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Archiv für die Kategorie ‘Geschichten’

Helene Fischer - Nur wer noch Träumen kann…

Dienstag, 25. Dezember 2007

Helene FischerHelene Fischer, der Top Star oder das Märchen aus Tausend und einer Nacht!
Sie kam einst aus den Weiten Russlands und schaffte es in einer Rekordzeit zur erfolgreichsten Schlagersängerin Deutschlands zu werden.

Hebt man sonst die Zähne, wenn es um die Einbürgerung von Ausländern geht, so schlägt es bei der kleinen Sängerin in Wohlgefallen um! Denn sie ist längst der Traum aller Schwiegermütter und – Väter, Omas und Opas und aller Männer geworden.

Diese Frau und Sängerin ist die Versinnbildlichung der Aschenputtelstory als Live-Act des multimedialen Jahrhunderts unserer Zeit.

Mit ihrer Beethoven Interpretation, dem Titel „Nur wer noch Träumen kann“, des Schlusschores von Friedrich Schiller aus der 9. Sinfonie op. 125 von Ludwig van Beethoven, der „Ode an die Freude“, hat Helene Fischer sich einen Traumpart über alle Musikgrenzen hinweg geschaffen.

War es nicht vor kurzem erst auf der Weihnachtswunderland – Tournee, als sie da ganz in weis die Bühne betrat und man das märchenhafte Gefühl hatte, das ganz plötzlich das Christkind in Menschengestalt vor einem erschien, und ein Weihnachtslied sang.

War es nicht dieser übersinnliche Effekt, der einen wieder an Weihnachten glauben lies? Und genau, da ist es, ihre Liedzeile, „…nur wer noch glauben kann…“ und wir werden geführt von einem „Kind“, an dessen klare reine Stimme wir glauben und dessen Lieder wir ständig auf den Lippen haben.

Helen Fischer – Sie ist längst zu einem Superstar einer Crossover Queen mit Heart Feeling geworden.

http://videos.dcrs-online.com/hithaus/geschichten/helene_fischer_nur_wer_noch_story.flv

Zum blauen Bock

Freitag, 21. Dezember 2007

Heinz Schenk - Im Blauen BockVorwort: Heute schreibe ich über ein Stück deutsche Fernsehgeschichte, das den Kultstatus erreicht hat und zur ganz großen Legende des Fernsehens auf dem Gebiet der Unterhaltungssendungen geworden ist.

Dieser Artikel erscheint in Erinnerung, Derer, die diese wunderschöne Fernsehshow produzierten. Es ist genau 20 Jahre her, da sie vom Sender ging.

In Memory: „Zum blauen Bock“

Anlässlich der Funkausstellung in Frankfurt, wurde am 3. August 1957 diese Sendung zum ersten Mal an einem Samstagnachmittag ausgestrahlt. Produzent war der Hessische Rundfunk im Rahmen der ARD. In der Regel kam dieser aus Städten Hessens aber auch aus der gesamten Bundesrepublik. Als Kulisse wurde eine Äppelwoi – Kneipe nachgestellt in der dann auch Äppelwoi ausgeschenkt wurde.

Am Anfang moderierte Otto Höpfner die Sendung und ab dem 15. Januar 1965 Heinz Schenk und Lia Wöhr als Wirtin. Dazu kam dann auch noch Reno Nonsens als Kellner. Sein Markenzeichen wurde, das er Wirtin Lia Wöhr in jeder Sendung eine neue Idee präsentierte, die diese wiederum aber gar nicht gut fand. Sie stellte als Wirtin das Nervenbündel dar.

Heinz Schenk zeigte sich in der Sendung als großer Entertainer, der aber nicht aus Hessen kam, sondern aus Mainz. Es wird wohl kaum einen Deutschen geben, der Heinz Schenk nicht kennt. Seine Sendung wurde zu einem festen familiären Bestandteil des Samstagnachmittages. Bis zu 20 Millionen Zuschauer sahen damals diese TV- Produktion, eine Zuschauerquote von der TV- Produzenten Heute nur träumen können.

„Zum blauen Bock“ war eine Veranstaltung, die aus Musik von Volkslied über Schlager bis hin zur Klassik anbot, vermischt mit Schauspieleinlagen, Sketchen und Gesprächen. Zur Pflicht gehörten die Begrüßung und ein Gespräch mit dem jeweiligen Bürgermeister und liebe Grüße an den Intendanten. Auch wurde mit so manchen Künstler geplaudert und auch so mancher Sketch gemacht. Dazu kamen unzählige Schauspiel - und Gesangseinlagen mit den Künstlern. Heinz Schenk hatte es immer so gemacht, das er eigene Programmteile als Sendezeitausgleich einbaute, das hieß im Notfall lies er sich selbst weg.

