größte in der deutschsprachigen Popmusik gewesen sein.
Hierzu muss jedoch gesagt werden, das „Jeanny“ nur ein Song einer ganzen Serie war. Die mehr als umstrittene Single „Jeanny“ (Part 1) erreichte noch im gleichen Jahr Platz 1
und hielt sich 20 Wochen in den Media – Control – Charts. Mit 2,5 Millionen Single gehörte diese zu den meistverkauften des Jahres 1986 und erreichte damit Doppelplatin (nach altem Bewertungssystem).
Mit dem Erfolg von „Jeanny“ in mehreren Ländern, kam der Skandal ins Rollen. Der nicht ganz eindeutige Text wurde als Verherrlichung und Verharmlosung des Tatbestandes der Vergewaltigung angesehen. Ganz besonders ins Visier der Kritiker geriet dabei die Einspielung der Nachrichtensendung gesprochen von dem damaligen sehr bekannten Nachrichtensprecher Wilhelm Wieben. Er berichtet, „In den letzten Monaten ist die Zahl der vermissten Personen dramatisch angestiegen. Die jüngste Veröffentlichung der lokalen Polizeibehörde berichtet von einem weiteren tragischen Fall. Es handelt sich um ein 19 - jähriges Mädchen, das zuletzt vor 14 Tagen gesehen wurde. Die Polizei schließt die Möglichkeit nicht aus, das es sich hier um ein Verbrechen handelt“. Dadurch entsteht der Eindruck, das dass Lied an die Serienmorde von Jack Unterweger angelehnt zu sein scheint. Falco wird vorgeworfen, mit dem Lied die Forderungen nach der Freilassung des Mörders zu unterstützen. Damals saß gewisser Unterweger, seit 1974, wegen Mordes an einer 18 - jährigen deutschen Frau in lebenslanger Haft ein. Als direkter Verbindungspunkt wurde das im Lied erwähnte Alter von 19 Jahren genommen.
Daraufhin und wegen sexistischer Anspielung wurde der Titel von vielen Radiostationen boykottiert.
Aber es gab auch noch positives für ihn in dieser Zeit, denn am 13. März 1986 kam seine Tochter Katharina Bianca zur Welt. Falco bekam aber die Doppelrolle zwischen Familienvater und Musikstar nicht so recht. Dadurch kam es wieder einmal zu einer Lebenskrise, in der auch der Alkohol eine nicht unerhebliche Rolle spielte. Später sollte sich durch einen Vaterschaftstest herausstellen, dass er nicht der Vater war.
Im Jahr 1992 kam es mit dem Album „Nachtflug“ zu einem Comeback.
1995 veröffentlichte Falco eine Techno- Version eines Alt - Berliner Gassenhauers aus den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts, die Single „Mutter, der Mann mit dem Koks ist da“. Um den großen Druck zu entgehen wählte er für die Single das Pseudonym T>> MA. Der Titel stürmte nach einem halben Jahr die Charts. Somit hatte Falco ganz unverhofft einen neuen Hit.
Falco feierte am 19. Februar 1997 seinen 40. Geburtstag mit einem großen Fest.
Seinen letzten großen Live – Auftritt hatte dieser zu Silvester 1997/98 in der Excalibur City.
Kurz Zeit später kehrte er in seine karibische Wahlheimat zurück. Dort verunglückte er am 6. Februar 1998 bei einem Autounfall tödlich. Nach dominikanischem Recht war der Busfahrer des Busses, mit dem er kollidiert schuldig. Dieser hatte die erlaubte Höchstgeschwindigkeit überschritten. Dabei spielte dort der Alkoholpegel von Falco keine Rolle.
Auf die Frage in einem Interview, wie er einmal sterben wolle, sagte dieser 1982: “Wie James Dean - auf einer Kreuzung, im Porsche. Zack. Aus.“
Und so geschah es dann auch.
Er fand seine letzte Ruhestätte auf dem Wiener Zentralfriedhof.
