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Mandy Bach - Ein Kinderstar ist nun erwachsen

Samstag, 21. Juli 2007

Mandy BachAus dem einstigen Kinderstar, mit Hits wie „Kleiner Teddybär“ und dem Duett mit Heino „Uns’re Wünsche, uns’re Träume“, ist eine erwachsene Frau geworden. Mandy Bach. Sie begeisterte mit ihrer glocken-hellen Kinderstimme, nun singt die Studentin über Themen die junge Erwachsene und junggebliebene Erwachsene bewegen und erfrischt mit ihrer natürlichen Art die Gemüter. Hithaus hat sich mit Mandy Bach über Vergangenes und Zukünftiges unterhalten:

Hithaus: Sie sind jetzt 21 Jahre alt, haben damit nicht nur die Volljährigkeit erreicht, sondern sind jetzt erwachsen. Was empfinden Sie wenn Sie auf Ihre Karriere als Kinderstar zurück schauen?

Mandy Bach: Ich bin glücklich. Es hat mir schon immer großen Spaß gemacht, auf der Bühne zu stehen und den Menschen Freude zu bereiten. Das Strahlen in den Augen meines Publikums fasziniert mich jedes Mal. Ich habe in all den Jahren viele Erfahrungen sammeln dürfen, wofür ich sehr dankbar bin.

Hithaus: Was waren die wichtigsten Schritte in Ihrem Heranwachsen?

Mandy Bach: Eine sehr schöne und behütete Kindheit in einem liebevollen Elternhaus. 12 Jahre Schule, Abitur, Studium, Musikschule (Klavier, Gesang, Gitarre), Erfolge in der Musik

Hithaus: Was empfinden Sie heute anders auf der Bühne als, z.B. vor fünf Jahren?

Mandy Bach: Es hat sich meiner Meinung nach nichts verändert. Sobald ich auf der Bühne stehe, bin ich voll und ganz der Musik erlegen und singe für bzw. mit meinem Publikum.

Hithaus: Reagiert das Publikum heute anders auf Sie als früher. Wo ist der Unterschied?

Mandy Bach: Ich bin nun nicht mehr das kleine Mädchen mit dem „Kleinen Teddybär“ von einst, sondern eine junge Frau. Der einzige Unterschied, der mir spontan einfällt: immer häufiger sehe ich auch junge Männer in meinem Publikum…

Hithaus: Sie sind gerade mit der Veröffentlichung eines neuen Songs beschäftigt. Verraten Sie uns ein wenig über das Was und Wann!

Mandy Bach: In den nächsten Wochen wird eine Single mit 2 neuen Liedern erscheinen. Die Titel passen sehr gut zu mir. Weiteres später!

Hithaus: Kann man Ihre Songs auch downloaden? Wenn ja, wo gibt es die Möglichkeit Ihre Musik legal down zu loaden?

Mandy Bach: Da bin ich überfragt.

Hithaus: Sie haben 2004 ein Studium an der Technischen Universität in Chemnitz begonnen. Wann werden Sie dieses voraussichtlich beenden. Schränkt Sie das Studieren bei der Musik ein?

Mandy Bach: Ich werde noch mind. 2 Jahre studieren. Musik und Studium lassen sich sehr gut kombinieren!

Hithaus: Aus dem liebenswürdigen kleinen Mädchen ist eine schöne, junge Frau geworden. Wie reagieren Männer auf Ihre Liebe zur deutschsprachigen Musik?

Mandy Bach: Ich weiß, dass viele Männer die deutschsprachige Musik genau so lieben, wie ich. Und sie reagieren positiv darauf. Das finde ich schön.

Hithaus: Gerade als junger Mensch macht man sich viele Gedanken über die Zukunft. Geht Ihnen das auch so? Was beschäftigt Sie, wenn Sie über die Zukunft nachdenken?

Mandy Bach: Natürlich mache ich mir auch Gedanken über die Zukunft. Am wichtigsten ist erst mal Gesundheit!!! Ich wünsche mir, dass es meiner Familie und allen meinen Freunden und Bekannten gut geht und auch im Privaten alles super läuft. Ab und zu denke ich auch über mein Studium nach: Wie wird die Abschlussprüfung laufen? Welchen Beruf werde ich dann ergreifen? Und natürlich auch über die Musik: Wie kommt z.B. die neue CD bei meinem Publikum an?

Hithaus: Welche drei Dinge in Ihrem Leben haben für Sie persönlich absolute Priorität?

Mandy Bach: Ehrlichkeit, Familie, Freunde

Hithaus: Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Mandy Bach: Beste Gesundheit. Dann klappt auch alles andere.

Hithaus bedankt sich herzlich bei Mandy Bach für das Interview und wünscht Ihnen alles Gute und viel Erfolg.

Sanfte Engel - Traumreise

Dienstag, 15. Mai 2007

Sie nennen sich Sanfte Engel und ihr Saxophonspiel kommt künstlerischen Streicheleinheiten gleich.
Sie nennen sich Sanfte Engel und ihr Saxophonspiel kommt künstlerischen Streicheleinheiten gleich. Die drei attraktiven Saxophonistinnen Karoline Frost, Katrin Wunderlich und Christine Zengerle darf man sich als galante weibliche Antwort auf Captain Cook und seine singenden Saxophone vorstellen, die in ihrem Metier seit Jahren überaus erfolgreich sind.
Mit den Sanften Engeln kommt endlich frischer Wind in dem traditionellen Genre des Instrumentalen Schlagers auf. Das charmante Münchner Trio, das bislang internationale Hits auf humorvolle und originelle Art und Weise mit Saxophon, Kuhglocken und durch das Pfeifen auf Schnapsflaschen im Rahmen von Galas interpretierte, wurde bei einer ihrer Shows von dem Produzentenduo Gino Trovatello und Matthias Stingl entdeckt. Die beiden waren auf Anhieb begeistert von der Ausstrahlung und den Performance-Qualitäten der drei vielseitigen Musikerinnen. Kurze Zeit später saßen diese gemeinsam mit Trovatello und Stingl, die auch im Wesentlichen für alle Kompositionen verantwortlich zeichnen, in deren Kölner Studio, um sich den lang gehegten Traum eines eigenen instrumentalen Saxophon-Albums zu erfüllen. Mit Traumreise ist den Sanften Engeln ein Debüt ohne Fehl und Tadel gelungen: So romantisch und niveauvoll muss zeitgemäßer Instrumentaler Schlager klingen. Ein Einstand nach Maß!

Die 14 exklusiv für die Sanften Engel komponierten Titel locken uns an ferne Orte, sind ein perfekter Soundtrack für leises Fernweh und große Gefühle. Ob Walzer, Cha-Cha-Cha oder Samba, die Musik regt gleichermaßen zum Träumen, Tanzen und zum Tête-à-Tête an. Den Auftakt bildet die Single Ich sag’ Adieu, St. Tropez, ein musikalischer Ausflug an die Côte d’Azur. Mit dieser traumhaften Nummer treten die Sanften Engel am 17. Mai beim deutschen Vorentscheid zum Grand Prix der Volksmusik 2007 in München an und absolvieren bei ihrem vom ZDF live übertragenen Heimspiel ihren ersten großen Auftritt vor einem Millionenpublikum. Die erste Etappe der Traumreise könnte das Trio also gut und gerne zum großen Grand-Prix-Finale nach Wien führen. Eine Romanze in Wien heißt treffend ein weiterer Titel des Albums, der natürlich mit wunderschönen Walzerklängen aufwartet. Ohnehin sprechen die Songtitel auf dem Erstlingswerk der Sanften Engel nicht selten Bände. Wenn ein Ein Hauch von Hollywood durch selbiges Stück weht, einen die Sehnsucht nach San Antonio treibt, der Blick Am Horizont von St. Angelo verweilt oder ein Sternenregen über Costa Rica das geistige Auge erhellt, dann verleihen solche Stücke der Phantasie Flügel und bieten zugleich Gelegenheit, sich beim Samba, Slowfox oder Quickstep an beschwingtem Standardtanz zu erfreuen.

Die federleicht und angenehm sommerlich orchestrierten Instrumentalstücke lassen auch Schlagergefilde neu aufblühen. Sommernacht am Meer, Melodie des Herzens, Wann werd’ ich dich endlich wieder sehn – das sind eigentlich klassische Titel für romantische Schlager, die unter den Fittichen der drei hübschen Saxophonistinnen aber ihren ganz eigenen Charakter entwickeln. Jeden Track veredeln sie mit Elan, Eleganz und spürbar großer Erfahrung. Christine, Katrin und Karoline spielen in der jetzigen Besetzung zwar erst seit zwei Jahren zusammen, doch feierten sie unabhängig voneinander schon als Profitänzerinnen beim Ballett und in Musicals oder als Sängerinnen beachtliche Erfolge und vermitteln heute ihr Wissen gerne in Workshops und an Musicalschulen. Werfen wir einen kleinen Blick auf den Werdegang der drei Saxophon-Musen aus München.

Karoline Frost (Altsaxophon) war in jungen Jahren schon als Tänzerin höchst erfolgreich. Sie errang einen deutschen sowie einen Europameistertitel im Showtanz. Nach einer Ausbildung zur Tanzlehrerin praktiziert sie diesen Beruf nun seit mehr als zehn Jahren und hat unter anderem Musical-Workshops ausgerichtet. Ende der 90er hat sie eine Event-Agentur und vor zwei Jahren die Formation Papillons de la musique gegründet, aus der die Sanften Engel hervorgegangen sind. Karoline tanzt auch in ihrer Freizeit, treibt viel Sport, liebt die Natur und wandert gerne in den Bergen. Ihr Traumziel: Alaska, das sie mit dem Wohnmobil bereisen möchte.

Katrin Wunderlich (Altsaxophon) absolvierte eine Tanz- und Gesangsausbildung und schloss diese mit den Auszeichnungen Student des Jahres und dem New-York-Tanzstipendium ab. Zu ihren Engagements zählen Musicals wie Evita, Ludwig, das Queen-Musical We Are The Champions und das Helme-Heine-Kindermusical Freunde. Außerdem lehrt sie an der Abraxas Musical Akademie. Katrin verbringt gerne viel Zeit mit der Familie und hält sich mit Yoga und Pilates fit. Seit zwei Jahren gehört sie zur Musik-Show-Gruppe Papillons de la musique. Ihr Traumreiseziel: Afrika, mit einer Fotosafari durch einen der faszinierenden Nationalparks.

Christine Zengerle (Tenorsaxophon) spielte ursprünglich Tasteninstrumente und begann mit siebzehn, Saxophon zu spielen. Sie war Leadsängerin einer Partyband, arbeitete als Musikerin in einer Künstlerbegleitband, absolvierte einige Fernsehauftritte als Backgroundmusikerin und gibt Kindern Klavierunterricht. Für das Musik-Show Programm - “Papillons de la musique”, aus der die Sanften Engel hervorgegangen sind, schreibt sie die Arrangements. Die Diplom-Architektin beschäftigt sich mit Freihandzeichnen, treibt Ausdauersport in der Natur und liest mit Vorliebe historische Romane. Ihr Traumreiseziel ist die Chinesische Mauer.

Vor der Verwirklichung solcher Träume wollen die Sanften Engel ihre öffentlichen Auftritte jedoch für ein besonderes Anliegen nutzen. Sie werden bei ihren künftigen Konzerten zu Spenden für Mukoviszidose e.V. aufrufen. In weiteren Aktionen möchte das Trio sich in dieser Sache engagieren und über die Krankheit aufklären, über die auf der Website www.muko.info umfangreiche Informationen erhältlich sind.

Die wenigen Stichpunkte aus den facettenreichen Biographien der drei Künstlerinnen können natürlich nur unzureichend illustrieren, wie gekonnt die Sanften Engel ihren wertvollen Erfahrungsschatz nutzen, um ihre Musik auf höchst unbeschwerte Art und Weise zu vermitteln; wie glänzend sie sich als Instrumentalistinnen ergänzen und den Melodien einen berührend femininen Schwung verleihen. Tanz mit mir um die Welt, eine der temperamentvollsten Aufnahmen dieses außergewöhnlichen Debütalbums, könnte auch ein passendes Motto für die Ambitionen der Sanften Engel sein. Dabei hat ihre Traumreise gerade erst begonnen. Auf sanften Schwingen bewegen sie sich geradewegs dem siebten Schlagerhimmel der etwas anderen Art entgegen.
Quelle: Emi Electrola

Homepage: www.sanfteengel.de

VÖ: 18.05.2007
http://www.abella.de/detailanz/produktanzeige.rt?prid=521094

Also nicht verpassen: Am 17.05.2007 erlebt man Sanfte Engel beim Deutschen Vorentscheid Grand Prix der Volksmusik um 20.15 Uhr im ZDF. Saxophon Musik a la Captain Cook.