Der absolute Höhepunkt war dann auch in jeder Sendung das eigene an sich selbst geschriebene Couplet des Heinz Schenk. Einige dieser stürmten danach die Charts. Das wohl erfolgreichste dieser Couplets war dann „Es ist alles nur geliehen“. Diese brachten immer etwas Nachdenkliches zu Tage.

Alle Sendungen boten dem Zuschauer ein sehr abwechslungsreiches Fernsehprogramm.

So lernte dieser Künstler aller Change kennen, von Klassik bis Schlager. Aber auch der Karneval wurde ausgiebig im Blauen Bock gefeiert. Keiner wird wohl je den immer spektakulären Einzug des Prinz Ernst Hilbich mit „Heut’ ist Karneval in Knieritz an der Knatter“ vergessen. In den Faschingssendungen ging im wahrsten Sinne des Wortes die Post ab.

Auch war immer ein Orchester mit dabei unter der Leitung von Hans Grothe, der wiederum manches Musikstück schrieb. Als dieser viel zu früh verstarb übernahm Rolf – Hans Müller das Orchester.

Als Gäste wirkten unter anderem mit Catarina Valente, René Kollo, Fritz Walter, Tony Marshall, Dagmar Koller, Peter Kraus, Marianne Rosenberg, das Medium Terzett, Paola, Vicky Leandros, Mary Ros, Herman Prey und Mireille Mathieu. Letztere spielte und sang mit Heinz Schenk den Lehrerin – Schüler Part im Französischunterricht. Er war immer sehr angetan von dieser und somit gehörte sie mit in den Reigen der „Bembelsammler“. In der Sendung bekamen alle Künstler statt Blumen nämlich einen Bembel geschenkt.

Die am Anfang gestellte Aufgabe eine Sendung, eine Show mit Lokalkolorit zu bringen, war damit mehr als erfüllt, das Konzept war aufgegangen. Die Sendung „Zum blauen Bock“ übernahm über zwei Jahrzehnte eine führende Rolle unter den Fernsehproduktionen ein und dies als Familiensendung zur Kaffeetrinkenszeit.
Im Jahr 1982 wurde die Sendung auf den Samstagabend verlegt.

Einen Grund dafür gab es nicht. Fernsehexperten sagen manchmal, dass es zu dieser Zeit am Samstagabend an einer weiteren sehr guten Sendung fehlte. Immerhin war die neue Sendezeit Primetime zeit. Der Erfolg blieb dem „Blauen Bock“ weiterhin erhalten. Im Dezember 1987 wurde die 208 und letzte Sendung „Zum blauen Bock“, aus der Frankfurter Festhalle übertragen.

Diese Abschiedsveranstaltung sahen 15 Millionen Zuschauer. Heinz Schenk gab aus Altersgründen die Sendung auf. Damit endete nach 21 Jahren ein Stück ganz große deutsche Fernsehunterhaltungsgeschichte.

Heinz Schenk erhielt für seine Arbeit in und mit dieser Sendung viele Auszeichnungen, so den „Bambi“, den „Ehren – Bambi“ für sein Lebenswerk und die „Hermann – Löns – Ehrenmedaille“ in Gold.

Lia Wöhr und Reno Nonsens sind in der Zwischenzeit verstorben.

Alexander Marcus von Hithaus meint: Heinz Schenk brachte eine Sendung dem Publikum nahe, welche dieses Annahm und mit Begeisterung schaute. Wenn man ehrlich ist, so hatte man durch den „Blauen Bock“ eine Grundbildung im Bereich Musik vermittelt bekommen. Die große Bandbreite machte dies möglich.

Vor einiger Zeit hatte ich die Gelegenheit Heinz Schenk direkt gegenüber zustehen. Es war ein beeindruckender Augenblick, denn man stand einem Stück deutscher Geschichte gegenüber. Seinen Humor hat dieser bis Heute nicht eingebüßt.

In Dank und besonderer Anerkennung an Heinz Schenk!

http://videos.dcrs-online.com/hithaus/geschichten/blaue_bock_story.flv

Musik aus Studio B

Mittwoch, 12. Dezember 2007

Chris Howland Studio B„Musik aus Studio B“ war eine der erfolgreichsten Musiksendungen des Deutschen Fernsehens. Diese Musiksendung begann, wie die meisten anderen erfolgreichen Musikproduktionen, um 1957 beim Norddeutschen Rundfunk. In erster Linie wurde in dieser anglo – amerikanische Musik gespielt. Das war die Stunde des Chris Howland, der als ehemaliger BFBS – Mann natürlich sich zur englischen Musikindustrie hingezogen fühlte.