Sein musikalisches Vermächtnis ist, das er mit seinem phrasiertem Sprechgesang den Rap salonfähig machte und die Musikszene revolutionierte. Der Künstler Falco hinterlässt uns seine ganz eigene unverwechselbare Musik, die diesen auch in der Zukunft noch als hell leuchtenden Stern am Musikhimmel erstrahlen lassen wird.
Seine sehr philosophischen Texte werden dafür sorgen, dass die Aufarbeitung seines Vermächtnisses noch viele Jahre in Anspruch nehmen wird.
Seine Liste der Auszeichnungen und Ehrungen: Posthum werden ihm zuerkannt,
1999 der Echo für sein Lebenswerk und im Jahr 2000 beim „Amadeus Austrian Music Award“ der „Amadeus“ für sein Lebenswerk. Des Weiteren bekommt dieser 1982 die „Goldene Europa“ für den Künstler des Jahres, 1985 den „BRAVO Otto“ als Bester Sänger, 1986 die „Goldene Europa“ als Künstler des Jahres, 1986 das „Goldene Verdienstzeichen des Landes Wien“, 1986 zum wiederholten Male, den „BRAVO Otto“ als Bester Sänger, ebenfalls 1986 den „Bambi“ für den erfolgreichsten Popsänger des Jahres und 1986 den „Pop Amadeus“.
Sein herausragenden Titel und Erfolge dürften sein „Der Kommissar“, „The Sound of Music“, „Jeanny“, „Vienna Calling”, „Coming Home (Jeanny Part 2)“ und „Mutter, der Mann mit dem Koks ist da“ und nicht zuletzt „Out Of The Dark”.
Die Liedzeile aus dem Song „Out Of The Dark“ „Muss ich denn sterben…um zu leben?“ hat im Nachhinein etwas Mystisches in sein Leben gebracht, denn sein Ruhm kam nach dem Tode.
http://videos.dcrs-online.com/hithaus/geschichten/falco_zum_todestag_story.flv
Tags:Alkohol, Arbeit, Auto, Berlin, Charts, DEL, DVD, Ehe, Europa, Gewalt, Haft, Hund, Hunde, Jagd, Künstler, Mord, Musik, NDR, Polizei, Radio, Rap, Ruhm, Sänger, Schule, Sex, Silvester, Single, Spiele, TV, Verdienst, Vergewaltigung, Wahl, Wal, Youtube, Ziel
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Sonntag, 24. Februar 2008
Von der Wiege über die Discos bis hin zum Seniorenheim alles hat diesen Song im Ohr und tanzt nach ihm ab.
Der Comic – Hase hat schon die Charts fest im Griff.
Und wieder zeigt sich einmal, wie es gehen kann. Einst nur als Klingelton für das Handy komponiert entwickelte dieser Clip sich zum Top Song.
Aber es kommt noch dicker, denn jetzt verwies der „Kuschel – Song“ Leona Lewis („Bleeding Love“) auf Platz zwei der Single – Charts. Dies gab Sven Birgmeier von Media Control gegenüber „Bild.de“ bekannt.
Man darf gespannt sein, wie lange dieser Titel auf den vorderen Plätzen mitmischt.
Auf jeden Fall ist er schon jetzt zu einer multimedialen Erfolgsstory geworden.
Hier können Sie sich das Video des Erfolgs-Hasen ansehen:
http://videos.dcrs-online.com/hithaus/geschichten/schnuffel_story.flv
Tags:Charts, Ehe, EON, Handy, Hase, Klingelton, Schnuffel, Single, Youtube
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Sonntag, 24. Februar 2008
Viel zu früh verstarb er, der Traummann aller Frauen, Mütter und Schwiegermütter. Roy Black unvergessen, hier im legendären „Studio B“ mit seinem Hit „Dein schönstes Geschenk“.
http://videos.dcrs-online.com/hithaus/hit_clip/roy_black_dein_schoenstes_geschenk.flv
Tags:Dein schönstes Geschenk., Roy Black, Youtube
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Sonntag, 24. Februar 2008
Zum Urgestein des deutschen Schlagers gehört er, Rex Gildo. Viele Gassenhauer hat er uns hinterlassen. Sehen Sie ihn hier, mit „Fiesta Mexicana“ aus dem Jahre 1972, in der Kultsendung „Disco“ mit Ilja Richter.