Dschinghis Khan - 7 Leben

Montag, 14. Mai 2007

Der Mongolenherrscher Dschinghis Khan eroberte mit seinen Reiterhorden im 13. Jahrhundert einen Großteil der damals bekannten Welt.
Der Mongolenherrscher Dschinghis Khan eroberte mit seinen Reiterhorden im 13. Jahrhundert einen Großteil der damals bekannten Welt. Einer bunten, historisch kostümierten Musikgruppe aus München gelang Jahrhunderte später auf musikalischem Gebiet im Handstreich das gleiche.
Dschinghis Khan gewannen alle wichtigen Musikpreise, bekamen Gold und Platin in 20 Ländern und verkauften nicht weniger als 20 Millionen Tonträger. Sie waren in 240 TV-Shows zu Gast und lachten uns von unzähligen Titelseiten der größten Magazine entgegen. Dschinghis Khan sind weltweit betrachtet eine der erfolgreichsten Gruppen, die Deutschland je hervorgebracht hat. Und jetzt die Sensation: Dschinghis Khan reiten wieder über die Bühnen der Welt!

Endlich wird es wieder ein neues Dschinghis Khan-Album “7 Leben” (Best.-Nr. CD 1724121) mit neuen Titeln geben. Das Konzept ist das Alte, der Sound von Alfons und Hermann Weindorf ein Neuer. Wichtig dabei die bewährten Songtexte Bernd Meinungers, die uns wieder in die Welt der Mythen und der Geschichte der Mongolen einladen. Ein inhaltlicher Bezugspunkt, der zweifellos auch ein wichtiger Fingerzeig hin zum “Kultstatus” der Gruppe über die letzten 28 Jahre ist. Heißer Tanz zu packender Musik eingerahmt von einer gigantischen Bühnenshow: Das sind Dschinghis Khan 2007. Die einzigartige Musik und die inspirierte Kostümshow mit Pferden, Kamelen und viel Feuerwerk werden die Menschen von den Stühlen reißen. Auch 28 Jahre nach Gründung der Gruppe, haben Dschinghis Khan nichts von ihrer Faszination verloren. Die Welt hat auf ihre Rückkehr gewartet. Das Warten hat nun ein Ende…
Quelle: Koch Universal

Die aktuellen Tourdaten und weitere Informationen finden Sie unter www.dschinghis-khan.com

TV-TERMINE:
13.05.07 ZDF/ORF Willkommen bei Carmen Nebel 20.15 Uhr
28.07.07 ZDF Carmen Nebel Sommer Spezial 20.15 Uhr

Titelliste:
1. Temudschin - Dschinghis Khan
2. Brennende Taiga - Dschinghis Khan
3. In der Mongolei - Dschinghis Khan
4. Rote Sonne über Kasachstan - Dschinghis Khan
5. Die goldne Horde Dschinghis Khans - Dschinghis Khan
6. Doswidanje - Dschinghis Khan
7. Der Teufel kann warten - Dschinghis Khan
8. Wie Feuer im Wind - Dschinghis Khan
9. Dschinghis Khan - Dschinghis Khan
10. Moskau - Dschinghis Khan
11. Samurai - Dschinghis Khan
12. Hadschi Halef Omar - Dschinghis Khan
13. Rocking Son Of Dschinghis Khan - Dschinghis Khan
14. China Boy - Dschinghis Khan
15. Moskau - Dschinghis Khan

VÖ: 11.05.2007
http://www.abella.de/detailanz/produktanzeige.rt?prid=519107

Biografie:
Der Mongolenherrscher Dschinghis Khan eroberte mit seinen Reiterhorden im 13. Jahrhundert einen Großteil der damals bekannten Welt. Einer bunten, historisch kostümierten Musikgruppe aus München gelang Jahrhunderte später auf musikalischem Gebiet im Handstreich das gleiche. Dschinghis Khan gewannen alle wichtigen Musikpreise, bekamen Gold und Platin in 20 Ländern und verkauften nicht weniger als 20 Millionen Tonträger. Sie waren in 240 TV-Shows zu Gast und lachten uns von unzähligen Titelseiten der größten Magazine entgegen. Dschinghis Khan sind weltweit betrachtet eine der erfolgreichsten Gruppen, die Deutschland je hervorgebracht hat. Und jetzt die Sensation: Dschinghis Khan reiten wieder über die Bühnen der Welt!

Das Superding “Dschinghis Khan” beschrieb ein junger Journalist das Phänomen für ein Jugendmagazin im April 1980: “Manche üben jahrelang, Tag und Nacht. Sie wollen ins Fernsehen oder wenigsten ins Schallplattenstudio. Aber am Ende spielen sie nur auf dem Dorf beim Turnverein und beim Feuerwehrball. Popmusik ist ein hartes Brot. Aber es gibt auch Genies in der Szene. Zum Beispiel die Super-Gruppe Dschinghis Khan. Diese Gruppe hatte schon einen Super-Hit, bevor es sie überhaupt gab. Ihr Hit – er heißt auch Dschinghis Khan – ist hauptsächlich Rhythmus und Tanz. Trotzdem bekam er die Goldene Schallplatte. Und eigentlich ist die Musik auch gar nicht so wichtig dabei. Die Hauptrollen spielen: ein cleverer Produzent, ein cleverer Texter, ein cleverer Choreograph (für den Tanz), ein cleverer Kostüm-Designer, eine clevere, schlagfertige Künstlergruppe und viele, viele clevere Teenager mit viel Taschengeld. Fertig ist der Hit.”

So wollte es der Komponist und Produzent Ralph Siegel. In den Pioniertagen bei der Entstehung von Dschinghis Khan war er Spezialist für besondere Einfälle. Er wollte den “Grand Prix de la Chanson d’Eurovision” gewinnen, den Preis der europäischen Fernsehanstalten, damals die wichtigste Trophäe im Pop-Geschäft. Das Lied vom Mongolen-Fürsten Dschinghis Khan war dafür sehr gut geeignet: Musikalisch wie ein Presslufthammer mit einem einfachen, aber genialen Text.

“Dsching, Dsching, Dschinghis Khan Hey Reiter, ho Leute, hey Reiter immer weiter Dsching, Dsching, Dschinghis Khan Auf Brüder, sauft Brüder, rauft Brüder immer wieder…” (Der Text stammte übrigens nicht von Goethe, sondern von einem Freund des Produzenten, Dr. Bernd Meinunger, von Beruf Agrar-Ökonom.)

Aus nahe liegenden Gründen muss man bei der Interpretation solcher Kunstwerke dem Zuschauer mehr liefern als Musik und Text. Man nimmt dafür am besten, bunte Kostüme, grelle Lichteffekte und wilde Tänze. Schnell fand Siegel eine solche Gruppe, schnell deshalb, weil es schon Februar war und der 31. März 1979 immer näher kam, der Tag des “Grand Prix” in Jerusalem /Israel. Es suchte vor allem Charakterköpfe, Typen, die aussahen wie Dschinghis Khan – oder so ähnlich.

Und er fand das Ehepaar Wolfgang und Henriette Heichel (er: ein ehemaliger Student der Zahnmedizin und Kunstpädagogik, Studiosänger, Komponist und Produzent; sie: Zahnarztgehilfin, Mannequin und Eiskunstläuferin), Lesley Mandoki (mit Schnauzbart und Mähne, Ungar, Jazzmusiker), Louis Potgieter (mit Krone, Profi-Tänzer aus Südafrika), Edina Pop (Schlagersängerin, auch aus Ungarn) und Steve Bender (mit Glatzkopf).

Die Gruppe war also beisammen. Nun musste es schnell gehen. Alles lief nach einem genauen Zeitplan. Der Choreograph Hannes Winkler plante den großen Auftritt. Jede Bewegung wurde geübt und einstudiert. Zur gleichen Zeit entwarf der Mode-Designer Marc Mano in München möglichst irre Kostüme, welche bis heute Kultstatus haben. Vier Wochen nach der Gründung gewannen “Dschinghis Khan” mit großem Abstand die deutsche Vorauswahl für den Grand Prix. Zwei Wochen später ging es nach Jerusalem.

Der 4. Platz beim Grand Prix war auch der erste internationale Durchbruch. Schon wenige Wochen später bekam die Gruppe eine Goldene Schallplatte, auch für damalige Verhältnisse stolze 500.000 verkaufte “Dschinghis Khan”. Weitere Hits im selben Stil folgten: “Moskau”, “Rocking Son Of Dschinghis Khan”, “Hadschi Halef Omar”, “Rom”; ein Erfolg jagt den anderen. Es regnete Gold und Platin aus der ganzen Welt, neben Deutschland aus insgesamt 20 Ländern, darunter Japan, Australien, Korea, Holland, Belgien, Israel, Dänemark, Schweden, Schweiz, Norwegen und Finnland. Auch die ehemaligen Staaten der UDSSR gehörten zu den ganz großen Liebhabern der Musik von Dschinghis Khan. In diesen Territorien setzten Dschinghis Khan mehr Platten ab, als im Rest der Welt!

In Israel und Japan belegte die Gruppe souverän Platz 1 der Charts. In Japan sogar in der deutsprachigen Version, was bis zum heutigen Tag keinem weiteren Künstler hierzulande gelungen ist. Sie gewannen u.a. den Deutschen Schallplattenpreis den “Bambi”, den “Goldenen Löwen von Radio Luxemburg und die “Goldene Europa” des deutschen Rundfunksenders Europawelle Saar. So einfach ist das mit der internationalen Bilderbuchkarriere. Dschinghis Khan waren ein glamouröses Aushängeschild für den Sound “Made In Munich”, welcher in dieser Zeit die amerikanischen und weltweiten Charts beherrschte.

Nach zwei Alben verließ Steve Bender 1981 vor Veröffentlichung des Albums “Wir sitzen alle im selben Boot” aus mannigfaltigen Gründen die Band. Mit “Pistolero” und “Loreley” landeten Dschinghis Khan trotz des schweren Verlustes noch mal große Hits. Doch Dschinghis Khan lösten sich ohne Vorwarnung spontan auf. Was war passiert? Gerüchte gibt es viele, sei es über gravierende Unstimmigkeiten zwischen Dschinghis Khan und ihrer Plattenfirma oder Probleme innerhalb der Gruppe…

Tänzer und Frontfigur der Band, Louis Hendrik Potgieter, verstarb 1993 an Aids in seiner Heimat Kapstadt/ Südafrika. In der Folge entstanden viele Remixe und Medleys der bekannten Dschinghis-Khan-Hits, so z.B. der Titel und das Album “Huh Hah Dschinghis Khan” (1993) oder die “History of Dschinghis Khan” (1999).

Heinz Gross, Musikmanager aus Augsburg war die treibende Kraft der Reunion von Dschinghis Khan. Er führte die Originalmitglieder der Gruppe im Herbst 2005 wieder zusammen. Mit alten und neuen russischen Freunden produzierte Heinz Gross das “Reunion”-Konzert”, das Dschinghis Khan am 17. Dezember 2005 in Moskau gaben. Die Bühnenproduktion in der Moskauer Olympiski Arena umfasste 26 Sattelschlepper Equipment und Bühnenaufbauten mit einer Last von über 300 Tonnen Ladung. Die Gründungsmitglieder Steve Bender, Edina Pop, Henriette Strobel (ehem. Heichel) sowie Wolfgang Heichel inszenierten zusammen mit 72 Mitwirkenden die Dschinghis Khan Revue mit allen Hits und Titeln aus dem 79er Erfolgsalbum “Dschinghis Khan” unter großen Beifallsstürmen vor ca. 30 000 Zuschauern. Der Russische Sender ORT 1 übertrug das Konzert weltweit. Die Show erhielt als beste russische Musikshow des Jahres einen begehrten Fernsehpreis.

