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Schlager – Seine Entstehungsgeschichte

Dienstag, 17. Juni 2008

Schlager Seine EntstehungsgeschichteDie Geschichte des „Schlager“ ist sehr umfang- und facettenreich. In diesen Artikel werden nur grundlegende Sachverhalte dieses Begriffes der Musikgeschichte besprochen.

Als Schlager werden leicht verständliche von Instrumenten begleitete Gesangsstücke mit wenig anspruchsvollen, oftmals humoristischen oder sentimentalen Texten bezeichnet. Der Schlager ist theoretisch ein einfaches verständliches Lied. Auch kann dieser volkstümliche Züge haben. Markant sind dessen einfache Texte, die diesen durchaus auch zum Evergreen werden lassen.

Mit Beginn der 40er Jahre des vergangenen Jahrhunderts bekam dieser auch andere musikalische Einflüsse zu spüren.

Die ersten Vorläufer des Schlagers finden sich nachweislich im Mittelalter wieder. Dort gab es einfache scherzhafte und derbe Lieder, die im einfachen Volk kursierten. Die erste Verbreitung in Europa gab es mit der Einführung des Notendrucks ab dem 16. Jahrhundert.

Der eigentliche Begriff des Schlagers, wie er heutzutage Verwendung findet entstand am Ende des 19. Jahrhunderts.

Sowohl die damalige Erfindung des Grammofons als auch die entstehende Filmindustrie trugen sehr schnell zu seiner Verbreitung bei. Allerdings stellt dieser durch seine Schnelligkeit eher ein Industrieprodukt, als ein Kunstwerk dar.

Der Schlager wird für ein Massenpublikum und dessen emotionale Bedürfnisse produziert. Er sollte in seiner Struktur singbar, tanzbar und eingängig sein. Der Hörer sollte diesen an Hand einer einfachen Melodie schnell wieder erkennen.

Die Definition des Schlagers ist allerdings in der heutigen Zeit nur noch bedingt und schwer nachvollziehbar. Schlager, die in der breiten Masse der Bevölkerung ankamen, diese gibt es Heute nur noch selten, denn der Musikgeschmack ist wesentlich differenzierter und beeinflussbarer geworden. Allerdings gibt es diesen dafür jetzt für verschiedene Musikstilrichtungen, so unter anderem auch für Volksmusik- und Popliebhaber.

Die ersten deutsprachigen Schlager findet man in den Operetten des Jahres 1900 in Wien wieder. Auch gab es diese in Berlin. Dort gab es regelrechte Gassenhauerkompositionen. Zu den bekanntesten Schlagerkomponisten jener Zeit gehört Paul Lincke. Einige seiner Lieder blieben über Jahrzehnte hinweg große Hits, wie zum Beispiel „Das ist die Berliner Luft“. Diese wurden durch den Tonfilm einer breiten Masse der Bevölkerung zugänglich gemacht. Große Popularität erreichten Schlager wie „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“.

Dann kam das Dritte Reich und damit die politische Einflussnahme auch auf den Schlager. Zum einen wurden bestimmte Texte verboten und zum anderen fielen Künstler und Komponisten den Rassegesetzen des Jahres 1935 zum Opfer. Es war das Ende fragwürdiger frivoler Texte.

Der Schlager wurde in die Propaganda integriert. Zur gezielten Verbreitung diente der Volksempfänger der Nazis die „Goebbelsschnauze“.

Jüdische Künstler erhielten Auftrittsverbot und verschwanden nicht selten in den Konzentrationslagern ohne Wiederkehr. Andere Künstler arrangierten sich mit dem System und wurden somit zu Propagandaträgern jener Zeit. Namen wie Marika Rökk oder Johannes Hesters stehen dafür. Zum Ende des Krieges wurden der Bevölkerung Mut machende Texte lanciert. So kam es zu Titeln wie „Ich weiß, es wird einmal ein Wunder geschehen“.

Aber in diese Zeit fiel auch der wohl berühmteste Schlager, der Welthit überhaupt „Lili Marleen“. Dieser musikalische Militär - Epos hat es nach einigen Querelen in Zusammenhang mit der Sängerin Lale Andersen und dem Verbot durch die Nazis, wegen des „unheilvollen Charakters“, zu einem generationenübergreifenden Welthit geschafft. Einst wurde er dies durch den Soldatensender Belgrad, der diesen an alle Fronten, für Freund und Feind, sendete. Heute gehört er zu den meistgewünschten Titeln in Hörerwunschsendungen.

Nach dem Krieg bekam der Schlager ein neues Gesicht. Grund dafür war, dass die Plattenindustrie wieder frei produzieren durfte und das Faschingslieder über diese „Jahreszeit“ hinaus weiter bestehen blieben. Dazu kamen Themenbereiche von der besungenen heilen Welt bis hin zum „Theodor im Fußballtor“.

Um 1955 herum begann die Zeit der großen deutschen Schlager, wie „Tiritomba“, „Oh mein Papa“ (1954) und „Gehen sie mit der Konjunktur“.

Der Schlager war auch die Grundlage mit, für die Sehsüchte der Deutschen nach Urlaub im Süden, Glück und Harmonie. Titel von Rocco Granata, Catarina Valente und René Carol stehen dafür. Letzterer bekam für seinen Hit „Rote Rosen, rote Lippen, roter Wein“ sogar die erste „Goldene Schallplatte“ der Nachkriegszeit. Weiterhin hatten Seemannlieder Konjunktur. Für diesen Bereich steht ein Name ganz besonderst Freddy Quinn. Dieser verkaufte in kurzer Zeit Millionen von Schallplatten.

Weiterhin stehen unzählige Interpreten für diese Zeit. Einige waren damals Vorbild für die Jugend, wie der jetzt schon legendäre Peter Kraus.

Beendet wurde diese Ära mit den Erfolgen der Beatles in Deutschland.

Später kamen ausländische Schlagerinterpreten und –texte hinzu.

Die Hoch – Zeit des Schlagers ging bis in die 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts.

An Bedeutung verlor dieser Mitte der 60er Jahre. An Hand der damaligen Verkaufszahlen und Hitparaden konnte man den Fall dessen feststellen. Mit der zunehmenden Verbreitung des Fernsehens erlebte dieser noch einmal einen Höhepunkt um 1972. Zu dieser Zeit kam die wohl wichtigste Plattform des Schlagers zum tragen, die ZDF – Hitparade. Es war die Schlagersendung für diese Musikrichtung überhaupt.

Ab 1971 kam die „Disco – Welle“ zum tragen. Viele Sängerinnen und Sänger nahmen sich dieser an. Das war auch das Ende aufwendiger Studioproduktionen. Es wurde schneller und preiswerten produziert.

Durch die „Neue Deutsche Welle“ lebte der Schlager Anfang der 80er Jahre noch einmal auf. Dieses war aber auch das Ergebnis eines sich wiederholenden Modetrends. So kam es zu einem Schlager – Revival.

In dieser Zeit begann auch die Trennung von Volksmusik und Schlager. Der Schlager blieb weiterhin bestehen allen negativen Kritiken zum Trotz. 1997 gab es die erste Ausgabe der „Deutschen Schlager Charts“. Die Hitparade wurde im Dezember des Jahres 2000 vom Sender genommen. Geblieben ist der „Grand Prix Eurovision de la Chanson“, der aber mehr zum englischsprachigen Pop tendiert.

Schlager findet man in der heutigen Zeit überall, da dieser aus jeder Musikrichtung entstehen kann.

Der Schlager kann auch den Charakter eines Volksliedes haben, so wie zum Beispiel „Sing, mei Sachse, sing“.

Der wohl größte Kämpfer und Protagonist des Schlagers in der Vergangenheit war Dieter Thomas Heck. Er brachte die Hitparade auf Sendung und schaffte dem Schlager auch in schlechten Zeiten Bühnen und Sendungen.