http://videos.dcrs-online.com/hithaus/hit_clip/rex_gildo_fiesta_mexicana.flv
Tags:Ehe, Fiesta Mexicana, Rex Gildo, Richter, Schlager, Youtube
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Sonntag, 24. Februar 2008
Dana Winner, ist eine belgische Sängerin, die deutsche Titel eingesungen hat. Einer ihrer bekanntesten und erfolgreichsten ist „Ich hab’ noch tausend Träume“. Sie war eine Schweizer Schlagersängerin und feierte in den 70-iger Jahren des vorigen Jahrhunderts große Erfolge. Nach ihrem Rückzug aus dem Musikgeschäft war diese dann als Gastwirtin und Mitinhaberin eines Auktionshauses tätig. Monica Morell starb am 12. Februar 2008 an Krebs. Hier in Erinnerung einer ihrer Erfolgstitel aus dem Jahre 1974 „Später, wann ist das?“
http://videos.dcrs-online.com/hithaus/hit_clip/monica_morell_spaeter_wann_ist_das.flv
Tags:auktion, Geschäft, Hund, Hunde, Krebs, Monica Morell, Musik, Sänger, Sängerin, Schlager, Schlagersänger, Schlagersängerin, Später, wann ist das, Youtube
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Sonntag, 24. Februar 2008
Der einstige Opernsänger und spätere Sangesbarde deutschen Liedgutes eine Stimmungskanone bis in die Neuzeit vereint mit seinen Liedern Jung und Alt. Hier nun Tony Marshall mit seinem Hit aus dem Jahre 1972 „Und in der Heimat“ bei einem Auftritt 1973 in der ZDF – Hitparade.
http://videos.dcrs-online.com/hithaus/hit_clip/tony_marshall_und_in_der_heimat.flv
Tags:Hitparade, Sänger, Tony Marshall, Und in der Heimat, Youtube, ZDF
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Sonntag, 24. Februar 2008
Sie ist der „Spatz von Avignon“ und hat in der Zwischenzeit einen Platz in der internationalen Musikgeschichte eingenommen. Hier nun die kleine ganz große Sängerin, einer der letzten Weltstars, mit „Mille colombes“.
http://videos.dcrs-online.com/hithaus/hit_clip/mireille_mathieu_mille_colombes.flv
Tags:Mille colombes, Mireille Mathieu, Musik, Sänger, Sängerin, Youtube
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Sonntag, 24. Februar 2008
Vicki Leandros gehört zu den Weltstars des deutschen Showgeschäfts. Die auch heute noch sowohl attraktive als auch erfolgreiche Sängerin trat 1972 beim „Eurovision Song Contest“ in Edinburgh mit „Après toi“ (Dann kamst du) an und belegte den 1. Platz!
http://videos.dcrs-online.com/hithaus/hit_clip/vicki_leandros_apres_toi.flv
Tags:Geschäft, mode, NDR, Sänger, Sängerin, Vicki Leandros, WM, Youtube
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Samstag, 12. Januar 2008
Soeben ist sie zu Ende gegangen, die große Fernseh – Gala „Die Krone der Volksmusik 2008“.
Live übertrug die ARD zum 11. Mal die erfolgreichste Preisverleihung im Fernsehen aus der Stadthalle in Chemnitz im Rahmen der Eurovision.
Moderator Gunther Emmerlich präsentierte eine erstklassige Sendung in der sich viele sehr erfolgreiche Künstler die Klinke in die Hand gaben. Beeindruckend waren Laudatoren wie Paola und Kurt Felix.
Für die musikalische Umrahmung sorgten unter anderem Captain Cook, Die Amigos, Sigrid & Marina mit den Zillertaler Haderlumpen, die Schäfer, Lys Assia und das Fernsehballett.