Der Titel der Sendung wurde mangels Idee vom zur Sendung benutzten Studio in Hamburg übernommen. In der Fernsehsendung wurde dann aber ausschließlich deutsch gesungen und dies galt auch für fremdsprachige Künstler. Neben deren Auftritten wurden auch Schallplatten gespielt mit der Tanzeinlage des Hamburger Fernsehballetts des NDR.

Chris Howland wurde mit dieser Sendung weit über die Grenzen Deutschlands bekannt. Besonderst beliebt waren auch seine Comedy – Einlagen zwischen den Musiktiteln. Unterstützt wurde er durch Billy Mo. Wer kann sich nicht an Auftritte wie den von Roy Black & Anita mit dem Lied „Schön ist es auf der Welt zu sein“, von Dorthe „Wärst du doch in Düsseldorf geblieben” und Rita Pavone mit “Arrivederci Hans” erinnern. Das war einmal die Kultsendung mit Chris Howland, der diese in 61 Folgen moderierte. Der Anfang vom Ende kam 1968 in Form eines Streites mit dem Unterhaltungschef. Darauf hin kündigte Chris Howland seinen Vertrag und ging.

Danach kamen viele Moderatoren so auch Peter Fröhlich und Henning Venske bis 1976, wo die Sendung dann vom Sender ging. In den letzten Jahren hatte schon der „Musikladen“ die Zuschauer übernommen.

http://videos.dcrs-online.com/hithaus/geschichten/musik_aus_studiob_story.flv

Lili Marleen – Jahrhunderthit und Geschichtsepos

Samstag, 08. Dezember 2007

Lilli MarleenEs dürfte, nein es ist das wohl bekannteste und erfolgreichste deutsche „Volkslied“ in der Musikgeschichte aller Zeiten. Lili Marleen entstand 1915 als Gedicht des in Berlin auf Wache stehenden Dichters Hans Leip.

Dieser setzte den Titel aus dem Namen seinen ihn verlassenden Freundin und dem Namen deren späteren Mannes zusammen. Es gibt über die Entstehung des Textes auch noch eine zweite Version.
1937 fügte Hans Leip die letzten beiden Verse dem Gedicht hinzu und nahm es seinem Gedichtband auf. Ein Jahr später komponierte Norbert Schultze die Melodie dazu und hatte damit einen der größten Liederfolge aller Zeiten produziert!
Lale Andersen hatte dieses Lied schon mit einer Komposition von Rudolf Zink in ihrem Programm, als sie die neuere Version von Norbert Schultze angeboten bekam. Über diese war die Sängerin allerdings nicht begeistert. Ihr gefiel der neue Marschrhythmus überhaupt nicht. Trotzdem wurde diese Komposition 1938 in den Berliner Studios der Firma Electrola aufgenommen und danach auf Schallplatte veröffentlicht.

Damit begann die Verbreitung des Liedes über die Wehrmachtssender, obwohl es wegen seines morbiden Gesamteindruckes zeitweise verboten war. Lale Andersen wurde damit zur der Lili Marleen Interpretin ohnehin. Zur Berühmtheit gelangte es aber durch den Soldatensender Belgrad dessen Empfangsbereich von Narvik bis Nordafrika reichte. Damit konnten ab 1941 täglich kurz vor 22.00 Uhr 6 Millionen Menschen dieses Lied hören. Es erreichte somit alle Soldatenstellungen des zweiten Weltkrieges und während dessen Ausstrahlung schwiegen die Waffen an allen Fronten.

1944 drehten die Engländer einen Film mit dem Titel „The True Story of Lili Marleen“ mit über 40 Übersetzungen und sorgten damit für die weltweite Verbreitung dieses Liedes.

General Eisenhower sagte nach dem Ende des Krieges einmal, das Leip der einzige Deutsche gewesen sei, der während des Krieges der ganzen Welt Freude gemacht habe.

In der Zwischenzeit gibt es sehr viele Versionen dieses Songs bis hin zur Rockversion und genau so viele Interpreten. Laut GEMA hat das Lied eine ungebrochene Popularität, denn es spielt in den 80er Jahren rund 60.000 Schweizer Franken, das sind umgerechnet ca. 36.200 Euro, ein.

Lili Marleen hat auch die Soldaten in den Kriegen der Neuzeit begleitet. Es bleibt auch weiterhin eines der am meisten gewünschten Lieder in Rundfunksendungen.
Einen weiteren internationalen Erfolg erzielte es in der gleichnamigen Verfilmung von Rainer Werner Fassbinder 1981. Die weltberühmte Schauspielerin Hanna Schygulla spielt in diesem die Kabarettsängerin Willie, die mit ihrem jüdischen Geliebten, das Lied während des zweiten Weltkrieges berühmt machen.
Lili Marleen ist zu einem Geschichtsepos geworden.

http://videos.dcrs-online.com/hithaus/geschichten/lili_marleen_story.flv