Am 7. Mai 2006 verstarb Steve Bender nach einer langen, schweren Krebserkrankung. Ein schwerer Schlag für die letzten drei Bandmitglieder. Sollte man jetzt endgültig aufhören? Nach langem Überlegen traf die Formation den Entschluss – auch in Gedenken an Steve Bender und Louis Hendrik Potgieter – weiterzumachen. Am 15. Juli 2006 fand ein erneuter Auftritt zusammen mit der Tanztruppe “The Legacy of Genghis Khan” im Stadion von Ulan Bator (Mongolei) statt. Die Gruppe feierte als Headliner den 800sten Geburtstag, zusammen mit den Ur-Ur-Ur…-Enkeln des Mongolenherrschers Dschinghis Khan. Eine riesige Show mit Pferden, Kamelen und Tänzern vor großer Kulisse erblickte das Licht der Welt. Die überzeugende optische Umsetzung und eine aufwändige Choreographie der Songs waren immer schon fester Bestandteil der Auftritte und prägten das Image von Dschinghis Khan. Und genau so ist es auch heute! Die Mitglieder von “The Legacy of Genghis Khan”, die die Original-Mitglieder Wolfgang Heichel, Henriette Strobel und Edina Pop auf der Bühne sängerisch und tänzerisch unterstützen, entstammen aus renommierten Ausbildungsstätten für Musical-Talente. Diese Weltklasse-Tänzer und -Sänger machen die Bühne tänzerisch und akrobatisch zum gefürchteten Mongolenlager. Als Choreograph ernannte die Gruppe Claus Kupreit, einen jungen talentierten Ausnahmetänzer, der das musikalische Programm der Gruppe tänzerisch mit “The Legacy Of Genghis Khan” begleitet.

Über die Figuren der “Legacy of Genghis Khan” ist ein kurzer Blick auf die Dramaturgie der Show zu gewinnen. Das wäre erstmal Eltuya - die Streitaxt. Sie ist eine wilde Kriegerin und die Tochter vom Khan. Er wollte einen Sohn und das Kind wurde ein Mädchen. Sie reitet auf einem schwarzen Hengst mit einer mongolischen goldenen Streitaxt. Dann Fürst Ögödei, ein Sohn des Khan. Er ist ein brillanter Tänzer und wirbelt wie ein Derwisch über die Bühne. Igei ist ebenfalls ein Sohn des Khan. Er ist ein hübscher mongolischer Dandy und mehr Popstar als Krieger. Die Frauen lieben ihn. Prinzessin Ohla ist Papas Liebling und wird wie es sich gehört in der Sänfte über die Bühne getragen. Kämpferisch und wüst kommt Yassa daher. Er ist ein wilder Krieger vor dessen Schwert kein Kopf sicher ist. Sein Kampfesbruder ist Cash, ein gefährlicher schwarzer Krieger, der einst in der Schlacht von Dschinghis Khan gefangen genommen wurde und jetzt mit ihm in den Kampf zieht. Eine weitere herausragende Figur ist die gelenkige Schwertkämpferin Yesugan, sie wurde als Kind aus einem Dorf geraubt und kämpft jetzt ebenfalls an der Seite Dschinghis Khans. Sie ist eine wahre Meisterin des Säbeltanzes.

Jetzt endlich wird es auch ein neues Dschinghis Khan-Album “7 Leben” mit neuen Titeln geben. Das Konzept ist das Alte, der Sound von Alfons und Hermann Weindorf ein Neuer. Wichtig dabei die bewährten Songtexte Bernd Meinungers, die uns wieder in die Welt der Mythen und der Geschichte der Mongolen einladen. Ein inhaltlicher Bezugspunkt, der zweifellos auch ein wichtiger Fingerzeig hin zum “Kultstatus” der Gruppe über die letzten 28 Jahre ist. Heißer Tanz zu packender Musik eingerahmt von einer gigantischen Bühnenshow: Das sind Dschinghis Khan 2007. Die einzigartige Musik und die inspirierte Kostümshow mit Pferden, Kamelen und viel Feuerwerk werden die Menschen von den Stühlen reißen. Auch 28 Jahre nach Gründung der Gruppe, haben Dschinghis Khan nichts von ihrer Faszination verloren. Die Welt hat auf ihre Rückkehr gewartet. Das Warten hat nun ein Ende…
Quelle: Koch Universal

Udo Jürgens - “Jetzt oder nie - Live 2006″ - DVD

Mittwoch, 18. April 2007

Seine Konzerte zu besuchen heißt sich in einen Rausch der Gefühle zu begeben: Udo Jürgens. Seine Tourneen sind europaweite Familientreffen mit Wunderkerzen und Evergreens, aber auch die neuen Klänge finden immer ihren Platz im Programm.

Seine Konzerte zu besuchen heißt sich in einen Rausch der Gefühle zu begeben: Udo Jürgens. Seine Tourneen sind europaweite Familientreffen mit Wunderkerzen und Evergreens, aber auch die neuen Klänge finden immer ihren Platz im Programm.
Udos letztes Studioalbum “Jetzt oder nie” sprengte alle Erwartungen und chartete souverän in den Top 20 der deutschen Album-Bestenliste (Einstieg auf #14!). Das bedeutete den größten Verkaufserfolg seit 1978! Beste Vorzeichen also um mit diesen Titeln einmal mehr auf Hallentour zu gehen und gemeinsam mit der Pepe Lienhardt Band das Land zu rocken - und machmal auch zum Stillschweigen zu bringen.

Die Dokumentation dieses Triumphzuges liegt jetzt nach der Doppel-CD auch auf DVD vor: “Jetzt oder nie - live 2006″. Natürlich mit den bewegendsten Liedern der letzten Produktion (”Flieg mit mir”, “Verdammt in alle Einsamkeit”, “Bis ans Ende meiner Lieder”, “In allen Dingen lebt ein Lied” oder “Der Mann mit dem Fagott” zu seinem gleichnamigen Roman) und den Klassikern à la “Mit 66 Jahren”, “Ein ehrenwertes Haus”, “Aber bitte mit Sahne”, “Ich weiß, was ich will”, Liebe ohne Leiden” oder “Mercie Cherie”. Daneben stehen in jedem Jahr die Lieder, die sich nicht zu den größten Hits seiner Karriere entwickelt haben, die aber bei Udo-Fans unangetasteten Adels-Status erlangt haben: Das ergreifende “Der gekaufte Drachen”, das apokalyptische “5 Minuten vor 12″, das melancholisch-bewegte “Das wünsch ich dir” oder das niemals als Single erschienene “Ich war noch niemals in New York”, das sich damals seinen Weg über die Freiburger Studentenbewegung ins ganze Land gebahnt hat. Womit bewiesen wäre: Udo ist lebendige Geschichte. Allein seine legendäre Bademantel-Zugabe wäre schon eine Reise durchs halbe Land wert. Wer ihn nicht live erlebt hat, weiß nichts über den Zauber der Musik.
Quelle: Tobias Reitz Sony BMG

DVD 88697066709
VÖ am 20.04.2007
http://www.abella.de/detailanz/produktanzeige.rt?prid=515675

Udo live (Solokonzerte):
01.06.2007 Essen Grugapark
03.06.2007 Calden Schloss Wilhelmsthal
07.06.2007 Butzbach Hessentag - Schloss
09.06.2007 Emmendingen Schlosshof
15.06.2007 Weissenburg Wülzburg
16.06.2007 Herrenchiemsee Schloßhof
17.06.2007 Klagenfurt Seebühne
22.06.2007 Salem Schloss
23.06.2007 Weinheim Schlosspark
24.06.2007 Erftstadt-Gymnich Schloß Gymnich
29.06.2007 St. Margarethen Römersteinbruch
30.06.2007 Leoben Hauptplatz
01.07.2007 Krems Schloss Grafenegg
06.07.2007 Hamm Maximilians-Park
07.07.2007 Ludwigslust Schlosspark

Linktipps:
www.udojuergens.de
www.ariola.de

Die aktuelle Udo Jürgens DVD: Konzertaufzeichnung der Tournee 2006
Die letztjährige Udo Jürgens Konzerttournee Jetzt oder nie ist mit 78 Konzerten und 320000 Zuschauern als eine der Besten in die lange Konzertchronik des beliebten Sängers und Komponisten eingegangen. Die aktuelle DVD wurde anlässlich des Konzertes vom 6. November in der Colorline Arena Hamburg aufgezeichnet und beinhaltet das gesamte Programm von über zwei Stunden Live-Musik inklusive der legendären Bademantel-Zugaben. Für Insider erwähnenswert ist die Tatsache, dass das erweiterte Pepe Lienhard Orchester die Herbstdaten der Tourneeverlängerung mit leicht veränderter Besetzung im Orchester, der Streichersektion und dem Begleit-Chor bestritten hat. So ist neben den exzellenten Vokal-Solistinnen Dorothea Lorene und Natascha Wright – im Gegensatz zur Live-CD, die bereits während der Frühjahrsdaten aufgezeichnet wurde – auch der Kanadier Kent Stetler wieder mit von der Partie. Die ARD hatte am Silvesterabend sozusagen als Appetizer bereits 45 Minuten des bewegenden Konzertes ausgestrahlt. Udos 132. (!) Konzert in seiner Lieblingsstadt Hamburg zeigt den Künstler in der vielleicht eindrucksvollsten Form seiner bisherigen Laufbahn. Um den grossen Entertainer Udo Jürgens und sein beeindruckendes Charisma vollständig erfassen zu können, sollte man ihn nicht nur hören, sondern auch sehen: Die Bilder aus der Colorline Arena zeigen alle Facetten eines faszinierenden Konzertes, das dem Betrachter auch eindrücklich vor Augen und Ohren führt, weshalb sich die steile Karriere von Udo Jürgens seit vier Jahrzehnten ohne eigentliche Brüche und mit schier beispielloser Konstanz fortsetzt. Udo Jürgens erzählt mit seinen Liedern emotionale, zeitkritische und auch satirische Alltagsgeschichten, die in Zusammenarbeit mit den besten Textdichtern des Genres entstehen. Als deutschsprachiger Chansonnier hat er deshalb schon immer eine absolute Pionierrolle eingenommen. Diese Tatsache ist durch das aktuelle Album Lieder voller Poesie von Bastian Sick wieder ins Rampenlicht der Medien und der Öffentlichkeit gerückt. Aber erst die Kombination der Texte mit der varianten- und stilreichen Musik von Udo Jürgens und dem reich besetzten Pepe Lienhard Orchester führt zu einem Konzertgenuss für alle Liebhaberinnen und Liebhaber zeitgenössischer Unterhaltungsmusik, der seinesgleichen sucht. Ein Konzertereignis, dass die Süddeutsche Zeitung unter dem Titel Der Sonnenkönig mit einem fast dreistündigen Abend der vorbeirauschte wie aus dem Lehrbuch alter Entertainmentschule zusammenfasste. Etwas prosaischer umschrieb die Frankfurter Allgemeine Zeitung das Phänomen Udo Jürgens: Er ist Deutschland – Ein Sänger von Weltformat. Diese DVD ist so gesehen also schon beinahe ein Muss für alle Sammler der jüngeren Deutschen Musikgeschichte.
Quelle: Sony BMG

Georg Ringswandl - Album “Der schärfste Gang”

Freitag, 20. Oktober 2006

Georg Ringswandl - “Der schärfste Gang” - CD 82876878602 - VÖ am 29.09.2006
Georg Ringsgwandl ist mit seinem neuen Album “Der schärfste Gang” überraschend jung geworden. Er lässt Gitarren zum virtuos verschlampten Schlagzeug-Bass-Groove jaulen und dröhnen und sich im Lyrischen rekeln ohne sich an irgendwelche Trends anzubiedern. Er macht, was er sich mittlerweile leisten kann zu machen: pure Lustmusik. Und der mitleidig liebende Sarkasmus des Doktors ätzt zwar immer noch, aber mittlerweile scheint dem Intensivmediziner das Pflaster-auf-Wunden-kleben fast ebenso viel Freude zu bereiten wie das hemmungslose Narbenaufreißen. Der Sänger träumt falschparkend von der sexy Politesse ?Vroni?, letztlich sucht er aber doch ?nichts exotisches, nur eine ,ganz normale Frau?.

Mit ?Der schärfste Gang? ist Georg Ringsgwandl dort angekommen, wohin er mit ?Das Letzte? losgezogen ist: Zwischen einer furios gemästeten Rock-`n`-Roll-Gitarre und der schwindsüchtig sich abstrampelnden Zither blitzt mitunter eine anarchische Form der Weisheit auf. Ringsgwandl muss sich also in Acht nehmen. Aber darin ist er geübt.