In der MAZ zu sehen ist der Live - Recap des deutschen Schlagerwettbewerbes des Jahres 1969.

Klassik Echo 2008 - Ein Topevent der gehobenen Musikklasse

Sonntag, 18. Mai 2008

Echo Klassik 2008Am 19. Oktober 2008 findet in der Münchner Philharmonie im Gasteig die diesjährige Echo - Klassik - Gala statt. Wer sich dieses Klassik - Highlight nicht entgehen lassen will, der sollte sich umgehnd Karten besorgen, denn der Vorverkauf hat bereits begonnen.

Wie der Bundesverband der Musikindustrie mitteilet, so wird der Echo Klassik 2008 in diesem Jahr in insgesamt 21 Kategorien an 51 Preisträger vergeben, deren Veröffentlichungen das Prädikat “besonders herausragend” verdienen. Die Deutsche Phono - Akademie, das Kulturinstitut des Bundesverbandes Musikindustrie, wird die ausgezeichneten Künstler Mitte Juni bekannt geben. Die Jury zur Ermittlung der Preisträger setzt sich aus dem Arbeitskreis Klassik der Deutschen Phono - Akademie, Persönlichkeiten aus Politik, Kultur und Medien sowie der ZDF-Musikredaktion zusammensetzt.

Anne-Sophie Mutter, Anna Netrebko, Daniel Barenboim und Nigel Kennedy waren die Preisträger in den vergangenen Jahren.

Die Preisverleihung sahen 2007 2 Millionen Fernsehzuschauer.

Alexander Marcus von Hithaus meint: Wer über Musik spricht, der sollte die Klassik kennen und zu mindestens ansatzweise beherrschen! Sie verfügt seit Jahrhunderten über die beständigsten Welthits.

Jürgen von der Lippe, der Feinstchirurg des Humors

Montag, 12. Mai 2008

Jürgen von der Lippe der Feinstchirurg des HumorsHans-Jürgen Dohrenkamp. Besser bekannt als Jürgen von der Lippe, stellt derzeit das “Beste aus 30 Jahren bestem Entertainment” auf einer Doppel-CD seinem Publikum vor. Drei Jahrzehnte lang begeistert der Feinstchirurg des Humors nun schon seine Anhänger, ob als Kalle, welcher sich mit Love and Peace beschäftigt, oder dem Blumenmann von nebenan, er trifft stets den Lachnerv, egal welchen Alters. Das sucht seinesgleichen.

Was für ihn der bevorstehende runde Geburtstag bedeutet, woher seine nimmermüden Ideen stammen, und was es mit Frau Wehner an der Wunderorgel auf sich hat, das erzählte er Hithaus während seiner laufenden Tournee.

Hithaus: 30 Jahre im Showgeschäft, das schaffen nur sehr wenige, von daher erst einmal Respekt, und gleichzeitig die Frage, wie erklären Sie sich diesen lang anhaltenden Erfolg?

Jürgen von der Lippe: Och ich glaube so wenige sind das gar nicht, die sich auch schon so lange halten, denken Sie mal an Frank Elstner oder Thomas Gottschalk, aber okay, Sie haben recht, ich glaube ich gehöre zu den Vielseitigsten, vielleicht ist das mein Geheimnis des Erfolges.Ich gelte ja so als Promenadenmischung, da ich bekannt bin für Stand Up Comedy, „komische“ Lieder, Moderator, Autor, und man muss glaube ich ein Junkie sein, heißt, süchtig nach diesem Beruf, und das bin ich. Natürlich gehören auch die Tugenden wie Fleiß und Disziplin dazu, der Spaß und die Leidenschaft müssen gegeben sein , und mir war und ist es immer wichtig, wenn ich ein neues Bühnenprogramm präsentiere, dann nichts Aufgewärmtes, altes zu Neuem machen, das reizt das Publikum einfach nicht, und wäre auch unfair.

Hithaus: Sie sind ein Wortakrobat vom Feinsten. Hat Ihnen dabei Ihr Germanistik - und Philosophiestudium geholfen, oder wurde Ihnen das Talent in die Wiege gelegt?

Jürgen von der Lippe: Also ehrlich gesagt würde ich keinem raten wollen Germanistik zu studieren, es ist teilweise doch sehr trocken, ich glaube meine Haltung zur Sprache ansich hat mir mehr geholfen. Ich hatte schon immer die pure Freude an zweckfreiem Lesen, die Liebe des Wortspieles war stets interessant, bis hin zum Fabulieren und Neuerfinden von Geschichten, das hat mich gereizt, aber dafür brauchte ich die Uni im Grunde nicht wirklich.

Hithaus: Was sagen Sie zur Entwicklung im derzeitigen Comedybereich, der zwar stetig zunimmt, aber doch oftmals eher flach erscheint?

Jürgen von der Lippe: Nun ja, wenn man die Ansprüche sehr hoch stellt an die Comedy, dann mag die Einstellung schon richtig erscheinen, aber das ist übrigens nicht nur hier in Deutschland so, sondern auch in England oder auch Amerika. Allerdings muss man ganz klar sagen, dass das Anhören von CD´s oder auch das bloße Zuschauen vor dem TV nicht das hergeben, was die Comedy in Wirklichkeit oftmals doch zu bieten hat. Erlebt man einen Mario Barth zum Beispiel live, dann rastet alles aus, und das zurecht, ich wollte es nicht glauben, aber es ist tatsächlich so, Wahnsinn! Das heißt im Klartext, die Athmosphäre, die bei einem Livekonzert herrscht, und die Aura des Künstlers ist das A&O , was man einfach nur erleben kann, wenn man selber leibhaftig mit dabei ist.

Hithaus: Könnten Sie sich vorstellen vielleicht eine Art „Comedy Akademie“ zu gründen, kann man diese(n) Beruf(ung) überhaupt erlernen?

Jürgen von der Lippe: Ich habe mir das in der Tat schon einmal angesehen in Köln, war wirklich klasse muss ich sagen, denn dort kommen wirklich nur die Leute hin, die da wirklich Bock drauf haben, und nicht die Einstellung vertreten, im Moment habe ich mal gerade nichts zu tun, vielleicht sollte ich Comedian werden, das wäre auch absolut schräg. Diejenigen, die sich dort einfinden haben die Entscheidung getroffen ich will den Weg gehen, sind vernarrt darin und dann finde ich es sehr gut, wenn Leute da sind, so wie ich meinetwegen, die aus dem Fach sind, und den Leuten vor Ort mit Rat und Tat zur Seite stehen können.

Hithaus: Sie werden in diesem Jahr 60 Jahre, macht Ihnen das Älterwerden etwas aus, oder lachen Sie da auch drüber?

Jürgen von der Lippe: (Lacht) Nee, mit dem Älterwerden habe ich wirklich überhaupt kein Problem! Ich sage immer, man muss jedes Pfund annehmen und damit fertig werden, und ich muss sagen ich fühle mich fit, wie vor 20 Jahren, zumal ich heutzutage mehr Sport betreibe als eben noch vor dieser Zeit. Klar ein paar Zipperlein spürt man schon ,aber wer kennt das nicht, aber ich kann echt nicht klagen.

Hithaus: Gibt es an Ihnen auch eine ernste Seite, wie darf man sich Ihren Alltag vorstellen?

Jürgen von der Lippe: Ja, ich denke wenn man auf der Bühne stets die Leute zum Lachen bringt, oder es zumindest versucht, dann ist es normal, dass man im privaten Leben auch eher mal zurückhaltend ist und eingekehrter. Ich habe ja auch schon mal die klassische Seite von mir preisgegeben, aber man kann ruhig das Eine tun, ohne das Andere sein zu lassen finde ich, mir jedenfalls hat es nicht geschadet. Ich habe ja auch bereits sieben Bücher geschrieben, und in dem Zusammenhang auch diverse Lesungen abgehalten, auch das ist eine andere Seite von mir, und hat auch durchaus etwas Ernsthaftes.