Im Voraus muss gesagt werden, die schönste „Krone der Volksmusik“ gab es für die ganz reizende, wohl zurzeit beliebteste und erfolgreichste Sängerin Helene Fischer. Die kleine zarte Interpretin bekam gleichzeitig noch die Platin – CD für ihr Album „Von hier bis unendlich“. Es war schön zu sehen, wie diese mit den Tränen der Rührung kämpfen musste.
Weitere Preisträgen sind die Kastelruther Spatzen, die diese Auszeichnung zum siebten Mal überreicht bekamen, DJ Ötzi & Nik P, Semino Rossi der diese zum zweiten Mal erhielt, Gotthilf Fischer für sein Lebenswerk, Herr Inoue für die Erfindung des Karaoke und der Weltstar Roger Witthaker.
Ganz besonderen Applaus vom Publikum bekamen Helene Fischer und Roger Witthaker.
Insgesamt gesehen, war die 11. „Krone der Volksmusik“ eine erstklassige Sendung und wie sollte es auch anders sein, natürlich produziert vom MDR.
Gute Besserung auch an Hansi Hinterseer, der wegen einer Erkrankung leider nicht teilnehmen konnte.
http://videos.dcrs-online.com/hithaus/geschichten/krone_der_volksmusik_2008_story.flv
Tags:Ehe, Fernsehen, Gala, Hansi Hinterseer, krank, Krone der Volksmusik, Künstler, MDR, mode, Moderator, Musik, NDR, Sänger, Sängerin, Volksmusik, Youtube
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Dienstag, 25. Dezember 2007
Helene Fischer, der Top Star oder das Märchen aus Tausend und einer Nacht!
Sie kam einst aus den Weiten Russlands und schaffte es in einer Rekordzeit zur erfolgreichsten Schlagersängerin Deutschlands zu werden.
Hebt man sonst die Zähne, wenn es um die Einbürgerung von Ausländern geht, so schlägt es bei der kleinen Sängerin in Wohlgefallen um! Denn sie ist längst der Traum aller Schwiegermütter und – Väter, Omas und Opas und aller Männer geworden.
Diese Frau und Sängerin ist die Versinnbildlichung der Aschenputtelstory als Live-Act des multimedialen Jahrhunderts unserer Zeit.
Mit ihrer Beethoven Interpretation, dem Titel „Nur wer noch Träumen kann“, des Schlusschores von Friedrich Schiller aus der 9. Sinfonie op. 125 von Ludwig van Beethoven, der „Ode an die Freude“, hat Helene Fischer sich einen Traumpart über alle Musikgrenzen hinweg geschaffen.
War es nicht vor kurzem erst auf der Weihnachtswunderland – Tournee, als sie da ganz in weis die Bühne betrat und man das märchenhafte Gefühl hatte, das ganz plötzlich das Christkind in Menschengestalt vor einem erschien, und ein Weihnachtslied sang.
War es nicht dieser übersinnliche Effekt, der einen wieder an Weihnachten glauben lies? Und genau, da ist es, ihre Liedzeile, „…nur wer noch glauben kann…“ und wir werden geführt von einem „Kind“, an dessen klare reine Stimme wir glauben und dessen Lieder wir ständig auf den Lippen haben.
Helen Fischer – Sie ist längst zu einem Superstar einer Crossover Queen mit Heart Feeling geworden.
http://videos.dcrs-online.com/hithaus/geschichten/helene_fischer_nur_wer_noch_story.flv
Tags:Ausländer, Beethoven, Christkind, Haft, Helene Fischer, Hund, Hunde, Musik, Queen, Rekord, Russland, Sänger, Sängerin, Schlager, Schlagersänger, Schlagersängerin, Superstar, Tour, Tournee, Weihnachten, WM, Youtube, Zähne
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Freitag, 21. Dezember 2007
Vorwort: Heute schreibe ich über ein Stück deutsche Fernsehgeschichte, das den Kultstatus erreicht hat und zur ganz großen Legende des Fernsehens auf dem Gebiet der Unterhaltungssendungen geworden ist.
Dieser Artikel erscheint in Erinnerung, Derer, die diese wunderschöne Fernsehshow produzierten. Es ist genau 20 Jahre her, da sie vom Sender ging.