Georg Ringswandl on Tour:
16.10.2006 Leipzig
17.10.2006 Dresden
19.10.2006 Gauting
20.10.2006 Hartmannsdorf
21.10.2006 Bad Kissingen Kurtheater
26.10.2006 Ulm Roxy Hallen
28.10.2006 Göppingen Odeon
29.10.2006 Berlin Wühlmäuse
31.10.2006 Fürth Stadttheater
04.11.2006 Regensburg Kulturspeicher
14.11.2006 Hildesheim Vier Linden
15.11.2006 Düsseldorf Savoy
16.11.2006 Bonn Pantheon Theater
17.11.2006 Mühlheim an der Ruhr Ringlokschuppen
24.11.2006 Karlsruhe Tollhaus
25.11.2006 V.- Schwenningen Theater am Ring
01.12.2006 Würzburg Radler-Saal
02.12.2006 Passau Redoute
08.12.2006 München
09.12.2006 Bad Tölz Kurhaus
05.01.2007 Köln Schauspielhaus
06.01.2007 Frankfurt Alte Oper
19.01.2007 Lörrach Burghof
20.01.2007 Pforzheim Kulturhaus
25.01.2007 Bremen Altes Theater
26.01.2007 Bremerhaven Theat. Fischerih.
27.01.2007 Oldenburg Kulturetage
09.03.2007 Germering Stadthalle
23.03.2007 Bayreuth Zentrum
24.03.2007 Bamberg Lounge der Jako Arena
29.03.2007 Offenburg Reithalle
30.03.2007 Markdorf Theaterstadel
31.03.2007 Markdorf Theaterstadel
20.04.2007 Unterschleißheim Bürgerhaus
21.04.2007 Matzing Schloß Pertenstein

Linktipps:
www.ringsgwandl.de
www.blankomusik.de

Georg Ringsgwandl: ?Der schärfste Gang?
Aus, vorbei. Eine Verbeugung noch, die an die morgendliche Trockenübung eines unglücklich verliebten Turmspringers erinnert und an die kläglichen Flugversuche eines einsamen Pinguins. Dann verschwindet der Mann mit dem rot geschminkten Lippen und dem grauen Haar endgültig hinter der Bühne. In der Straßenbahn Richtung Zweizim-merwohnung tun die Leute dann wieder so, als ob das Arbeitengehen und das Ausgehen und das Sichverlieren und Wiederfinden ganz normal sei. Gut, dass es Tonträger gibt, anhand derer man sich auch zwischen den Auftritten des Mannes mit den roten Lippen versichern kann, dass nichts normal ist, am allerwenigsten das Leben. Georg Ringsgwandl hat wieder einen fabriziert.
Die erste Geschichte, die zu kennen nicht schadet, wenn man ?Der schärfste Gang? hört, das neue Album von Georg Ringsgwandl, beginnt am 15. November 1948 im Bad Reichenhaller Ortsteil Staufenbrücke, wo der Sprengmeister nach dem Krieg eben auf Krähen schoss, bis sich eine Kugel ins Arme-Leute-Sofa der Nachbarn bohrte. An diesem Tag ist Georg Ringsgwandl ?falsch inkarniert worden?, wie er in einem Interview gesagt hat: ?Ursprünglich war vom Schicksal geplant gewesen, dass ich in einem Fabrikantenhaushalt aufwachse, wo reichlich Vermögen vorhanden ist, Dienstboten und großbürgerliche Bildung. Dann hat es aber eine Fehlschaltung gegeben, und ich bin in eine Familie hineingeboren worden, wo ein kriegsgeschädigter Postbote vor sich hingerödelt hat, um seine Familie zu ernähren.? Vom Bergsteigen und von der Malerei hat sich der Vater aber nie abbringen lassen.
Die eigentliche Geschichte von ?Der schärfste Gang? beginnt freilich erst 56 Jahre später, am Nikolausabend 2004 in der Schlosswirtschaft in Haarbach, Niederbayern. Die Wirtin ist 93, die Bedienungen alle so um die 80, und entgegen seiner Prinzipien stimmt Georg Ringsgwandl beim Konzert zum alternativen Nikolausabend dem Auftritt einer Vorgruppe zu. Diese ?grausliche Rockband? löst sich wenig später auf, aber ein paar Monate später erinnert sich Georg Ringsgwandl, der selber gerade Musiker sucht, dar-an, dass der Schlagzeuger Manni Mildenberger und der Bassist Florian Anselm Schmidt sich in der Schlosswirtschaft musikalisch geliebt haben. Das ist nicht unwichtig, wenn sich Bayerns durchschlagendster Songwriter in den Kopf setzt, sein Werk von Grooves antreiben zu lassen, die man vorher noch nicht von ihm gehört hat, von tanzbaren Grooves.
Ab Juni 2005 spielen Manni Mildenberger und Florian Anselm Schmidt neben dem Gi-tarrenpoeten Nick Woodland, der seit 1993 dabei ist, in Ringsgwandls Band. Die Band ist auf Tour produktiv wie eine reisende Musikwerkstatt, und im April 2006 glaubt der einzige ernstzunehmende Rockkabarettist des Planeten, dass es Zeit für eine neue Platte sei. ?Der schärfste Gang? entsteht dann innerhalb zweier kreativer Monate in einer Münchener Altbauwohnung, und der Schlagzeuger Manni Mildenberger, der sich mit seinen 23 Jahren als erfahrener Produzent entpuppt, leitet umsichtig die Aufnahmesessions und bedient nebenbei das Recordingequipment. Mildenberger trommelt im Wohnzimmer, Ringsgwandl singt im Schlafzimmer, Woodland fühlt sich wohl und Schmidt sowieso.
So entsteht ein Gemeinschaftswerk vierer Verbündeter, die sich musizierend beflügeln ? vom fröhlich-rotzigen Statement gegen den Geburtenrückgang ?Wäsch versaun? über den lieblich von der Zither umrankten Landler ?Feng Shui Liadl? bis zur Unplugged-Außenseiterballade ?Er scheißt se an Dreck? von dylanesker Intensi-tät. Dazwischen neue Erkenntnisse vom einfachen Leben in einer komplizierten Welt von Georg Ringsgwandl, der - ein Novum in seinem Schaffen ? zwei Lieder lang als Sänger pausiert. Denn mit der Arbeit zu ?Der schärfste Gang? ist der manische Eigenverwirklicher zum teamfähigen Talentförderer mutiert und hat dem Schlagzeuger des Gemeinschaftsunternehmens Groove ?Simpler Typ? auf den Leib geschrieben und dem Bassisten ?Der wo am Basss is?. Seitdem muss Florian Anselm Schmidt nicht mehr al-leine um die Welt ziehen: Ein Mädchen aus Wien war bei einem Auftritt so begeistert von dem Lied, dass es bei ihm geblieben ist.
Georg Ringsgwandl - und das ist die dritte Geschichte, ohne die ihm ?Der schärfste Gang? nie passiert wäre ? ist nicht geblieben. Anno 1993 kündigte der promovierte Mediziner nach neun Jahren seine Oberarztstelle für Kardiologie und Intensivtherapie am Kreiskrankenhaus in Garmisch-Partenkirchen, um seine Familie fortan allein mit seiner Kunst zu ernähren. ?Wenn jemand sowas macht, dann muss er wahnsinnig sein?, sagt er 13 Jahre später. Ärzten und Beamten, die ihm nachfolgen wollen, rät er in Briefen grundsätzlich davon ab. Musik sei auch ein schönes Hobby, schreibt dann der, dem der Rock `n` Roll das Skalpell sozusagen aus der Hand gefetzt hat. Denn ihn selbst beschlich mit Mitte vierzig das Gefühl, im Krankenhaus zu verkümmern. Als Bekannte in seinem Alter am Krebs starben, überlegte er sich, was er selbst in einem einzigen verbleibenden Lebensjahr noch anstellen würde. Die Chefarztstelle in Bad Reichenhall anstreben? Oder Platten machen und Theaterstücke? Als er sich entschieden hatte, beschloss er, dass es unsinnig sei, bis zur Rente zu warten. ?Wenn Du Musik machen willst, dann mach?s jetzt?, sagte er sich.
Seine erste Platte war bereits sieben Jahre erschienen, bevor Georg Ringsgwandl seine ?Ankopplungsstelle zum normalen Leben in der Gesellschaft? gekündigt hatte; ?Das Letzte?, so hieß das Werk, finanzierte er selbst ?um den Enkeln einen Funken der Kreativität des Großvaters zu zeigen, als Beweis?. Manchmal kamen damals 20 oder 30 Leute zu seinen Auftritten, zuweilen aber kein einziger. Wenig später wurde er mit dem Salzburger Stier und dem Deutschen Kleinkunstpreis ausgezeichnet.
Aber in Wirklichkeit begann Ringsgwandls musikalische Karriere viel früher. Schon als Kind spielte er Zither, später erwarb er an der Gitarre, am Keyboard und an der Posaune bühnentaugliche Kenntnisse. Als Student versuchte sich Ringsgwandl als Folkprotestsänger, und anno 1977, zwei Jahre nach seiner Promotion zum Dr. med., absolvierte er in der Münchener Szenekneipe Muh seinen ersten Soloauftritt. Danach tingelte er drei Jahre lang mit seinem ersten eigenen Programm ?Gurkenkönigs Hausfrauenshow? durch die Kleinkunstbühnen ? wann immer es seine Facharztausbildung am Münchener Klini-kum Großhadern zuließ. Und die ?Augsburger Allgemeine? befand: ?Auf der Grenze zwischen genialer Übersteigerung und Verrücktheit balanciert Ringsgwandl, der singende Müllsack, der letzte König Bayerns.?
Auf die Hausfrauenshow, an der neben einem echten Arzt auch zwei echte Hausfrauen, ein ehemaliges Gogo-Girl, ein Berliner Punk und ein anorektischer Transvestit beteiligt waren, folgte die ?Luxuriöse Unterhaltung mit Dr. Muschnik?, das zweite sarkastisch-exzentrische Programm. Und 1989 die zweite Platte: ?Trulla! Trulla!?
Der ?Tagesspiegel? konstatierte daraufhin: ?Der schlaksige Mann hüpft mit kryptischen Bewegungen über die Bühne, als sei ihm der Teufel in die Glieder gefahren. Es sieht aus wie der Veitstanz eines Mannes, der zu lang in einem zu engen Käfig eingesperrt war.? Georg Ringsgwandl selbst sagt heute nüchtern: ?Das Möglichste, was aus einem Trio rauszuholen ist, haben wir rausgeholt.?
Drei Jahre später das Album ?Vogelwild?, über das sich die ?Frankfurter Rundschau? befremdet zeigte: ?Der Mann ist eine Zumutung. Placido Domingo beim Flug über das Kuckucksnest.? Und Ringsgwandl sagt: ?Sehr schöne Songs, aber totproduziert.? Deshalb erscheint 1993, als er gerade kein praktizierender Arzt mehr ist, ?Staffabruck? mit spartanisch arrangierten Balladen und den ersten Geniestreichen des Beinahe-einmal-Rolling-Stones-Gitarristen Nick Woodland auf einer Georg Ringsgwandl-Platte.
Die ?Zeit? schrieb: ?Ringsgwandls Wandlung und Triumph: Staffabruck. Der Kleinhäusler-Blues. Ein intellektueller Robin Hood, ein Mann wie ein Leuchtturm, ein Geheimtipp der Verirrten.? So hätte das ewig weitergehen können.
Aber Georg Ringsgwandl hatte seinen Krankenhaus-Job auch deshalb gekündigt, um ungestört experimentieren zu können. 1994 debütierte er ? längst ein Star in seinem Metier - mit der Kurzgeschichte ?24 Stunden Sanitär-Notdienst Maderegger? beim hehren Ingeborg Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt, fand aber bei der Jury keine Gnade. ?Die ham des Teil nach allen Regeln der Kunst zerrupft?, erzählte Ringsgwandl später in einem Interview, ?die Gesellschaft aus der Installateurs-Perspektive - das war natürlich nicht nachvollziehbar für eine Germanistik-Elite, die die Welt nur aus dem Ikea-Arbeitszimmer heraus betrachtet.?
Umso erfolgreicher geriet im selben Jahr sein Debüt als Dramatiker, mit dem er das Genre wechselte, aber seinen sezierenden Blick auf die Verlierer noch intensivierte: Das Singspiel ?Die Tankstelle der Verdammten? bescherte dem Schauspiel Köln 60 ausverkaufte Vorstellungen, obwohl nur zehn angesetzt waren. ?Endlich Schrott! Endlich keine Kunst mehr!?, jubelte die ?Zeit?, als Ringsgwandl anhand des Rockgitarristen Chuck und seiner beiden PS-verliebten Kumpane das Scheitern so intensiv zelebrierte wie in einem guten Ringsgwandl-Song: Er stellt seine Figuren nie bloß, er bemitleidet sie in ihrer ausweglosen Strampelei.