Hithaus: In welche Rolle schlüpfen Sie auf der Bühne am Liebsten?

Jürgen von der Lippe: Also grundsätzlich mag ich alles! Ich denke aber, die Mischung macht´s, ich singe gerne, spiele auch gerne den Kalle, und na ja ganz ehrlich liegen mir glaube ich besonders die Dialoge zwischen Mann und Frau, diese Verwandlung und eben wieder diese Wortspielerei, ja das gehört für mich auf jeden Fall dazu.

Hithaus: Neu in Ihrem Programm ist Frau Iris Wehner an der Wunderorgel, was hat man sich darunter vorzustellen?

Jürgen von der Lippe: Also bei der Orgel handelt es sich um eine Yamahaspezialorgel, die es nur sechs Mal in Europa gibt. Und sie wird virtuos bearbeitet von der Organistin und Klavierlehrerin Iris Wehner, die nebenbei auch noch Saxophon spielt, und sich jetzt mit mir herumquälen muss, indem sie mir das Klavier spielen beibringt. Man kann an diesem Instrument so herrlich improvisieren, was bei einer Gitarre ja nicht möglich ist, aber, gut ich bin ja noch lernfähig, und es macht mir einen Riesenspaß, ich hoffe Iris auch…

Hithaus: Was ist Ihre ganz persönliche Musikrichtung?

Jürgen von der Lippe: Na ja, das richtet sich eigentlich immer nach der jeweiligen Situation. Wenn ich abends im Bett liege, und mir ein gutes Buch dabei vornehme, dann ist es schon die Klassik. Im Auto wiederum darf es schon Country, oder Rock / Pop sein, beim Sport dann schon eher Up Stones oder moderner Jazz, also eigentlich alles quer Beet.

Hithaus: Wie sieht es mit dem TV aus, gibt es da in naher Zukunft etwas Neues?

Jürgen von der Lippe: Nö, was Neues kommt erst mal nicht ins Haus, denn beim WDR läuft ja aktuell noch die Sendung „Was liest Du“?, beim MDR gibt es die Sendung in der es um Sprachbesonderheiten geht, dann bin ich 15 bis 20 Mal zu Gast in anderen Sendungen. Bis 2011 habe ich dann noch Buchprojekte zugesagt, und so ganz nebenbei muss ich über das Jahr gesehen mindestens hundert Bücher lesen, um auf dem Laufenden zu bleiben, und dann ist es schon fast wieder zeit über ein neues Bühnenprogramm nachzudenken, also langweilig wird mir nicht, wie Sie sehen.

Hithaus: Wie sehen Ihre Wünsche für die nächsten 30 Jahre außerhalb Ihres Geburtstages aus?

Jürgen von der Lippe: Das ist ganz kurz und knapp gesagt : Gesund bleiben und WEITERMACHEN!!

HITHAUS bedankt sich herzlich bei Jprgen von der Lippe für das Interview und wünscht Ihnen alles Gute und viel Erfolg.

Volksmusik – Ihre Entstehungsgeschichte

Montag, 05. Mai 2008

Volksmusik ihre EntstehungsgeschichteDie Volksmusik bekam ihren Namen durch den deutschen Dichter, Übersetzer, Theologen und Geschichts- und Kultur- Philosophen der Weimarer Klassik Johann Gottfried Herder (1744-1803) verliehen. Dieser hatte im Jahre 1773 vor dem Hintergrund eines sich zu dieser Zeit bereits entwickelnden Nationalbewusstseins erst schottische, dann deutsche Lieder als „Volkslieder“ bezeichnete.

Definiert wird der Begriff Volksmusik wie folgt. Volksmusik ist die traditionelle, häufig mündlich überlieferte Musik eines Volkes. Somit gibt es diese von verschiedenen Völkern und Regionen, denen wiederum diese zugeordnet werden kann.

In der heutigen Zeit bezeichnet man regelmäßig „Volkstümliche Musik“ oder „Volkstümlichen Schlager“ als Volksmusik. Dies ist aber nicht korrekt, da die Volksmusik ja im eigentlichen Sinne, die Musik einer Volksgruppe ist.

Durch die direkte Verwendung des Begriffes „Volksmusik“ grenzen sich in der heutigen Zeit Musiker und Anhänger dieser von der Kommerziell erzeugten „Volkstümlichen Musik“ eindeutig ab.

„Volkstümliche Musik“ ist eine sehr viel einfachere und nicht traditionell direkt zuordenbare Musik, die hauptsächlich der Befriedigung des Musikmarktes dient.

Zur sicheren Abtrennung wurde vor Jahren der Begriff der „Volxmusik“ eingeführt. Dieser meint ausdrücklich die traditionelle Volksmusik.

Die Volksmusik hat ihren Ursprung in der bäuerlich ländlichen oder kleinstädtischen Stuben- und Gemeinschaftsmusik. Sie hat sich mit den jeweiligen regionalen Veränderungen mitentwickelt. Sie blieb damit ein Zeitspiegel der Gesellschaftsgeschichte, eingebunden in das Leben der Menschen einer Volksgruppe. Allerdings fehlt dieser der Vortrags- und Darbietungscharakter, da sie der Überlieferung von Traditionen und allem was zu einer Volksgemeinschaft vor der Industrialisierung gehörte diente. In der heutigen Zeit ist die Volksmusik etwas in den Hintergrund getreten.

Trotzdem entstehen auch heute noch Volkslieder in alter Tradition. Im bayerischen, österreichischen und schweizerischen Raum wird der ländlich bodenständigen Volksmusik auch im Rundfunk viel Sendezeit eingeräumt. Allerdings wird diese streng von der volkstümlichen Musik getrennt. Dies ist wiederum auch der Grund, dass es sich dort dann um handgemachte Folklore mit mundartlichen Liedern handelt.

Die im 19. und 20. Jahrhundert von Volkskundlern aufgezeichneten Formen werden heute von Musikgruppen neu interpretiert oder auch neu geschaffen.

Im deutschsprachigen und Wiener Raum gab es eine besondere Form der Volksmusik, das Volkssängertum. Diese trugen in Gasthäusern und Unterhaltungseinrichtungen ihre Volkslieder vor. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurden diese zunehmend von anderen Unterhaltungsformen abgelöst.

Weiterhin wird die Volksmusik in Deutschland traditionell gepflegt. Allerdings erfolgte bei den Jugendlichen in den letzten Jahrzehnten eine Abkehr von der traditionellen Musik.

Die Behauptung, das Volkslied sei die Musik einer Nation, eines Staatsvolkes ist allerdings so nicht haltbar, da es unzählige regionale Gemeinsamkeiten gibt.

Traditionelle Volksmusik außerhalb des deutschsprachigen Raumes gibt es auch noch in Irland und den USA, wo es mehrere Richtungen dieser gibt.

Volksmusik wurde ursprünglich nur vom Volk gemacht, aber auch Angehörige der Oberschichten, wie zum Beispiel Herzog Max Joseph pflegten diese.

Als Volksmusik wird in der Zwischenzeit allerdings auch die Musik in anderen Regionen der Welt bezeichnet, wie zum Beispiel der Blues, der die Volksmusik der Afro– Amerikaner ist.

Foto: Symbolbild / “Die Fidelen Inntaler”

Heinz Schenk - Ein Stück deutsche Fernseh- und Musikgeschichte

Freitag, 18. April 2008

Heinz Schenk Ein Stück deutsche FernsehgeschichteHeinz Schenk, es gibt nicht viele, die so wie er die deutsche Fernseh- und Musikgeschichte mitgeschrieben haben.