In Memory: „Zum blauen Bock“
Anlässlich der Funkausstellung in Frankfurt, wurde am 3. August 1957 diese Sendung zum ersten Mal an einem Samstagnachmittag ausgestrahlt. Produzent war der Hessische Rundfunk im Rahmen der ARD. In der Regel kam dieser aus Städten Hessens aber auch aus der gesamten Bundesrepublik. Als Kulisse wurde eine Äppelwoi – Kneipe nachgestellt in der dann auch Äppelwoi ausgeschenkt wurde.
Am Anfang moderierte Otto Höpfner die Sendung und ab dem 15. Januar 1965 Heinz Schenk und Lia Wöhr als Wirtin. Dazu kam dann auch noch Reno Nonsens als Kellner. Sein Markenzeichen wurde, das er Wirtin Lia Wöhr in jeder Sendung eine neue Idee präsentierte, die diese wiederum aber gar nicht gut fand. Sie stellte als Wirtin das Nervenbündel dar.
Heinz Schenk zeigte sich in der Sendung als großer Entertainer, der aber nicht aus Hessen kam, sondern aus Mainz. Es wird wohl kaum einen Deutschen geben, der Heinz Schenk nicht kennt. Seine Sendung wurde zu einem festen familiären Bestandteil des Samstagnachmittages. Bis zu 20 Millionen Zuschauer sahen damals diese TV- Produktion, eine Zuschauerquote von der TV- Produzenten Heute nur träumen können.
„Zum blauen Bock“ war eine Veranstaltung, die aus Musik von Volkslied über Schlager bis hin zur Klassik anbot, vermischt mit Schauspieleinlagen, Sketchen und Gesprächen. Zur Pflicht gehörten die Begrüßung und ein Gespräch mit dem jeweiligen Bürgermeister und liebe Grüße an den Intendanten. Auch wurde mit so manchen Künstler geplaudert und auch so mancher Sketch gemacht. Dazu kamen unzählige Schauspiel - und Gesangseinlagen mit den Künstlern. Heinz Schenk hatte es immer so gemacht, das er eigene Programmteile als Sendezeitausgleich einbaute, das hieß im Notfall lies er sich selbst weg.
Der absolute Höhepunkt war dann auch in jeder Sendung das eigene an sich selbst geschriebene Couplet des Heinz Schenk. Einige dieser stürmten danach die Charts. Das wohl erfolgreichste dieser Couplets war dann „Es ist alles nur geliehen“. Diese brachten immer etwas Nachdenkliches zu Tage.
Alle Sendungen boten dem Zuschauer ein sehr abwechslungsreiches Fernsehprogramm.
So lernte dieser Künstler aller Change kennen, von Klassik bis Schlager. Aber auch der Karneval wurde ausgiebig im Blauen Bock gefeiert. Keiner wird wohl je den immer spektakulären Einzug des Prinz Ernst Hilbich mit „Heut’ ist Karneval in Knieritz an der Knatter“ vergessen. In den Faschingssendungen ging im wahrsten Sinne des Wortes die Post ab.
Auch war immer ein Orchester mit dabei unter der Leitung von Hans Grothe, der wiederum manches Musikstück schrieb. Als dieser viel zu früh verstarb übernahm Rolf – Hans Müller das Orchester.
Als Gäste wirkten unter anderem mit Catarina Valente, René Kollo, Fritz Walter, Tony Marshall, Dagmar Koller, Peter Kraus, Marianne Rosenberg, das Medium Terzett, Paola, Vicky Leandros, Mary Ros, Herman Prey und Mireille Mathieu. Letztere spielte und sang mit Heinz Schenk den Lehrerin – Schüler Part im Französischunterricht. Er war immer sehr angetan von dieser und somit gehörte sie mit in den Reigen der „Bembelsammler“. In der Sendung bekamen alle Künstler statt Blumen nämlich einen Bembel geschenkt.