Die scheiternden Gestalten in den Liedern des Georg Ringsgwandl tragen normalerweise keine Namen. Dafür hinterlassen sie Schatten. Sie heißen ?sie? oder ?die Leit?, allenfalls ?Der unscheinbare Verkaufsvertreter? oder ?Der Garten-Nazi?. In Ringsgwandls drit-tem Bühnenstück, dem ?Prominentenball?, der 2004 am Münchner Residenztheater ur-aufgeführt wurde, ist das anders. Da gibt Ringsgwandl den panischen Prominentenarzt Bernhard Mayer-Waldorf, der auch eine gewisse Schauspielerin Uschi Stahl zu kurieren hat, die an einer besonders perfiden Krankheit leidet, dem Alter.
Ein paar Jahre vorher schrieb er ?Ludwig II. Die volle Wahrheit?, eine Punkoper, die Ende 1998 an den Münch-ner Kammerspielen herauskam. Die Zuschauer rissen sich um die Karten, aber für die ?Zeit? war es nur eine ?halbe Sache?, ?weil Ringsgwandl einfach alles selbst machen wollte (und durfte): Text, Kompositionen, Bühne, Hauptrolle?.
Auf der anderen Seite umso verblüffender: Für sein neues Album ?Der schärfste Gang? hat Georg Ringsgwandl zwar die Texte geschrieben, natürlich auch die Grundstruktur der Musik (?Des is halt Blues und Rock, da kannst eh net viel erfinden?), aber die musikalische Autorenschaft hat man dennoch brüderlich durch vier geteilt, weil die Arrangements im Quartett in dieser Münchener Wohnung erarbeitet worden sind. Zwischen ?Staffabruck?, dem brillanten Egotrip von 1993, und ?Der schärfste Gang? liegen Welten ? und zwei Alben, die den Weg vom Einzelkämpfer zum Mannschaftsspieler illustrieren.
1996 erscheint zwischen zwei Musicals das grelle Werk ?Der Gaudibursch vom Hindukusch?, im Jahr 2001 folgt Ringsgwandls bis dahin stärkstes Album ?Gache Wurzn?, an zwei Tagen eingespielt in einer verkommenen Küche in Untersendling. Ein reifes Unplugged-Werk, in dem der Sänger mit der ihm eigenen Ironie das Groteske des Daseins auf den Punkt bringt: ?Im Gartenmarkt ist Torfmullzeit und trotzdem Unzufriedenheit?, heißt es da. Auf ?Der schärfste Gang? heißt es nun: ?Du bist a Mörderfrau.?
?Aber ich war damals um so vieles älter, ich bin jünger geworden seither?, sang Bob Dylan, als er sich noch in den Sechzigern von den Erwartungen eines zornigen Publikums an einen Sänger, der ein Protestsänger zu sein hatte, befreit hatte. Georg Ringsgwandl hingegen singt auf ?Der schärfste Gang?: ?Der Ringsgwandl hat?s verschissen?, obwohl er das gleiche wie Dylan meint. Er ist mit seinem neuen Album überraschend jung geworden. Er lässt Gitarren zum virtuos verschlampten Schlagzeug-Basss-Groove jaulen und dröhnen, und sich im Lyrischen rekeln, ohne sich an irgendwelche Trends anzubiedern.
Er macht, was er sich mittlerweile leisten kann zu machen: pure Lustmusik. Und der mitleidig liebende Sarkasmus des Doktors ätzt zwar immer noch, aber mittlerweile scheint dem Intensivmediziner das Pflaster-auf-Wunden-kleben fast ebenso viel Freude zu bereiten wie das hemmungslose Narbenaufreißen. Der Sänger träumt falschparkend von der sexy Politesse ?Vroni?, letztlich sucht er aber doch ?nichts exotisches, nur eine ,ganz normale Frau?.
Mit ?Der schärfste Gang? ist Georg Ringsgwandl dort angekommen, wohin er mit ?Das Letzte? losgezogen ist: Zwischen einer furios gemästeten Rock-`n`-Roll-Gitarre und der schwindsüchtig sich abstrampelnden Zither blitzt mitunter eine anarchische Form der Weisheit auf. Ringsgwandl muss sich also in Acht nehmen. Aber darin ist er geübt.

Quelle: Tobias Reitz - Manager Promotion-Online - SONY BMG Music Entertainment (Germany) GmbH

Udo Jürgens - Jetzt oder nie - live

Donnerstag, 17. August 2006

Seine Konzerte zu besuchen heißt sich in einen Rausch der Gefühle zu begeben: Udo Jürgens. Seine Tourneen sind europaweite Familientreffen mit Wunderkerzen und Evergreens, aber auch die neuen Klänge finden immer ihren Platz im Programm. Udos letztes Studioalbum “Jetzt oder nie” sprengte alle Erwartungen und chartete souverän in den Top 20 der deutschen Album-Bestenliste (Einstieg auf #14!). Das bedeutete den größten Verkaufserfolg seit 1978! Beste Vorzeichen also um mit diesen Titeln einmal mehr auf Hallentour zu gehen und gemeinsam mit der Pepe Lienhardt Band das Land zu rocken - und machmal auch zum Stillschweigen zu bringen.
Die Dokumentation dieses Triumphzuges liegt jetzt kompakt auf Doppel-CD vor: “Jetzt oder nie - live 2006″. Natürlich mit den bewegendsten Liedern der letzten Produktion (”Flieg mit mir”, “Verdammt in alle Einsamkeit”, “Bis ans Ende meiner Lieder”, “In allen Dingen lebt ein Lied” oder “Der Mann mit dem Fagott” zu seinem gleichnamigen Roman) und den Klassikern à la “Mit 66 Jahren”, “Ein ehrenwertes Haus”, “Aber bitte mit Sahne”, “Ich weiß, was ich will”, Liebe ohne Leiden” oder “Mercie Cherie”. Daneben stehen in jedem Jahr die Lieder, die sich nicht zu den größten Hits seiner Karriere entwickelt haben, die aber bei Udo-Fans unangetasteten Adels-Status erlangt haben: Das ergreifende “Der gekaufte Drachen”, das apokalyptische “5 Minuten vor 12″, das melancholisch-bewegte “Das wünsch ich dir” oder das niemals als Single erschienene “Ich war noch niemals in New York”, das sich damals seinen Weg über die Freiburger Studentenbewegung ins ganze Land gebahnt hat. Womit bewiesen wäre: Udo ist lebendige Geschichte. Allein seine legendäre Bademantel-Zugabe wäre schon eine Reise durchs halbe Land wert. Wer ihn nicht live erlebt hat, weiß nichts über den Zauber der Musik.
Quelle: Tobias Reitz Sony BMG

Udo Jürgens - Jetzt oder nie - live
2 CD 82876863742
VÖ am 01.09.2006
Abella Shop:

Titelliste:
CD 1
1. In allen Dingen lebt ein Lied
2. Jetzt oder nie
3. Bis ans Ende meiner Lieder
4. Flieg mit mir
5. Nach all den Jahren
6. Verdammt in alle Einsamkeit
7. Ich will - ich kann, I can - I will
8. Dass ich dich liebe, was geht es dich an?
9. Laster - Medley
10. Fünf Minuten vor 12
11. Ein ehrenwertes Haus (Die Leute)

CD 2
1. In allen Dingen lebt ein Lied (Orchester Opening)
2. Jetzt oder nie
3. Auch kleine Steine ziehen große Kreise
4. Frauen
5. Der gekaufte Drachen
6. Der Mann mit dem Fagott
7. Vielen Dank für die Blumen
8. Ich war noch niemals in New York
9. Hit - Medley
10. Mein Weg zu mir
11. Das wünsch ich dir
12. Merci chérie (Danke)
13. Mit 66 Jahren
14. Bademantel

Linktipps:
www.udojuergens.de
www.ariola.de

Udo Jürgens noch nie so wie jetzt: aktuelle Live Doppel-CD der Tournee 2006
Als Udo Jürgens unter dem Titel ?Jetzt oder nie? 2005 seine aktuelle Konzerttournee ankündigte, hat er den Nerv der Zeit einmal mehr zielsicher getroffen. Sowohl politisch als auch gesellschaftlich betrachtet, ist in der Zwischenzeit viel passiert, was mit der aufmunternden Aufforderung des gereiften Sängers interpretiert werden könnte. Selten waren Engagement und Wille für Veränderungen so gefragt wie heute. Und ein Fussballfest später wissen wir, dass sogar unter ungünstigen Voraussetzungen bei entsprechendem Einsatz das als unmöglich erscheinende plötzlich in Reichweite rückt. Es ist auch kein Geheimnis, dass sich Udo Jürgens mit der eigenen Liedzeile über private Probleme und Schicksalsschläge hinweghilft. Und dies offenbar mit Erfolg, denn der Musiker und Entertainer präsentiert sich auf der Live Doppel-CD der aktuellen Tournee mit grosser Präsenz und von seiner besten Seite.
Udo Jürgens geniesst als einer, der unbeirrt von vielen Hindernissen seinem langen Karriereweg geht und als sicherer musikalischer Wert für das Publikum grosse Sympathie und Anerkennung. Davon zeugen die vielen Standing Ovations und überschwenglichen Kritiken. Deshalb geriet das Motto ?Jetzt oder nie? im Laufe der Tournee immer mehr zum anerkennenden Umkehrschluss ?noch nie so wie jetzt? der Medien. So kommentierte die Süddeutsche Zeitung unter dem Titel ?Der Sonnenkönig? einen ?…fast dreistündigen Abend der vorbeirauschte wie aus dem Lehrbuch alter Entertainmentschule…? und weiter ?er ist nicht der grosse Exzentriker und nicht der Gedankenzerfurchte ? er ist der Sonnenkönig des deutschsprachigen Liedes: mit all seinen Lieben und Leiden ein armer Irrer wie wir alle, allein: mit was für einer Eleganz findet der Mann kleine Töne und knappe Gesten, wo seine vielen Nachfolger aus dem Show- und Schlagergewerbe immer nur kräftig auf die Pauke hauen. So einer ist nicht mit Marschmusik grossgeworden, sondern mit Jazz, und wenn man sich davon überzeugen will, muss man Udo Jürgens eben doch auf der Bühne gesehen haben.? Die Frankfurter Allgemeine Zeitung brachte es mit der Headline ?Er ist Deutschland ? Ein Sänger von Weltformat? direkt und schon beinahe ehrfurchtsvoll auf den Punkt.
Die aktuelle Live Doppel-CD präsentiert in der mehr als zweistündigen Konzertaufzeichnung einen gereiften Musiker und Sänger, der seine Musik über alles stellt. Der erstmals seit vielen Jahren wieder in dezentem Schwarz gehaltene grosse Konzertflügel steht für das konzertante Programm eines Klassikers, der in seiner Bühnenshow ganz ohne Effekthascherei auskommt. Dafür weiss er mit seiner sorgfältig zusammengestellten Werkschau zu überzeugen. Udo Jürgens hat es geschafft, die alten und neuen Lieder, vom Opening bis zu den obligaten Medleys mit seinen grössten Hits, so in massgeschneiderte Arrangements zu verpacken, dass sich dem Zuhörer immer wieder neue, spannende musikalische Liveaspekte offenbaren. Die 25 Titel samt Bademantel-Zugabe zeugen von des Sängers ernsthafter Absicht, die Menschen zu unterhalten, ihnen in einer schwierigen Zeit aber auch Mut zuzusprechen. Bei der über zweistündigen Konzertaufzeichnung geht Pepe Lienhard mit seinem Orchester so richtig in die Vollen: Eine Bläser- und eine Streichersektion sowie drei ChorsängerInnen sorgen neben der grundsoliden Rhythmussektion, den Gitarren und dem Keyboard für reichlich Hörspass mit stilistisch grenzüberschreitenden Ausflügen. Bei dieser Konzerttournee manifestiert sich klar, was sich bei der vorgängigen Solotournee bereits andeutete: Udos aussagekräftigen, poetischen und satirischen Lieder finden ihr Publikum in jeder Darbietungsform. Er ist einer der wenigen grossen Unterhaltungskünstler Europas, der sich als Komponist, Musiker und Interpret einen festen Stammplatz in den Ohren und Herzen eines alterslosen Publikums erobert hat, das sich stets erneuert.
Quelle: Sony BMG

Ivan Rebroff - die Doppel CD - 75 Jahre

Freitag, 14. Juli 2006

Ivan Rebroff und die russische Seele-Ivan Rebroff feiert am 31.07.2006 seinen 75sten Geburtstag und ist immer noch ein kulturelles Phänomen und inzwischen eine lebende Legende. Seine musikalische Bandbreite ist beeindruckend und reicht vom Musical über Volkslieder und Oper hin bis zum klassischen Lied und sakralen Gesängen.
“Ich habe eine russische Seele, ich bin der west-östliche Ivan? ? so sagt er über sich selbst und sein Herz schlägt für die russische Musik. “Ich kenne kein Volk, wo die Verbindung von Musik und Wesen so atemberaubend identisch ist wie in Russland?, so der Sänger mit dem griechischen Wohnsitz, der 1931 in Berlin geboren wurde.
Fragt man ihn nach seiner Heimat, antwortet er mit einer Anekdote: “Ich habe einmal einen jungen Chinesen, der aussah wie ein asiatischer Prinz, auf Englisch nach seinem Zuhause befragt?, sagt Rebroff. “Er hat mir auf sächsisch geantwortet, dass er mich nicht versteht.?