Er wurde am 11. Dezember 1924 in Mainz geboren. Schon als Junge trat dieser mit einer Büttenrede im Mainzer Frauenchor - Karneval auf. In den 30er- Jahren des vergangenen Jahrhunderts war er in einem Kabarett namens Elefant in Worms beschäftigt. Dort parodierte er viele Fernsehgrößen, wie unter anderen Heinz Rühmann, Hans Moser und Hans Albers.

Seine Karrierestart war 1951 beim Hessischen Rundfunk als Radiomoderator. Die ersten Fernsehauftritte absolvierte dieser beim Sender „Telesaar“ im Saarland. Heinz Schenk wurde als erstes durch die Sendung „Frankfurter Wecker“ bekannt. Später kamen dann Fernsehsendungen hinzu, so auch am 3. August 1957 die Musiksendung „Zum blauen Bock“. Diese wurde zu seinem Geschichtsbucheintrag in das Lexikon der Fernsehgeschichte. Heinz Schenk moderierte diese Sendung 21 Jahre lang und 134 Mal. Es war eine der schönsten, beliebtesten und erfolgreichsten Fernsehsendungen für die ganze Familie im Zeitalter des Fernsehens. Diese erreichte durchaus viele Generationen und vereinte diese in Familie zur Kaffeetrinkenszeit.

Das Konzept war einfach aber wirkungsvoll und wurde durch Heinz Schenk bestens moderiert. Er der Wirt einer Äppelwoi – Schankwirtschaft begrüßte in verschiedenen Städten Künstler aller Musikchangre. Bei einem kleinen Plausch stellte dieser sie vor und oder spielte mit ihnen so manchen Akt durch. Berühmt wurde er mit seinen Büttenreden zum Karneval, die mehr als nur nachdenklich machten, wie auch seine eigenen Lieder. Durch seine Sendungen wurden alle großen und bekannten Künstler von Oper bis Schlager geschleust. Wer den „Blauen Bock“ sah, der bekam eine musikalische Grundausbildung verpasst.

Heinz Schenk ist mit der Fernsehsendung „Zum blauen Bock“ so verwachsen, das man diese beruhigt als sein Lebenswerk, sein künstlerisch schöpferisches Testament bezeichnen kann.

Viele Auszeichnungen wurden ihm dadurch zu Teil, so auch den Hessischen Verdienstorden, den Bambi, die Hermann-Löns-Medaille und das Bundesverdienstkreuz I. Klasse.

Aber und das muss auch erwähnt werden, er spielte auch Im Film und Theater mit, so unter anderem in Dieter Wedels Mehrteiler „Wilder Westen“ im Jahre 1988 mit. Auch am Frankfurter Volkstheater war er auch in der Rolle des Doolittle im Musical „My Fair Lady“ zu sehen.

Am 18. Februar 1993 feierte er noch einmal ein Fernsehcomeback mit der Musiksendung „Fröhlich Eingeschenkt“. Diese lief am Samstagabend bis zum November 1996.

Heinz Schenk komponierte aber viele Lieder, zum einen für sich im „Blauen Bock“ und zum anderen auch im Jahre 1985, den Titel „Gib dem Glück keine Chance“ für die ARD – Fernsehlotterie. Das wohl bekannteste Lied aus seiner Feder ist das anlässlich der „Blauen Bock“ Sendung aus Vaduz 1978 geschriebene Lied „Es ist alles nur geliehen“. Mit diesem trat er nicht nur in der ZDF Hitparade auf, nein es wurde auch sein größter Erfolg.

Auch heute kann man ihn noch hin und wieder als Gast in Talkshows sehen. Dabei kommt man nicht schlecht ins Staunen, wenn er dann über sein Interesse für Computer und Internet erzählt.

Der letzte Stand ist, das er heute in Wiesbaden lebt.

Alexander Marcus von Hithaus meint: Heinz Schenk gehört jetzt schon zu den großen lebenden Legenden des sich im vergangenen Jahrhunderts entwickelnden Fernsehens. Er ist nicht nur Kult, sondern auch ein Mann der Fernsehgeschichte geworden. Man kann ihm nur Danke für diese schönen Sendungen sagen!

Markus Becker “heult” über seinen Erfolg

Freitag, 11. April 2008

Markus Becker Das Rote Pferd Macht Mich KaputtSoeben veröffentlichte der Kölner Express ein Interview mit Markus Becker, in dem dieser sich über “seinen Erfolg” beklagte.

Man muss sich da schon ernsthaft fragen, was der gute Becker, der nun gerade einen einzigen Anfangserfolg mit einer hohen Chartplatzierung (Das Rote Pferd) hatte, mit derartigen Aktionen bezwecken will.

Erst vor Kurzem noch, hatte Becker in einem Internet-Forum selbst geschrieben: “…ich hätte niemals geglaubt, dass ich noch einmal ein so großer Star werde…”

Aber einmal ganz realistisch: Ist Markus Becker denn wirklich “ein Star” ?

Und wo ist sein Problem mit seinem “großen Erfolg”, wenn er im Express sagt: “… Das Rote Pferd macht mich kaputt…” ?

“…Am Hotelpool in der Sonne aalen. Eine Flasche Champagner nach der anderen köpfen. Mit Hundert-Euro-Scheinen um sich schmeißen…So habe ich mir das Leben eines erfolgreichen Musikstars vorgestellt…vom Luxusleben merke ich aber nix…“, sagte Becker zu der Kölner Zeitung.

Da mag einem fast ein Lächeln übder die Lippen kommen, denn hat Becker denn wirklich geglaubt, dass er mit einem “Titelchen”, das lediglich national in den Charts war und zudem noch eine Coverversion, sprich also nicht selbst geschrieben ist, reich wird ?

Witzig ist auch, dass Becker sich offensichtlich gegenüber dem Blatt selbst als “…Schlagerparty-König…” bezeichnet, obwohl er noch zu Zeiten seiner ersten Single “Düdeldü” gesagt haben soll:“…Ich bin kein Partysänger…Ich bin Schlagerfuzzi…ich kann keine Partymusik singen…”.

Wie dem auch sei: Markus Becker erlebt offenbar momentan einen Höhenflug und das alles riecht schon ein wenig nach Größenwahn.

Mal sehen, wie es weiter geht mit dem “großen Star” Becker und seinen kleinen Problemchen.

Jens Streifling und Schnitte: Liebesaus auf Lanzarote

Sonntag, 06. April 2008

Schnitte Jens Streifling LiebesausJens Streifling (41), Musiker bei “Die Höhner” turtelte drei Monate lang verliebt mit Ballermann-Prinzessin „Schnitte“ alias Miriam Hundertmark.

Doch jetzt ist alles aus - Ausgerechnet im Liebesurlaub auf Lanzarote !

„…Die ganzen Monate, in denen wir beide beruflich Stress hatten, lief es super…„Als wir den ganzen Tag zusammen waren, haben wir gemerkt, dass wir uns zwar super verstehen. Aber eben nur als Freunde. Jens ist ja schon 41, ich bin 24. Wir haben uns beide sehr zurückgenommen. Ich gehe gerne raus und Jens braucht das eben nicht mehr jeden Tag…”, erzählt Miriam.

Aber da gibt es wohl auch noch andere Gründe, die zur Trennung führten, denn Miriam möchte gerne einen Partner für eine langfristige Beziehung - wahrscheinlich auch Kinder:

„…Ich will jemanden, mit dem ich mir auch eine langfristige Beziehung vorstellen kann. Auch später mit Kindern. Und das möchte Jens nicht mehr…“, sagt die Sängerin.