Die am Anfang gestellte Aufgabe eine Sendung, eine Show mit Lokalkolorit zu bringen, war damit mehr als erfüllt, das Konzept war aufgegangen. Die Sendung „Zum blauen Bock“ übernahm über zwei Jahrzehnte eine führende Rolle unter den Fernsehproduktionen ein und dies als Familiensendung zur Kaffeetrinkenszeit.
Im Jahr 1982 wurde die Sendung auf den Samstagabend verlegt.
Einen Grund dafür gab es nicht. Fernsehexperten sagen manchmal, dass es zu dieser Zeit am Samstagabend an einer weiteren sehr guten Sendung fehlte. Immerhin war die neue Sendezeit Primetime zeit. Der Erfolg blieb dem „Blauen Bock“ weiterhin erhalten. Im Dezember 1987 wurde die 208 und letzte Sendung „Zum blauen Bock“, aus der Frankfurter Festhalle übertragen.
Diese Abschiedsveranstaltung sahen 15 Millionen Zuschauer. Heinz Schenk gab aus Altersgründen die Sendung auf. Damit endete nach 21 Jahren ein Stück ganz große deutsche Fernsehunterhaltungsgeschichte.
Heinz Schenk erhielt für seine Arbeit in und mit dieser Sendung viele Auszeichnungen, so den „Bambi“, den „Ehren – Bambi“ für sein Lebenswerk und die „Hermann – Löns – Ehrenmedaille“ in Gold.
Lia Wöhr und Reno Nonsens sind in der Zwischenzeit verstorben.
Alexander Marcus von Hithaus meint: Heinz Schenk brachte eine Sendung dem Publikum nahe, welche dieses Annahm und mit Begeisterung schaute. Wenn man ehrlich ist, so hatte man durch den „Blauen Bock“ eine Grundbildung im Bereich Musik vermittelt bekommen. Die große Bandbreite machte dies möglich.
Vor einiger Zeit hatte ich die Gelegenheit Heinz Schenk direkt gegenüber zustehen. Es war ein beeindruckender Augenblick, denn man stand einem Stück deutscher Geschichte gegenüber. Seinen Humor hat dieser bis Heute nicht eingebüßt.
In Dank und besonderer Anerkennung an Heinz Schenk!
http://videos.dcrs-online.com/hithaus/geschichten/blaue_bock_story.flv
Tags:Arbeit, blauer Bock, Charts, Entertainer, Fasching, Fernsehen, Frankfurt, Heinz Schenk, Karneval, Künstler, Liebe, mode, Musik, NBA, NDR, Orchester, Rundfunk, Schlager, Spiele, TV, Unterricht, Veranstaltung, Wal, Youtube, Zum Bkauen Bock
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Mittwoch, 12. Dezember 2007
„Musik aus Studio B“ war eine der erfolgreichsten Musiksendungen des Deutschen Fernsehens. Diese Musiksendung begann, wie die meisten anderen erfolgreichen Musikproduktionen, um 1957 beim Norddeutschen Rundfunk. In erster Linie wurde in dieser anglo – amerikanische Musik gespielt. Das war die Stunde des Chris Howland, der als ehemaliger BFBS – Mann natürlich sich zur englischen Musikindustrie hingezogen fühlte.
Der Titel der Sendung wurde mangels Idee vom zur Sendung benutzten Studio in Hamburg übernommen. In der Fernsehsendung wurde dann aber ausschließlich deutsch gesungen und dies galt auch für fremdsprachige Künstler. Neben deren Auftritten wurden auch Schallplatten gespielt mit der Tanzeinlage des Hamburger Fernsehballetts des NDR.
Chris Howland wurde mit dieser Sendung weit über die Grenzen Deutschlands bekannt. Besonderst beliebt waren auch seine Comedy – Einlagen zwischen den Musiktiteln. Unterstützt wurde er durch Billy Mo. Wer kann sich nicht an Auftritte wie den von Roy Black & Anita mit dem Lied „Schön ist es auf der Welt zu sein“, von Dorthe „Wärst du doch in Düsseldorf geblieben” und Rita Pavone mit “Arrivederci Hans” erinnern. Das war einmal die Kultsendung mit Chris Howland, der diese in 61 Folgen moderierte. Der Anfang vom Ende kam 1968 in Form eines Streites mit dem Unterhaltungschef. Darauf hin kündigte Chris Howland seinen Vertrag und ging.