Seine Stimme beeindruckt schon früh
Schon während des Studiums an der Staatlichen Hochschule für Musik in Hamburg beeindruckt seine Stimme, die über sensationelle 41/2 Oktaven reicht. Nach seinem Studium wirkt er in verschiedenen Chören mit, unter anderem bei den Donkosaken und Schwarzmeerkosaken. In dieser Zeit entdeckt er seine Leidenschaft zu Liedern aus dem orthodoxen Russland und zu russischen Volksliedern. Es folgen verschiedene Theater-Engagements in Europa, doch der wirkliche Durchbruch für den Sänger ergibt sich eigentlich aus einem schmerzhaften Zufall. Während einer Aufführung von Jacques Offenbachs “Orpheus in der Unterwelt? reißt dem Künstler auf der Bühne die Achilles-Sehne. Rebroff muss die Arbeit am Theater vorerst beenden und nutzt diese Zeit, um sich auf seine erste Langspielplatte zu konzentrieren.
Eine Radiosendung und der Durchbruch
Kurz nach Erscheinen der Schallplatte wird daraus das Stück “Die Legende von den 12 Räubern? in einer französischen Radiosendung gespielt. Die Wirkung des Liedes ist unglaublich. Hunderte von Hörern rufen beim Sender an und erkundigen sich nach dem bislang in Frankreich unbekannten Sänger mit der phantastischen Stimme. Am nächsten Tag berichtet die französische Presse darüber und der Grundstein für die internationale Karriere ist gelegt. Innerhalb weniger Tage steigt sein Bekanntheitsgrad immens und Rebroff erhält u. a. das Angebot, in Paris am Theatre Marigny die Rolle des Milchmann “Tevje? in der französischen Version des Musicals “Anatevka? zu übernehmen. Ivan Rebroff nimmt an und diese Entscheidung bringt ihm Weltruhm ein. Über 1400 Vorstellungen in Folge werden gespielt und der Künstler Ivan Rebroff wird zum internationalen Star. Auslandstourneen, Engagements an den großen Bühnen der Welt, eigene TV-Shows, Kirchenkonzerttourneen und zwischenzeitlich 50 Goldene Schallplatten weltweit sind das Ergebnis.
Auf Welttournee
Auch heute noch ist der Künstler permanent auf Tournee unterwegs und gastiert mit rund 200 TV- und Konzertauftritten im Jahr in vielen verschiedenen Ländern weltweit. Ivan Rebroff verbindet östliche Instrumente mit seiner Musik und sieht seine Arbeit als einen Beitrag zur Völkerverständigung. 1985 wird er dafür mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Kurz darauf wird der Sänger von Michail Gorbatschow zu einer großen Tournee nach Russland eingeladen und dort feiert ihn das Publikum mit grenzenloser Begeisterung. Ebenso wie in Australien, Amerika und allen europäischen Ländern, wo er im Laufe seiner Karriere fulminante Erfolge bei seinen Tourneen feiern konnte.
Das vorliegende Doppelalbum “75 Jahre? ist eine Würdigung des Lebenswerkes dieses Künstlers und liefert einen Querschnitt durch sein Schaffen. Heute lebt der lebensfrohe Künstler auf der kleinen griechischen Insel Skopelos in einer Villa, die nach seinen Entwürfen entstanden ist. Die Einwohner der Insel haben ihn zwischenzeitlich zu ihrem Ehrenbürger ernannt. Dort findet er auch die Muße, an seinen Lebenserinnerungen zu schreiben und ist voller Energie für alles, was noch vor ihm liegt.
Quelle: Koch Universal
Aktuelles Album:
“75 Jahre”
Best.-Nr. DCD 1702455

Biografie Ivan Rebroff
· Geburtsdatum 31.07.1931

· Gesangsstudium durch Fullbright-Stipendium der Hansestadt Hamburg an der staatl. Hochschule für Musik

· 1. Preis des Bundesdeutschen Hochschulwettbewerbes

· Guinness-Buch der Rekorde: 4 1/2 Oktaven Stimme

· Solist der Donkosaken - Sergej Jaroff, sowie der Schwarzmeer- und Uralkosaken

· Verschiedene Theater-Engagements in Europa

· Durchbruch und Beginn seiner internationalen Karriere im Theater Marigny, Paris in der Rolle des Milchmann “Tevje” im Musical “Anatevka” (1476 Vorstellungen in Folge)

· Hauptrollen in diversen Theatergastspielen und Spielfilmen:
- “Der Barbier von Sevilla” von Gioacchino Rossini
- “Boris Godunov” von Modest Mussorgsky
- “Der Zigeunerbaron” und Wiener Blut” von Johann Strauß
- “Der Rosenkavalier” von Richard Strauss
- “Die Nase” von Dimitri Schostakowitsch
- “Der Bettelstudent” von Karl Millöcker
u.v.a.

· Ständige Präsenz als Stargast in den bekanntesten Rundfunk- und TV-Shows

· Moderation und Präsentation eigener TV-Unterhaltungsshows

· Verleihung des Bundesverdienstkreuzes in Würdigung seines Einsatzes für die Völkerverständigung zwischen Ost und West

· Ehrenbürger der griechischen Sporaden-Insel Skopelos, seinem Wohnsitz

· Mittlerweile weltweit 49 goldene Schallplatten, u. a. auch aus Südafrika, Australien, Neuseeland, Pazific-Archipel, USA, Kanada, Island und fast allen europäischen
Staaten.

· Tourneen weltweit, mit über 200 Auftritten jährlich (z. B. Europa, Rußland, Südafrika, Australien, Japan, USA, Philippinen, Neuseeland …)

· Vielfältige Konzertprogramme:
- Kirchenkonzerte mit klassisch-sakraler Musik
- weltliche Auftritte in Konzerthallen mit gemischtem Programm
- Gala-Auftritte

Quelle: Koch Universal

Ivan Rebroff auf Tournee

2006
07.08.2006 CH-Lugano, Chiesa Sacro Cuore, 20.30 h
08.08.2006 CH-Bellinzona, Collegiata, 20.30 h
09.08.2006 CH-Disentis/Mustér, Kath. Kirche, 20.00 h
11.08.2006 D-36364 Bad Salzschlirf, Kulturkessel-Lindenstraße, 20.00 h
12.08.2006 D-99634 Werningshausen, Klosterkirche Sankt Wigberti, 19.00 h
14.08.2006 D-32052 Herford, St. Johannkirche, 20.00 h
15.08.2006 D-37269 Eschwege, Marktkirche St. Dionys, 20.00 h
16.08.2006 D-36199 Rotenburg, Stiftskirche, 20.00 h
17.08.2006 D-99510 Apolda, Lutherkirche, 19.30 h
18.08.2006 D-98716 Geschwenda, Nikolaikirche, 19.30 h
19.08.2006 D-14467 Potsdam, Erlöserkirche, 20.00 h
20.08.2006 D-39590 Tangermünde, St. Stephan Kirche, 18.00 h
26.08.2006 D-01705 Freital, Lutherkirche, 19.00 h
27.08.2006 D-07586 Kraftsdorf, Evangelische Kirche, 18.00 h
29.08.2006 D-38899 Hasselfelde, Kirche St. Antonius, 19.30 h
30.08.2006 D-99974 Mühlhausen, Marienkirche, 19.30 h
01.09.2006 D-09559 Freiberg, Kirche St. Nicolai, 19.30 h
02.09.2006 D-08468 Reichenbach/Vgl., Kirche St. Trinitatis, 19.30 h
03.09.2006 D-36266 Heringen, Evangelische Stadtkirche, 19.00 h
04.09.2006 D-33014 Bad Driburg, Pfarrkirche St. Peter und Paul, 19.30 h
05.09.2006 D-35066 Frankenberg/Eder, Kirche St. Maria Himmelfahrt, 19.30 h
06.09.2006 D-97708 Bad Bocklet, Kath. Pfarrkirche St. Laurentius, 19.30 h
10.09.2006 B-Eupen, Pfarrkiche St. Josef, 17.00 h
18.-31.10.2006 Frankreich Tournee geplant.
02.11.2006 CH-Flüelen, Pfarrkirche Herz-Jesu, 20.00 h
03.11.2006 CH-Weggis, Kath. Pfarrkirche St. Maria, 20.00 h
04.11.2006 CH-Hitzkirch, Pfarrkirche St. Pankratius, 20.00 h
05.11.2006 CH-Lachen, Kath. Pfarrkirche Heiligkreuz, 20.00 h
06.11.2006 CH-Aadorf, Kath. Kirche, 20.00 h
07.11.2006 CH-Murten, Reformierte Kirche, 20.00 h
08.11.2006 CH-Herzogenbuchsee, Reformierte Kirche, 20.00 h
09.11.2006 CH-Bex, Temple, 20.00 h
11.-21.11.2006 Frankreich Tournee geplant.
23.-26.11.2006 Konzerte in Belgien, Termine werden noch bekannt gegeben.
29.11.2006 D-Berlin, Marienkirche, 20.00 h
03.12.2006 D-15295 Groß Lindow, Ev. Kirche, 20.00 h
04.12.2006 D-15907 Lübben, Paul-Gerhard-Kirche, 19.30 h
07.12.2006 D-19053 Schwerin, Schelfkirche, 20.00 h
08.12.2006 D-17033 Neubrandenburg, Konzertkirche, 20.00 h
14.-16.12.2006 Konzerte in Österreich, Termine werden noch bekannt gegeben.
17.12.2006 A-Wien, Votivkirche, 18.00 h
TV:
29.07.2006 ARD, ?Herzlichen Glückwunsch?, 20.15 h
06.08.2006 rbb, ?Vorhang auf, das Jahr 1969?, 20.15 h

2007
02.01.2007 D-63065 Offenbach, Sankt Marienkirche, 20.00 h
03.01.2007 D-66538 Neunkirchen/Saar, Herz Jesu Kirche, 20.00 h
04.01.2007 D-66606 Sankt Wendel/Saar, Sankt Anna Kirche, 20.00 h
05.01.2007 D-41236 Mönchengladbach-Rheydt, Sankt Marien Kirche, 20.00 h
06.01.2007 D-52068 Aachen, Sankt Fronleichnam Kirche, 20.00 h
07.01.2007 D-45327 Essen-Katernberg, Evangelische Kirche, 18.00 h
09.01.2007 D-52249 Eschweiler, Sankt Peter und Paul Kirche, 20.00 h
10.01.2007 D-47445 Moers, Sankt Ida Kirche, 20.00 h
11.01.2007 D-45549 Sprockhövel, Evangelische Kirche, 20.00 h
12.01.2007 D-42287 Wuppertal-Barmen, Lutherkirche, 20.00 h
13.01.2007 D-59821 Arnsberg, Propsteikirche Sankt Laurentius, 20.00 h
14.01.2007 D-41379 Brüggen-Bracht, Sankt Maria Himmelfahrt Kirche, 18.00 h
15.01.2007 D-41747 Viersen, Sankt Remigius Kirche, 20.00 h
23.12.2007 I-39037 Maranza, Veranstaltungshalle, 14.30 h

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Wer hätte es geahnt Annett Louisan heimlich verheiratet

Dienstag, 11. Juli 2006

Die Sängerin Annett Louisan, die als eiserner Single gilt, ist seit einem Jahr heimlich verheiratet mit Gazi Isiktil (25). “Ich verstecke meinen Mann nicht, sondern respektiere seinen Wunsch, nicht in der Öffentlichkeit stehen zu wollen”, sagte die 26-Jährige der Zeitschrift “Bunte”. Weil sie keine Zeit für die Wohnungssuche habe, lebten sie immer noch in ihrer 25 Quadratmeter großen Studentenbude in Hamburg. Zärtlichkeit und Sex seien für sie sehr wichtig. Konflikte auf Grund der türkischen Herkunft ihres Mannes gebe es bei ihnen nicht. Gazi sei zwar in der Türkei geboren, aber sehr europäisch erzogen worden. “Und ich liebe die türkische Kultur, spreche sogar ein bisschen Türkisch”, so Louisan.
(c) dpa