Gute Freunde wollen sie aber offenbar bleiben, die zwei. Zumindest sagt Miriam das. Streifling selbst äußerte sich zur Sache bisher nicht.

Webpromotion, oder die neuen Erkenntnisse der Musikbranche – Sie wacht auf!

Montag, 31. März 2008

Internet Webpromotion MusikEs ist kaum zu glauben, aber die ersten Musikverantwortlichen haben es endlich begriffen, das Internet ist das wichtigste Promotionstool der Musikindustrie.

Erste Manager merken, dass sich eine ordentliche Internetarbeit bezahlt macht. Im Gegensatz zu den bisher benutzten „Bunten Blättern“ ist dieses Medium schneller, größer und bunter. Aber der wichtigste Fakt, es kann von allen Musikinteressierten jederzeit genutzt werden.

So sagt Christoph Gassmann, gegenüber „Musikmarkt“, in Zusammenhang mit Fragen zum schnellen Erfolg des Juliane Werding Albums „Ruhe vor dem Sturm“. „ Ich glaube, dass gerade das Internet unser wichtigstes Promotiontool war, nicht zuletzt wegen unserer langen, kontinuierlichen Fanarbeit über die Homepage.“ Und weiter „Diese Leute werden in erster Linie durch das Internet auf die Konzerte aufmerksam. „Offliner” erreichen wir über Zeitungsanzeigen; mit großem Abstand folgen Radio und Plakate. TV spielt der Untersuchung zufolge quasi keine Rolle.“

Diese Aussagen sind doch mehr als nur Gerede, nein diese sind die Zukunft. Es ist längst nicht mehr so, das eine CD oder ein Titel im Fernsehen zu sehen sein müssen, um dann Erfolg zu haben. Die Zukunft liegt in der Webpromotion. Allerdings nicht in schwülstigen „übergeordneten“ und oft kopierten Werbetexten der Major – Label, nein, der Fan muss individuell und direkt angesprochen werden. Dazu gehören auch der Video - Trailer oder die Foto - Slideshow.

Es ist ferner definitiv absolut sinnlos, wenn der exakt gleiche Werbetext für einen Tonträger auf hunderten kleiner Plattformen mit wenig Besucherfrequentation zu lesen ist. Dies ist nicht nur in den Augen von “Suchmaschinenkaiser” Google Spam, sondern zudem noch eine Frechheit für jeden, der sich tatsächlich für Musik interessiert. Zudem hat ungekennzeichnete Werbung innerhalb redaktioneller Berichterstattung ohnehin und grundsätzlich nichts zu suchen. Derartige Meldungen sind Werbespam und keine Information. Daher finden Sie auf Hithaus ausschließlich redaktionell eigen produzierte Berichte, keinen Werbemüll.

Die Zukunft hat aber schon begonnen und viele haben schon jetzt den Anschluss verpasst. Dazu kommt noch, dass es nicht genügend Internetfachleute gibt und die Profis unter diesen sind teuer, machen sich aber bezahlt.

Eines steht fest, vor vielen Musikschaffenden liegt eine Menge Arbeit, die aber so schnell wie möglich gemacht werden muss. Wer das Internet als Medienplattform nicht begreift, der dürfte schon jetzt verloren haben.

Norbert Schultze – Deutscher Komponist und Dirigent

Dienstag, 25. März 2008

Norbert Schultze Komponist DirigentNorbert Schultze wurde am 29. Januar 1911 in Braunschweig geboren. Sein bürgerlicher Name war Norbert Arnold Wilhelm Richard. Nach seinem Abitur studierte er in Köln und München Klavier, Dirigieren, Komponieren und in den Fächern Musik- und Theaterwissenschaften. Im Jahre 1930 trat er erstmals als Komponist in München in Erscheinung. In den kommenden Jahren hatte dieser Engagements als Schauspieler und als Kapellmeister in Darmstadt, München und Leipzig.

Bis 1936 arbeitete Norbert Schultze als Aufnahmeleiter der Telefunken GmbH. Danach wechselte dieser in den Berufsstand eines freien Komponisten für Bühne und Film.

Während der Zeit des Nationalsozialismus schrieb Schultze Kompositionen zu Soldaten- und Propagandaliedern. Beispiele dafür sind unter anderen der Marsch „Bomben auf Engeland“ und das weltberühmte „Lili Marleen“.

!940 trat dieser auf Anraten der NSDAP bei und heiratete 1943 die bulgarische Schauspielerin, Sängerin und Schriftstellerin Iwa Wanja die ihm mehrere Libretti zu seinen Bühnenwerken schrieb.

Auch musste Schultze für den Propagandaminister Joseph Goebels tätig werden. So vertonte Schultze für diesen Stücke, wie „Von Finnland bis zum schwarzen Meer“, „Panzer rollen in Afrika vor“ oder „Bomben auf Engeland“. Auch lieferte er die Musik für den Durchhaltefilm der Propagandaabteilung „Kolberg“, die aus dem Kriegsdokumentarfilm „Feuertaufe“ stammte, einem Werk Schultzes.

Ganz besonderst dadurch, musste sich dieser als Nazi – Propagandist beschimpfen lassen.

Später kommentierte er dass mit den Worten, … „Wissen Sie, ich war damals im besten Soldatenalter. So um die 30. Für mich war die Alternative komponieren oder krepieren. Da habe ich mich für das Erstere entschieden.“ (Quelle: Braunschweiger Zeitung Spezialausgabe 1/ 2005)

Nach der Entnazifizierung wurde Schultze dann als „Mitläufer“ eingestuft und bekam seine Arbeitserlaubnis zurück. Dafür musste er nur eine „Verfahrensgebühr“ von 3000 DM bezahlen.

Sein größter Erfolg, war und bleibt die Melodie zu dem Gedicht von Hans Leip „Lili Marleen“. Dieses Lied wurde durch Lale Andersen 1939 bekannt. Weltberühmt wurde es aber ab 1941 durch den Soldatensender Belgrad, der dieses Lied an alle Fronten ausstrahlte. Dieses Lied wurde ein Stück Kriegsgeschichte des Zweiten Weltkrieges und zum ersten deutschen Millionenseller. Noch heute ist dieses an den Fronten der Kriege zu hören, aber auch steht es bei jedem Hörerwunschkonzert ganz Oben auf der Wunschliste.

Lili Marleen ist ein musikalischer Geschichtsepos geworden (siehe HH - Artikel Lili Marleen – Jahrhunderthit und Geschichtsepos).

Nach dem Krieg leitete er von 1953 bis 1968 einen eigenen Musikverlag und Bühnenvertrieb. Er schrieb weiterhin Opern und Operetten, Musicals, Ballette, Filmmusiken und Lieder. Sehr bekannt dürften dabei seine Kompositionen für die Bühnenwerke „Struwwelpeter“ und „Max und Moritz“ sein. Auf dem Gebiet der Oper dürfte ein Lied ganz besonders erfolgreich geworden sein, „Ach ich hab in meinem Herzen darinnen“ aus der Oper „Der schwarze Peter“.

Filmmusiken kamen für „Das Mädchen Rosemarie“, „U – 47 Kapitänleutnant Prien“, „Die Mädels vom Immenhof“ und viele andere mehr.

Im Jahre 1961 wurde dieser zum Präsidenten des Verbandes deutscher Bühnenschriftsteller und –komponisten gewählt und von 1973 bis 1991 war er Vorstandsmitglied im Deutschen Komponistenverband. Des Weiteren bekleidete noch weitere Ämter, so im GEMA – Aufsichtsrat und der GEMA – Sozialkasse.

Für seine Arbeit wurde dieser 1975 mit dem Paul – Lincke – Ring, 1980 mit der „Goldene Europa“ und 1996 mit dem GEMA – Ehrenring ausgezeichnet.