Danach kamen viele Moderatoren so auch Peter Fröhlich und Henning Venske bis 1976, wo die Sendung dann vom Sender ging. In den letzten Jahren hatte schon der „Musikladen“ die Zuschauer übernommen.
http://videos.dcrs-online.com/hithaus/geschichten/musik_aus_studiob_story.flv
Tags:Chris Howland, Comedy, Fernsehen, Hamburg, Henning Venske, Künstler, Liebe, mode, Moderator, Musik, NDR, Peter Fröhlich, Rundfunk, Studio B, Youtube
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Samstag, 08. Dezember 2007
Es dürfte, nein es ist das wohl bekannteste und erfolgreichste deutsche „Volkslied“ in der Musikgeschichte aller Zeiten. Lili Marleen entstand 1915 als Gedicht des in Berlin auf Wache stehenden Dichters Hans Leip.
Dieser setzte den Titel aus dem Namen seinen ihn verlassenden Freundin und dem Namen deren späteren Mannes zusammen. Es gibt über die Entstehung des Textes auch noch eine zweite Version.
1937 fügte Hans Leip die letzten beiden Verse dem Gedicht hinzu und nahm es seinem Gedichtband auf. Ein Jahr später komponierte Norbert Schultze die Melodie dazu und hatte damit einen der größten Liederfolge aller Zeiten produziert!
Lale Andersen hatte dieses Lied schon mit einer Komposition von Rudolf Zink in ihrem Programm, als sie die neuere Version von Norbert Schultze angeboten bekam. Über diese war die Sängerin allerdings nicht begeistert. Ihr gefiel der neue Marschrhythmus überhaupt nicht. Trotzdem wurde diese Komposition 1938 in den Berliner Studios der Firma Electrola aufgenommen und danach auf Schallplatte veröffentlicht.
Damit begann die Verbreitung des Liedes über die Wehrmachtssender, obwohl es wegen seines morbiden Gesamteindruckes zeitweise verboten war. Lale Andersen wurde damit zur der Lili Marleen Interpretin ohnehin. Zur Berühmtheit gelangte es aber durch den Soldatensender Belgrad dessen Empfangsbereich von Narvik bis Nordafrika reichte. Damit konnten ab 1941 täglich kurz vor 22.00 Uhr 6 Millionen Menschen dieses Lied hören. Es erreichte somit alle Soldatenstellungen des zweiten Weltkrieges und während dessen Ausstrahlung schwiegen die Waffen an allen Fronten.
1944 drehten die Engländer einen Film mit dem Titel „The True Story of Lili Marleen“ mit über 40 Übersetzungen und sorgten damit für die weltweite Verbreitung dieses Liedes.
General Eisenhower sagte nach dem Ende des Krieges einmal, das Leip der einzige Deutsche gewesen sei, der während des Krieges der ganzen Welt Freude gemacht habe.
In der Zwischenzeit gibt es sehr viele Versionen dieses Songs bis hin zur Rockversion und genau so viele Interpreten. Laut GEMA hat das Lied eine ungebrochene Popularität, denn es spielt in den 80er Jahren rund 60.000 Schweizer Franken, das sind umgerechnet ca. 36.200 Euro, ein.
Lili Marleen hat auch die Soldaten in den Kriegen der Neuzeit begleitet. Es bleibt auch weiterhin eines der am meisten gewünschten Lieder in Rundfunksendungen.
Einen weiteren internationalen Erfolg erzielte es in der gleichnamigen Verfilmung von Rainer Werner Fassbinder 1981. Die weltberühmte Schauspielerin Hanna Schygulla spielt in diesem die Kabarettsängerin Willie, die mit ihrem jüdischen Geliebten, das Lied während des zweiten Weltkrieges berühmt machen.
Lili Marleen ist zu einem Geschichtsepos geworden.
http://videos.dcrs-online.com/hithaus/geschichten/lili_marleen_story.flv
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