Janna “Liebe ist”

Dienstag, 06. Juni 2006

Janna ist ein neuer Name in der Schlagerszene, aber ein Name, den man sich merken muss. Janna hat eine wunderschöne und einprägsame Stimme, eine Stimme, die man immer wieder erkennt. Ihre Debüt-Single “Liebe ist” ist ein schöner Song zum Zuhören, ein Titel, der bestimmt in vielen Rundfunksendungen laufen wird. Es klingt wirklich gut, wenn Janna beschreibt, was für sie Liebe ist. Auf der CD noch ein zweiter Song “das ist nicht fair”, der zum Tanzen einlädt, so gibt Janna sofort einen Einblick in ihre Vielseitigkeit.
Ute Brüning
2005 legte die charmante Sängerin JANNA ein bravouröses Examen als Deutsch- und Musiklehrerin ab. Schon als Studentin mit dem Hauptfach Gesang konnte sie mit der Gruppe “Kielwater” Radio- und Fernseherfahrungen sammeln in Sendungen wie “Lieder so schön wie der Norden” oder “Bremer Hafenkonzert”, beim WDR und SWR. Sie war Hauptstimme der Coverband “Loud Greetings”, war Solistin in einem Soul-Gospel-Pop Chor und auch Solistin bei der Bädertour.
Nun hat Janna ihre erste Solo-CD bei TOI TOI TOI - RECORDS veröffentlicht. Dass aber eine so junge und überaus intelligente Frau fragt, was “LIEBE IST?”, überrascht zunächst einmal. Doch wenn man diesem gefühlvoll arrangierten Titel und ihrer wunderschönen Stimme lauscht, merkt man schnell, dass Janna selbst in diesem Song die Antwort findet. Gleich in der ersten Zeile des Refrains heißt es LIEBE IST, WENN DU AUCH MEINE SCHWÄCHEN MAGST. Ist es nicht beruhigend zu wissen, dass auch eine so vielseitige und intelligente junge Frau von Schwächen spricht?
www.toi-records.de

Diverse Interpreten SZ-Diskothek 1981 Ein Jahr und seine 20 Songs (CD u. Buch)