Am 14. Oktober 2002 starb Norbert Schultze in Bad Tölz. Testamentarisch hat er verfügt, dass alle Tantiemen für seine Werke von 1933 bis 1945 an das Deutsche Rote Kreuz gehen. Dies geschieht bis zum heutigen Tage so.

Helene Fischer - Live - DVD “Mut zum Gefühl”

Sonntag, 16. März 2008

Helene Fischer Mut zum GefühlNun ist sie endlich da, die erste Live - DVD der zurzeit erfolgreichsten Sängerin des Deutschen Schlagers Helene Fischer. Auf der DVD ist das Zusatzkonzert vom 02.01.2008 in Chemnitz aufgezeichnet. Insgesamt 30 Titel sind in dieser Produktion zu sehen. Die Qualität ist passend zur Künstlerin ganz hervorragend in Dolby Surround 5.1 und im Bildformat 16 : 9. Erleben Sie diese wunderbare Sängerin und Crossover Queen mit Heart Feeling auf ihrer mehr als erfolgreichen Tournee noch einmal.

Für ihre Fans gibt es als Zugabe einen 20 minütigen Hintergrundbericht mit Helene Fischer. Dabei schildert die kleine Sängerin sehr Eindrucksvoll einen Tourneetag.

Stefan Santos von Hithaus meint: Diese DVD ist ein unbedingtes Muss, für jeden Liebhaber des Deutschen Schlagers.

Paul Kuhn ist 80 geworden!

Freitag, 14. März 2008

Paul Kuhn wird 80 Geburtstag„Der Mann am Klavier“ so kennen ihn alle, Paul Kuhn, einen der großen Musiker des vergangenen Jahrhunderts. Am vergangenen Mittwoch feierte dieser seinen 80. Geburtstag und dies natürlich am Klavier, auf der Bühne des Kurhauses in Wiesbaden. Dafür bekam er einer großen Applaus und diesen auch von seiner Frau.

Seine Karriere begann einst als Jazzpianist und führte über den Sender AFN (American Forces Network) in Deutschland weiter zum Fernsehen.

Paul Kuhn war Schlagersänger, Pianist, Entertainer, Bandleader, Produzent und Schauspieler. Seine Schlager waren solche wie „Der Mann am Klavier“ im Jahre 1954 und „Es gibt kein Bier auf Hawaii“ 1963. Kuhn machte sich weiterhin einen Namen, als Förderer von Nachwuchstalenten wie Ralf Bendix. Als Entertainer trat er in einigen Fernsehsendungen auf. Er ist im Besitz unzähliger Auszeichnungen.

Bata Illic - “Michaela”

Dienstag, 11. März 2008

Bata Illic Michaela VideoDer aus Serbien stammende deutsch singende Schlagersänger hatte in den 70iger Jahren des vergangenen Jahrhunderts seine großen Erfolge. Damals waren seine Schlager Dauerbrenner in den Hitparaden. Heute ist er in verschiedenen TV – Sendungen mit Coverversionen anderer Titel zu erleben. Hier ist er mit dem Erfolgstitel aus dem Jahre 1972 „Michaela“ zu sehen.

Heintje - “Mama”

Samstag, 08. März 2008

Heintje Mama Du wirst doch nicht um Deinen Jungen weinen Video Hier kommt er, der Kinderstar des vergangenen Jahrhunderts, Heintje, mit dem damaligen Hit und heutigen Evergreen “Mama” (1967). Heintje erlangte mit diesem europäischen Ruhm. Bruno Balz schrieb diesen Erfolgstitel im Jahre 1941. Dieses Lied kam damit noch einmal ganz unverhoft zu großem Erfolg. Heintje wurde zum Liebling der damaligen Generation.

„Jeanny“ – Eine invasive grandiose multimediale Popballade die zum Skandalepos gemacht wurde!

Donnerstag, 28. Februar 2008

falco2Es ist die Geschichte des größten deutschen Musikskandals aller Zeiten. Kein geringerer als der Sänger Falco hat diesen Titel gesungen.

Der Titel „Jeanny“ gehört zu einem Liederzyklus, der wenn man genau hinschaut eine Trilogie ist und erschien als 1. dieser im Jahr 1985. Allerdings sei darauf hingewiesen, dass es noch mehrere fremd produzierte Versionen dessen gibt.
Der Titel erreichte Anfang 1986 in Österreich, der Schweiz und Deutschland Platz 1 der Charts.
Der Text und besonderst dessen sich darstellender Inhalt stellte eine mehrfach zu interpretierende Aussage dar, welche diesem zum Problem machen sollte.
Ganz besonders fiel den Kritikern dabei der eingebaute Newsflash mit dem damals sehr bekannten Nachrichtensprecher Wilhelm Wieben ins Auge.
Er berichtet: „In den letzten Monaten ist die Zahl der vermissten Personen dramatisch angestiegen. Die jüngste Veröffentlichung der lokalen Polizeibehörde berichtet von einem weiteren tragischen Fall. Es handelt sich um ein 19 - jähriges Mädchen, das zuletzt vor 14 Tagen gesehen wurde. Die Polizei schließt die Möglichkeit nicht aus, das es sich hier um ein Verbrechen handelt“.
Dieser unterstrich nach Aussagen der Kritiker die eklatante Gewaltverherrlichung der Straftat an einer 19 – jährigen Frau.
Durch die Platzierung auf Platz 1 geriet er in das Visier der Frauenvereine und Medienverantwortlichen. Somit riefen verschiedene Fraueninitiativen einen Boykott aus. Diesen folgten der Norddeutsche Rundfunk, der Sender Freies Berlin sowie der Bayerischer Rundfunk unter dem Hinweis auf, wie es nannten „ethischen Gründen“. Weitere Sender ließen diesen nur noch in den Hitparaden laufen. Auf dem Gebiet der DDR waren das Spielen und jegliche öffentliche Aufführung verboten.
Des Weiteren wurde die Indizierung des Titels als „Jugendgefährdend“ von der deutschen Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften am 17. April 1986 abgelehnt.
Zu weiteren Boykottmaßnahmen kam es, als sich Dieter Kronzucker im „Heute – Journal“ des ZDF empört äußerte. Daraufhin setzten weitere Sender den Titel ab.
Ein Beweis, für die Problematik des Inhaltes lieferte Thomas Gottschalk in einem Zeitungskommentar, in dem er Falco ein „Wiener Würstchen, das Schwachsinn produziere“ nannte und weiter sagte, „Falcos Fieselton und die Latrinenansichten des Videos sind einfach zuviel verlangt“.
Eine sehr einseitige Kommentierung, die aber die Speziefik der damals vorherrschenden medialen Meinungsbildung zeigt. Keiner machte sich ernsthaft Gedanken über den Inhalt. Niemand betrachtete den Song in seiner inhaltlichen Gesamtheit.
Es wurde einfach eine Überreaktion der Medien indiziert und durch mediale „Musterfiguren“ legalisiert und kommentiert.
Der ganz einfach gezogene Vergleich mit Gewaltverbrechen der damaligen Zeit und in der deutschen Geschichte war so einfach, das aus heutiger Sicht, dies einen sehr Nachdenklich macht. Kein Gewaltverbrecher dieser Zeit hat so viel Aufregung verursacht, wie der Inhalt dieses Liedes. Dabei stellt sich eindeutig die Frage, hat Falco nicht ganz gezielt provozieren wollen, denn nicht selten liegen Liebe und Vergewaltigung auch mit dem Einschluss des Todes ganz nah beieinander und waren auch schon damals keine Einzelfälle der Gesellschaft.
Liebe und oder Vergewaltigung, das ist ein so schmaler Grad, der mit Äußerungen eines Herrn Gottschalk nicht zu realisieren und oder aus der Welt zu schaffen war.

Falco war es damit gelungen, eine eindeutige Polarisierung der Hörergemeinschaft zu erreichen. Er besang in seinem Song ein menschlich psychologisches Drama. Dies überforderte aber einen großen Teil der Gesellschaft. Allerdings lässt das dazu produzierte Video einem noch mehr darüber Nachdenken.

Es kam zur Boykottreaktion einer invasiv denkenden und handelnden Gesellschaft.

Falco, der am Anfang wegen Urlaubs Nichts von dem Rummel mitbekommen hatte, sagte nach seiner Rückkehr: “Man muss sich meines Erachtens nicht streiten, dass dieses Lied ein Liebeslied ist, das so konzipiert und durchgeführt wurde, sicherlich interpretierbar, aber ich glaube, dass diejenigen Leute, die wenigen Leute, diese Minderheit, die also meint hier ein eindeutig vorliegendes Gewaltverbrechen oder sonst irgendetwas drinnen erkennen zu müssen, einen wesentlich schaurigeren Geschmack haben als es im Sinne des Erfinders war!”

Möge man auch jetzt noch über den Inhalt diskutieren, so wird dieser durch „Jeanny Part 2“ entschärft. Jedenfalls wurde dies medial so verkauft und protegiert. Er erschien im Jahr 1986 auf der Single „Coming Home“ „Jeanny Part II, One Year Later“.
1990 kam das Album „Data de Groove“ mit de´m Song „Bar Minor 7/11 (Jeanny Dry)“ auf den Markt. Insider bezeichneten diesen als Seitenhieb auf die dritte Jeanny Version.

Diese wiederum erschien dann später mit dem Titel „Where Are You Now (Jeanny 3)“ zum herunterladen. Dabei handelt es sich aber nur um eine etwas geänderte Originalversion. „Jeanny 3“ enthält ein neues Newsflash. In diesem heißt es unter anderem, „… im Falle Jeanny, der vor Jahren großes bundesweites Interesse erregte, gibt es nach Auskunft der Polizei, neue Erkenntnisse“ und weiter „…die Polizei geht davon aus, das Jeanny noch lebt.“

Falco hat damit einen Liederzyklus hinterlassen, der einen sehr schwierigen Inhalt hervorragend transportierte und das nicht zuletzt durch einen ganz hervorragenden Sound. Ein Ballade mit doch offenen Ausgang. Ein grandioser Popsong eines vergangenen Jahrhunderts eingebettet in ein eigene Realität.

Mögen die sogenannten „Fachkritiker“ geifern, was das Zeug hält – Jeanny hat Musikgeschichte geschrieben und bewiesen, das Musik und im Besonderen auch in Deutsch gesungen ein Erfolg sein kann.
Es gab noch viele Versionen von „Jeanny“, so unter anderem von Frank Zander, Peter Orloff und die deutsche Band Reamonn zusammen mit Xavier Naidoo.

Die wohl schlechteste Version haben die „Schweizer Tenöre“ mit „Natascha“ in Anspielung auf das langjährige Entführungsopfer Natascha Kampusch produziert. Diese wurde komplett untersagt.

Kristina Bach - Die Sieger des Castings “Wer wird meine Superband” stehen fest !

Mittwoch, 27. Februar 2008

kristina_bach05Der Sieger ihres Castings ist die Band „Cappuccino“. Diese besteht aus vier Mann, die da wären Rene, Peter, Michel und Robert.

Diese vier Jungs gingen aus hunderten Bewerbern als Sieger hervor.
Die Jury hatte alle Hände voll zu tun, die Unterlagen zu sichten, Hörproben zu bewerten und die dreizehn Mann herauszufiltern, die dann zum Casting der „Burgfrau“ Kristina Bach kommen durften.

Dieses richtige Casting, welches mit DSDS überhaupt nicht zu vergleichen ist, fand dann am 12. und 13. Januar auf „Burg Edelhof“ im thüringischen Großliebringen statt.

Dabei wurde alles von den Teilnehmern erwartet und abverlangt. Auch wurde ganz gezielt das Verhältnis zueinander getestet, denn dieses ist für den Erfolg einer Band von sehr großer Bedeutung. Die exzentrische Schlagerqueen Kristina Bach gab auf alles acht. Natürlich, denn sie weis genau worum es geht und was auf die Gewinner zu kommt.

Der Wettbewerb fand unter sehr optimalen Bedingungen statt. Es war ein Fest der Musik mit absolut menschlichen Zügen.
Die Sieger erwartet jetzt jede Menge Arbeit. So müssen die schon bereitstehenden Titel eingesungen werden und dann geht es auch schon vor die Kameras des Fernsehens. Mentorin Kristina Bach hat den Jungs nicht nur einen Namen gegeben, der an ihren Hit „Erst ein Cappuccino“ erinnert, nein sie hat diesen auch ein Powerpaket geschnürt mit dem die Band den Weg zum Erfolg starten kann.

Udo Jürgens erhält den Steiger Award

Mittwoch, 27. Februar 2008

udo_juergens01Am Samstag, den 8. März 2008, werden im Rahmen einer festlichen Gala -Veranstaltung in der Jahrhunderthalle in Bochum zum vierten Mal die Steiger Awards verliehen.

Diese Auszeichnungen, entstanden aus einer Privatinitiative und dem Wunsch der kulturellen und gesellschaftlichen Förderung der Rhein – Ruhr – Region. Alljährlich wird dieser Preis an Persönlichkeiten verliehen, die sich besonders in den Bereichen Musik, Sport, Medien, Umwelt, Film, sowie in Fragen des Europäischen Zusammenwachsens und des humanitären Engagements verdient gemacht haben.
Der Steiger Award  lehnt sich an die Tradition des Reviers an.
Der Steiger ist ein Zeichen für den Bergbau und steht als Synonym für die Geradlinigkeit und Offenheit der Bergleute. Zudem ist er ein Symbol für Verlässlichkeit, Treue und Zusammenhalt in guten sowie schlechten Tagen.

In diesem Jahr nun bekommt der wohl erfolgreichste Sänger Udo Jürgens den Preis, in der Kategorie Musik verliehen.
Aus der Begründung: „Er gehört zu den größten Künstlern deutscher Sprache und begeistert sein Publikum mit anspruchsvollen Liedern, die zum Nachdenken anregen und immer auch eine Prise Menschlichkeit vermitteln. Unzählige Hits hat er gesungen, darunter „Griechischer Wein“, „Ich war noch niemals in New York“ und „Aber bitte mit Sahne“ …“.

Zu den bisherigen Preisträger gehören unter anderem Josè Carreras, Peter Maffay, und „Tokio Hotel“.

Falco zum 10. Todestag – „Muss ich denn sterben…um zu leben?“

Mittwoch, 27. Februar 2008

falco_04In seinem Hit „Out Of The Dark“ (Aus der Dunkelheit heraus) gibt es die Liedzeile „Ich bin bereit, denn es ist Zeit für unser’n Pakt über die Ewigkeit“ und diesen ging er am 6. Februar 1998 mit seinem, dem Tode ein.