Dienstag, 11. April 2006

1981 war jenes denkwürdige Jahr, in dem sich der Verfasser dieser Zeilen erstmals in seinem jungen Dasein intensiver und gezielter mit angesagter, zeitgemäßer Populärmusik auseinandersetzte und er deshalb vollständig eintauchte in die verwirrend-anregende Glitzerwelt der unterschiedlichsten Rhythmen, Melodien, Stilrichtungen, textlichen und musikalischen Aussagen ? ein Genre, das heutzutage, ein Vierteljahrhundert später, den soliden Hauptteil seines beruflichen Schaffens ausmacht. 1981 war gleichbedeutend mit der ersten ?ZDF-Hitparade?, die sich der knapp zehnjährige Holger, ohne sich die Erlaubnis seiner kulturell erzkonservativen Eltern eingeholt zu haben, eines schönen Montagabends heimlich im Fernsehen zu Gemüte führte, der ersten vom eigenen Taschengeld erworbenen Shakin?-Stevens-Platte, dem ersten ?Super 20?-Hitsampler, den der Rezensent als Belohnung für ein gutes Sommerzeugnis nach Abschluß der vierten Klasse geschenkt bekam, oder den ersten Popstar-Postern an der Wand des Kinderzimmers, die er sich mittels auf grauen Pappplakaten aufgeklebter, vorher penibel aus der TV-Zeitschrift ?Funk Uhr? ausgeschnittener Musiker-Bildchen eigenständig kreiert hatte.
Über genau diese spannungsgeladene Zeitspanne informiert die aktuelle Ausgabe der insgesamt 50teiligen CD-im-Buch-Serie ?SZ-Diskothek ? Ein Jahr und seine 20 Songs?. Sie kam am 24. März diesen Jahres auf den Markt und beinhaltet, wie gewohnt, ein einführendes Essay, ein paar farbenfrohe Abbildungen zeitgeistrelevanter Personen und Ereignisse (diesmal u.a. von der ?Dallas?-Fernsehfamilie, dem ägyptischen Staatspräsidenten Hosni Mubarak oder der legendären Werbetafel des Eisherstellers ?Langnese?, auf der, zwischen ?Ed von Schleck?, ?Nogger?, ?Dolomiti?, ?Capri? oder ?Cornetto Erdbeer?, sämtliche gefrorene Kinderträume zu sehen waren, für deren Erhalt wir unsere Eltern in jenen Tagen, Sommer für Sommer, beknieten), sowie ? selbstverständlich ? eine rund 75minütige Silberscheibe, auf der die von einem siebenköpfigen Redaktionsteam eruierten 20 wichtigsten Songs des Jahres 1981 versammelt wurden.
1981 tat sich wahrlich eine Menge im nationalen wie internationalen Popgeschehen ? und all dies stürzte nun ohne Vorwarnung, gleichsam in vollster Wucht und Pracht, auf den kindlichen Verfasser ein, der zuvor nur betagte Jazz-, Schlager- und Musicalplatten aus dem Bestand seines Vaters gehört hatte. Der Hitparaden-Hauptstrom war durchsetzt von unsäglichen Nachzüglern der Discowelle (z.B. Bernie Paul, Peter Kent, ?Goombay Dance Band?, ?Ottawan?), leichtfüßig-fröhlichem Hollandpop (?A La Carte?, ?Dolly Dots?, ?Doris D. & the Pins?), und bitterstem Trash (?Electronica?s?, Joe Dolce, ?Fred Sonnenschein?, Gottlieb Wendehals). Die massenkompatiblen Idole der vorherigen Dekade lösten sich entweder auf (?Smokie?), gerieten zunehmend ins Hintertreffen (?Boney M.?), verschwanden spurlos von der Bildfläche (Suzi Quatro), kündigten verschlüsselt ihren Rückzug aus der Showszene an (?ABBA?) oder kamen in den Stimmbruch (?The Teens?). Die aus der Mode- und Musikwelt Großbritanniens aufs Europäische Festland herüberschwappende New-Romantic- und New-Wave-Bewegung hinterließ frühe Eindrücke nun auch in unseren Breitengraden; insbesondere coole Blitzkids und Popper bundesdeutscher Ausprägung goutieren feudale Synthesizerfreaks wie ?Ultravox?, ?Spandau Ballet?, ?Visage?, ?Soft Cell? oder ?Duran Duran?. Die Anzeichen eines konsequenten Durchstartens der 1978/79 im Untergrund entstandenen Neuen Deutschen Welle (NDW), heraus aus obskuren Punkclubs, verschrobenen Intellektuellenzirkeln und dauernachdenklichen Kreisen weltschmerzender Weltfremder, hinein in die bunten Gefilde von Charts, ?BRAVO? und Radio-Tagesprogramm, wurden immer deutlicher (?Rheingold?, ?Fehlfarben?, Joachim Witt, ?Ideal?). Der traditionelle deutsche Schlager verabschiedete sich von greller, oft nervtötender Schenkelklopfer-Fröhlichkeit und sinnleerem Liebesgefasel und zeigte sich plötzlich kühl-erotisch (Roland Kaiser), hoffnungslos-düster (Howard Carpendale), zurückhaltend-melodieorientiert (Hanne Haller) oder urban-elitär (Udo Jürgens) ? vor allem zog in die Leichte Muse einheimischen Zuschnitts immer unumkehrbarer die zeitnahe Technik in Form von Synthesizern und Schlagzeugcomputern ein.
All dies war Diedrich Diedrichsen, seines Zeichens in Berlin lebender Popkritiker und ?theoretiker mit Lehrstuhl an der Stuttgarter Merz-Akademie, viel zu profan, seicht, erdverbunden und rustikal. In seinem Essay ?Und langsam nahen die Kaschmirpullis?, das auf neun Seiten die 81er-Ausgabe von ?SZ-Diskothek ? Ein Jahr und seine 20 Songs? einleitet, schwadroniert der verquere Genius über Erinnerungen an Provinzauftritte weitgehend unbekannter britischer Underground-Acts, wie z.B. der ?Pop Group? oder der ?Slits?, resümiert, daß 1981 letztlich jene Ära dargestellt habe, in der amerikanischer wie europäischer Funk sich im Massengebrauch etablierten, schwärmt von manch geläufigeren ? ?Mania D.?, ?Östro 430?, ?Au-Pairs?, ?Cramps?, ?Unknown Gender? ? wie auch nur unter Spezialisten eine gewisse Bedeutung aufweisenden - ?Delta 5?, ?Girls At Our Best?, ?Y Pants? oder ?Bush Tetras? - Bandprojekten, die ?ganz oder überwiegend von Frauen bestimmt? wurden. Garniert, wie regelmäßig in Diederichsen?schen Auslassungen, mit einer Unzahl von schrillen Fremdworten, hochgestochenen Phrasen und pseudointellektuellem Schnickschnack, sinniert der in erster Linie durch seine 15 Jahre währende Tätigkeit im Redaktionsstab des snobistischen Independent-Magazins ?Spex? jenseits des Elfenbeinturms überhaupt wahrgenommene Autor über all dasjenige, was 1981 vermutlich nur eine ganz kleine und zugleich ultraradikale, wenn nicht gar scheuklappenbehaftete Minderheit von Poprezipienten näher beschäftigt hatte. Doch trotz all seiner deftig ausgelebten Vorliebe für das Unter- bzw. Hintergründige, Hitparadenferne und Abgehobene im globalen Musikgeschehen, muß selbst eine sich als unangreifbar einstufende Koryphäe unter den Musikgeschichtlern, wie der gebürtige Hamburger allenthalben eine darstellt, eingestehen, daß sich gerade 1981 mehr und mehr Nischen-Hörer nach nichts anderem sehnten, als nach schöngeistiger, schwelgender, melodiebetonter Popmusik ? ein Wunsch, der ein Jahr später, ergo 1982, tatsächlich in aller Form - Stichworte: ?Depeche Mode?, ?XTC?, ?Orange Juice?, ?ABC?, ?Squeeze?, ?Scritti Politti?, ?Teardrop Explodes? etc - erfüllt werden konnte.
Was vorliegendes Musikprogramm aus 1981 betrifft, so gewinnt der Beobachter schnell den Eindruck, als sei es den Redakteuren, welche die Songs für die dem 80seitigen Büchlein beigefügte CD auswählten, äußerst schwergefallen, Treffliches, Passendes, Erinnerungswertes, Unumgängliches bezüglich der musikalischen Entwicklung des hier beschriebenen Jahrgangs zu finden. Eine stilistische Grundlinie ist auf der CD keinesfalls auszumachen. Von Neo Jazz, über Rap, Chanson, NDW, Funk, Folkgeschrammel und New Wave ist vieles dabei. Nicht alles steht jedoch eindeutig, zweifelsfrei und unwiderruflich für das Popjahr 1981.
Ohne Frage einen phänomenalen Einfluß hinsichtlich des oftmals materialistisch-technokratischen Denkens, Fühlens und Handelns vieler schnieker junger Menschen in den 80ern, wies die positive Dekadenz des gänzlich zu unrecht als Konglomerat substanzloser Teeniepopper verschrienen Quintetts ?Duran Duran? auf, das im Frühsommer 1981 sein selbstbetiteltes Debütalbum präsentierte, auf dem der charismatische Sänger Simon Le Bon und seine gutaussehenden Begleiter die Aggressivität und Hektik des Punk mit der Eleganz und Geschmeidigkeit schwarzer Funksounds verbanden und durch dieses Treiben als eigentliche Gründungsväter der New Romantics in die Annalen eingingen. Der aufreibende, hysterische Poprocker ?Girls on Film? beginnt mit dem klickenden Geräusch von Kameras und ist, laut Le Bon, als ?tiefschürfende Kritik an der Ausbeutung der Frau in der Werbung? zu verstehen. Das vom schrulligen Querkopf und edlen Bryan-Ferry-Kopisten David Sylvian geleitete Projekt ?Japan? gilt, ebenso wie die ?Duranies?, als Wegbereiter ebengenannter Mode- und Musikrichtung. Dessen zurückhaltend bis minimalistisch instrumentierter, unterkühlter, dadurch etwas hochnäsig wirkender Ambient-Dancepop ? hier vertreten mit der beschaulich-betulichen Top-5-Single ?Ghosts? - wurde anfangs zuvorderst von kulturell beflissenen Feinschmeckern als Avantgarde britischer Popbrillanz gelobt. Als ?Japan? immer häufiger von den hitparadenhörigen Teenagern für sich vereinnahmt wurden, erklärte der scheue Sylvian seine Band Mitte 1982 auf dem Höhepunkt ihres Erfolges für aufgelöst. Rüde, rauh und romantisch in einem gaben sich die aus London stammenden, straighten Gitarrenrocker ?Psychedelic Furs? zu erkennen. Kunststudent Richard Butler und die Seinen sahen ihre Vorbilder in David Bowie, ?Roxy Music? oder ?The Velvet Underground? und transferierten deren genialische Mischung aus Morbidität und Glamour in gleichermaßen drastischem wie hochemotionalen Kontext ins Umfeld der beginnenden 80er. Der hymnische, drängende, ausgereifte Ohrwurm ?Pretty in Pink?, dessen Erstveröffentlichung 1981 vonstatten ging, wurde so stark mit dem Fluidum des kühlen Dezennium identifiziert, daß man ihn fünf Jahre später, jedoch in einer poppigeren, weicheren, saxophongeführten Version, als titelgebendes Thema für eine typische 80er-Teenagerkommödie nutzte. Den stets mürrisch dreinblickenden Finsterlingen von den ?Stranglers? hatte niemand so recht zugetraut, in der Lage zu sein, ein klassisches, sanftes, wohltönendes Liebeslied zu verfassen. So überraschten die Punk-Dunkelmänner um Hugh Cornwell (voc) und Jean-Jacques Burnel (b) 1981 mit einem ganzen Album voller balladesker, synthilastiger, beinahe zuckersüß anmutender Klangspielereien in verhaltenem Tempo. Einträglichste Single aus ?La Folie? war der rhythmisch komplexe Psycho-Walzer ?Golden Brown?, der besonders durch seine schwierigen Taktwechsel und die bedächtig eingesetzten, instrumentellen Passagen auf dem sonst völlig rockfremden Cembalo betörte, in Großbritannien den zweiten Rang der Hitlisten einnahm und sich auf diese Weise als größter Hit der Band Zeit ihres Bestehens herausstellte, denn die Spitzenposition eroberten die ?Stranglers? in ihrer Heimat niemals. Hierzulande verblieb ?Golden Brown? zwar auf einem unglücklichen 63. Platz, lenkte so aber zumindest erste Aufmerksamkeit der bundesdeutschen Popkids auf die in den Folgejahren fortlaufend grazileren, sachteren Klangspielereien der ?Würger?. Die fröhlich-melancholischen, spezifisch britischen Ska/Pop-Melangen der im Londoner Stadtteil Camden Town ansässigen Chaotentruppe ?Madness? zählten gleichfalls zu den wichtigsten und aufrüttelndsten Exponaten der so vielfältigen Gemengelage aus New Wave, New Romantic und lieblichem ?Pure Pop?. Im Anschluß an ihre Hit-LP ?Absolutely?, aus der alleine vier Top-10-Singles ausgekoppelt worden waren, ließ Labelchef Dave Robinson seine gefragten Schützlinge zum ersten Mal in ihrer Karriere eine Fremdkomposition einspielen. Der sanfte, harmlose, aber unendlich eingängige Popschunkler ?It must be Love? war schon 1971 ein kleiner Hit für den Folkbarden Labi Siffre gewesen. ?Madness? hauchten dem lieblichen Schmankerl im Frühjahr 1981 auf überaus sympathische Weise neues Leben ein: Abermals ein Top-5-Erfolg für seine Interpreten, dem allerdings kein Platz im Repertoire des nächsten regulären ?Madness?-Opus eingeräumt wurde, so daß er es erst elf Jahre später auf einen Longplayer der Band, den Best-of-Sampler ?Divine Madness?, schaffte. Molltönende, tiefschwarze Romantik verbreiteten 1981 die metallischen Gothicrocker ?Siouxsie & the Banshees?, die von ihrem Manager als ?existentialistisch eingedüstertes Gegenbild zur fröhlich blondierten Unschuld? der niedlich-naiven US-Popwaver ?Blondie? aufgebaut wurden und noch heute, mit immer wieder neuen Perlen im Gepäck, durch die Lande touren (?Arabian Knights?), während Punkikone Iggy Pop auf Wunsch seiner damaligen Plattenfirma Arista für den US-Markt zu einem radiotauglichen, pflegeleichten Mainstream-Waver umerzogen werden sollte, der die roh-aggressive Attitüde seiner frühen Jahre gegen die eines gediegenen Rockarbeitstieres für die ganze Familie einzutauschen hatte, und im für ?SZ-Diskothek ? Ein Jahr und seine 20 Songs? ausgegrabenen, zickigen Liebeslied ?Pumpin? for Jill? problemlos an freundlich-abgeklärten Power Pop der Sorte ?The Knack?, ?The Motors? oder ?The Cars? gemahnt. Die melodieverliebte Popästhetik der Süd-Londoner Nette-Jungs-Gemeinschaft ?Squeeze? blieb (leider) ausschließlich ein ? wenn auch sehr sympathieerregendes - Randgruppenthema (?Is that Love?), die sozialkritische Punk/Ska-Big-Band ?The Specials? feierte mir ihrer allerletzten 45er ?Ghost Town? ? der widerspenstige Düster-Reggae ist hier sogar im über fünfminütigen Maximix vertreten ? einen fundamentalen Abschiedserfolg, bevor Sänger Terry Hall und zwei weitere Mitstreiter die Truppe verließen und die skurrile New-Romantic-Combo ?Fun Boy Three? ins Leben riefen, während Schlagzeuger Jerry Dammers zwei Jahre später mit der überambitionierten Nachfolgeorganisation ?The Special AKA? am eigenen Anspruch scheiterte. Die auf Jamaika geborene Pfarrerstochter Grace Jones arbeitete zunächst als Model, ehe sie Mitte der 70er Jahre ihre ersten Disco-Scheiben aufnahm, die aber kaum Niveau aufwiesen bzw. Bleibendes in sich trugen. Als sich die schwarze Schönheit stilistisch einem ?karibischen Flair mit kühlem Electrowave-Einschlag? öffnete und ein androgynes Image zulegte, entstand die unvergeßliche Synthiorgie ?Night Clubbing?, aus der der klirrendkalte, schier hypertroph-opernhafte Techno-Tango ?I?ve seen that Face before? als erste Single auserkoren wurde und so neue Trends im diskothekengerechten Wave-Pop setzte.
Am Rande des New-Wave-Spektakels war Ende der 70er Jahre ein fulminantes Rock?n?Roll- bzw. Rockabilly-Revival ausgebrochen. Dieses zelebrierten leichtfüßigere, verkaufsträchtigere Acts wie ?Matchbox?, ?Coast to Coast?, ?Rocky Sharpe & the Replays? oder unser aller ?Shaky? bravourös in den Mainstream-Charts. Die US-amerikanischen ?Stray Cats? etwa reanimierten dagegen originalgetreuere, echtere Rockabilly-Klänge und sprachen somit auch Puristen aus dem Herzen. Von Gitarrenlegende Dave Edmunds produziert, erzielte das aus Brian Setzer (voc, git), Lee Rocker (b) und Schlagzeuger Slim Jim Phantom bestehende Trio, zwar nicht in seiner Heimat, dafür aber umsomehr in Großbritannien einen Hit mit dem jazzigen Rock?n?Roll-Shuffle ?Stray Cat Strut?.
Der Soul-, Rap- und Funkszenerie des Jahres 1981 huldigen auf ?SZ-Diskothek ? Ein Jahr und seine 20 Songs? das fünfköpfige Ensemble ?Funky 4 plus 1?, das auf dem sagenumwobenen Ghettolabel Sugar Hill Records das schnittige Hip-Hop-Frühwerk ?That?s the Joint? einspielte, der farbige Soulcrooner Luther Vandross, dem die verantwortlichen SZ-Redakteure gar die ?coole Eleganz? eines Nat ?King? Cole zuschreiben (?Never too much?) oder der brachiale Funkanarcho Rick James, dessen tanzwütiger Hymnus ?Super Freak? nicht nur die rhythmische Grundlage für Falcos 82er-Klassiker ?Der Kommissar? bot, sondern darüber hinaus 1990 unter dem Titel ?U can?t touch this? zu einem teenagerkompatiblen Discohit für Sandkasten-Rapper ?MC Hammer? avancierte.
Obwohl die SZ-Macher bislang muttersprachlichem Liedgut niemals allzu viel Raum im Rahmen hier erörterter Popanthologie zuerkannten, finden sich auf der 81er-CD sogar gleich ganze drei (!) Lieder aus deutscher Manufaktur. Klar, die NDW war in jenem Jahr drauf und dran, alles, was die nationale Popszene zuvor gekennzeichnet hatte, in Frage zu stellen, umzuwerfen, neu auszurichten, so daß selbst der internationalste, kosmopolitischste ?vaterlandsloseste Geselle? unter der hiesigen Journaille eingestehen mußte, daß künftig populäre deutsche Klänge kein Hinterzimmer-Dasein mehr führen würden. Aus der zweiten ?Ideal?-LP ?Der Ernst des Lebens? fand so die zynische Liebeserklärung ?Erschießen? den Weg auf vorliegende CD-Kompilation, was außerdem ?Fred vom Jupiter? vermochte, jenes genial-banale Melodiechen, das 1980 vom damals gerade 14jährigen Hamburger Pennäler Andreas Dorau für ein Unterrichtsprojekt seiner Gesamtschulklasse ersonnen worden war und sich ein Jahr darauf zu einem der ersten realen Singlehits der kommerzielleren NDW-Schiene entwickeln sollte. Ganz und gar nicht jenem zum Schluß nur noch marktgerecht aufbereiteten Hype zuzuordnen war der Osnabrücker Germanistik- und Philosophiestudent Heinz Rudolf Kunze, ein schüchterner, verklemmter Durchschnittstyp mit stark ausgeprägter Abneigung gegen allen schnellebigen Zeitgeist. Der hochtalentierte Sänger und Pianist hatte im November 1980 Dank der achtminütigen ?Bestandsaufnahme?, in der er sarkastisch und phantastisch ausformuliert mit der inzwischen arrivierten und verfetteten 68er-Generation abrechnete, das ?Pop-Nachwuchs-Festival? in Würzburg für sich entschieden, was ihm zu einem Fünf-Jahres-Vertrag bei der Hamburger WEA verhalf. Dort erschien ein Jahr später sein ? noch recht sprödes, teilweise unentschlossen wirkendes ? Debütalbum ?Reine Nervensache?, das mit textlastiger Gesellschaftskritik a?la ?Balkonfrühstück?, ?Abstinenzler? oder ?Für nichts und wieder nichts? bereits ein paar zeitlose Perlen aus der spitzen Feder Kunzes hervorbrachte, die heutzutage längst als unverrückbare Höhepunkte deutscher Rockmusik gelten. Das ungewohnt fröhliche, jazzige Schlagerchen ?Wir leben alle im Erdgeschoß? ? nicht unbedingt die beste Stellungnahme aus Kunzes LP-Erstling ? suchten die SZ-Redakteure für die 81er-Ausgabe ihrer CD-Serie aus. Was aber die krude Jazz-Combo ?The Lounge Lizards? (?Harlem Nocturne?) mit dem allgemeinen Popdenken des Jahres 1981 zu schaffen hatte, wieso Paolo Contes nur mehr niedliches Swing-Chanson ?Via Con Me? nun unbedingt zeittypisch für hier analysierte zwölf Monate gewesen sein soll bzw. welche Fragmente Bob Dylans Nörgel-Gospel ?Every Grain of Sand? zum unvermeidlichen musikalischen Zeitdokument jenes Jahrgangs ausgestalten, bleibt dem interessierten Hörer jedoch vollkommen verschlossen. Es scheint so, als hätten die Verantwortlichen hier rein subjektiv ihre allerpersönlichsten Favoriten der von ihnen kompilierten Silberscheibe hinzugefügt ohne, daß diese irgendeine Art von historischer Relevanz in Bezug auf das vorzustellende Zeitalter aufweisen. Davon abgesehen bietet ?SZ-Diskothek ? 1981 ? Ein Jahr und seine 20 Songs? aber eine gründlich recherchierte, vielleicht ab und zu etwas undurchsichtige bis planlose Zeitreise in die vielschichtige künstlerische Ära ein Vierteljahrhundert vor dem Hier und Jetzt, der allerdings nicht selten eine durchwegs erkennbare rote Linie fehlt.
(Holger Stürenburg, 09./10. April 2006)