Viele glaubten es nicht, denn ihnen fiel die Liedzeile „Muss ich denn sterben…um zu leben?“ ein. Sie hielten seinen Tod für die perfekte Inszenierung eines sehr intelligenten Menschen. Und ehrlich gesagt, gerade jetzt, wo seine DVD erscheint, da hört und sieht man ihn wieder.
Falco, er wurde an diesem Tag zu einer musikalischen Legende. Aber auch dies ist nichts außergewöhnliches, denn in seinem Heimatland Österreich gibt es viele mystische Legenden großer Musikschaffender.
Geboren wurde Falco am 19. Februar 1957unter dem Namen Johan (Hans) Hölzl in Wien Margareten als Sohn einer Einzelhandelskauffrau und eines Werkmeisters. Er wuchs als Einzelkind auf. Seine Lieblingsbeschäftigung in der Freizeit war die „Jagd“ auf Gartenzwerge mittels Gewehr. Die Lieblingsliteratur des Jungen war sein Sparbuch. Mit 6 Jahren hatte dieser dann seinen 1. Auftritt auf der Weihnachtsfeier seiner Volksschule.
Als 18 - jähriger tingelte er als Gitarrenspielender Straßen - und Kneipenmusiker durch Berlin.
Sein Lebensmotto hieß, “Wenn ich nur noch fünf Mark in der Tasche habe, kauf ich mir ein Ticket für den Bus ins Studio - und fang noch mal ganz von vorne an”.
Im Jahr 1980 tritt dieser als Bassist der Chaos – Combo „Drahdiwaberl“ bei. Seinen Namen fand er durch den DDR – Skispringer Falco Weißpflog, genannt der „Falke“. Von diesem war er sehr beeindruckt.
Im darauffolgenden Jahr hatte Falco seinen ersten großen Megahit mit dem Titel „Der Kommissar“.
Dieser wird weltweit über 7 Millionen Mal verkauft. Er war damit der zweite Sänger, der es mit einem deutschen Text in die US – Charts schaffte. „Der Kommissar“ war weltweit der erste kommerziell erfolgreiche Rap - Song eines Weißen Sängers.
Nach einer weniger erfolgreichen Zeit schaffte er 1985 / 86 den ganz großen Durchbruch mit dem Titel „Rock Me Amadeus“. Mit diesem gelang ihm das, was zuvor keinem anderen deutschsprachigen Titel gelungen war, sich 3 Wochen auf Platz 1 der US-amerikanischen Billboard – Charts zu platzieren. Kurze Zeit später gelang dies auch in England.
Auch im Jahr 1985 erschien dann „Jeanny“ Part 1. Dieser Titel erreichte ebenfalls erste Plätze, geriet aber wegen seines zweideutigen Textes in das Kreuzfeuer der Kritik und sorgte damit für einen riesigen Skandal. Dieser dürfte der größte in der deutschsprachigen Popmusik gewesen sein.
Hierzu muss jedoch gesagt werden, das „Jeanny“ nur ein Song einer ganzen Serie war. Die mehr als umstrittene Single „Jeanny“ (Part 1) erreichte noch im gleichen Jahr Platz 1
und hielt sich 20 Wochen in den Media – Control – Charts. Mit 2,5 Millionen Single gehörte diese zu den meistverkauften des Jahres 1986 und erreichte damit Doppelplatin (nach altem Bewertungssystem).
Mit dem Erfolg von „Jeanny“ in mehreren Ländern, kam der Skandal ins Rollen. Der nicht ganz eindeutige Text wurde als Verherrlichung und Verharmlosung des Tatbestandes der Vergewaltigung angesehen. Ganz besonders ins Visier der Kritiker geriet dabei die Einspielung der Nachrichtensendung gesprochen von dem damaligen sehr bekannten Nachrichtensprecher Wilhelm Wieben. Er berichtet, „In den letzten Monaten ist die Zahl der vermissten Personen dramatisch angestiegen. Die jüngste Veröffentlichung der lokalen Polizeibehörde berichtet von einem weiteren tragischen Fall. Es handelt sich um ein 19 - jähriges Mädchen, das zuletzt vor 14 Tagen gesehen wurde. Die Polizei schließt die Möglichkeit nicht aus, das es sich hier um ein Verbrechen handelt“. Dadurch entsteht der Eindruck, das dass Lied an die Serienmorde von Jack Unterweger angelehnt zu sein scheint. Falco wird vorgeworfen, mit dem Lied die Forderungen nach der Freilassung des Mörders zu unterstützen. Damals saß gewisser Unterweger, seit 1974, wegen Mordes an einer 18 - jährigen deutschen Frau in lebenslanger Haft ein. Als direkter Verbindungspunkt wurde das im Lied erwähnte Alter von 19 Jahren genommen.
Daraufhin und wegen sexistischer Anspielung wurde der Titel von vielen Radiostationen boykottiert.
Aber es gab auch noch positives für ihn in dieser Zeit, denn am 13. März 1986 kam seine Tochter Katharina Bianca zur Welt. Falco bekam aber die Doppelrolle zwischen Familienvater und Musikstar nicht so recht. Dadurch kam es wieder einmal zu einer Lebenskrise, in der auch der Alkohol eine nicht unerhebliche Rolle spielte. Später sollte sich durch einen Vaterschaftstest herausstellen, dass er nicht der Vater war.
Im Jahr 1992 kam es mit dem Album „Nachtflug“ zu einem Comeback.
1995 veröffentlichte Falco eine Techno- Version eines Alt - Berliner Gassenhauers aus den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts, die Single „Mutter, der Mann mit dem Koks ist da“. Um den großen Druck zu entgehen wählte er für die Single das Pseudonym T>> MA. Der Titel stürmte nach einem halben Jahr die Charts. Somit hatte Falco ganz unverhofft einen neuen Hit.

Falco feierte am 19. Februar 1997 seinen 40. Geburtstag mit einem großen Fest.
Seinen letzten großen Live – Auftritt hatte dieser zu Silvester 1997/98 in der Excalibur City.
Kurz Zeit später kehrte er in seine karibische Wahlheimat zurück. Dort verunglückte er am 6. Februar 1998 bei einem Autounfall tödlich. Nach dominikanischem Recht war der Busfahrer des Busses, mit dem er kollidiert schuldig. Dieser hatte die erlaubte Höchstgeschwindigkeit überschritten. Dabei spielte dort der Alkoholpegel von Falco keine Rolle.
Auf die Frage in einem Interview, wie er einmal sterben wolle, sagte dieser 1982: “Wie James Dean - auf einer Kreuzung, im Porsche. Zack. Aus.“
Und so geschah es dann auch.
Er fand seine letzte Ruhestätte auf dem Wiener Zentralfriedhof.

Sein musikalisches Vermächtnis ist, das er mit seinem phrasiertem Sprechgesang den Rap salonfähig machte und die Musikszene revolutionierte. Der Künstler Falco hinterlässt uns seine ganz eigene unverwechselbare Musik, die diesen auch in der Zukunft noch als hell leuchtenden Stern am Musikhimmel erstrahlen lassen wird.
Seine sehr philosophischen Texte werden dafür sorgen, dass die Aufarbeitung seines Vermächtnisses noch viele Jahre in Anspruch nehmen wird.

Seine Liste der Auszeichnungen und Ehrungen: Posthum werden ihm zuerkannt,
1999 der Echo für sein Lebenswerk und im Jahr 2000 beim „Amadeus Austrian Music Award“ der „Amadeus“ für sein Lebenswerk. Des Weiteren bekommt dieser 1982 die „Goldene Europa“ für den Künstler des Jahres, 1985 den „BRAVO Otto“ als Bester Sänger, 1986 die „Goldene Europa“ als Künstler des Jahres, 1986 das „Goldene Verdienstzeichen des Landes Wien“, 1986 zum wiederholten Male, den „BRAVO Otto“ als Bester Sänger, ebenfalls 1986 den „Bambi“ für den erfolgreichsten Popsänger des Jahres und 1986 den „Pop Amadeus“.
Sein herausragenden Titel und Erfolge dürften sein „Der Kommissar“, „The Sound of Music“, „Jeanny“, „Vienna Calling”, „Coming Home (Jeanny Part 2)“ und „Mutter, der Mann mit dem Koks ist da“ und nicht zuletzt „Out Of The Dark”.

Die Liedzeile aus dem Song „Out Of The Dark“ „Muss ich denn sterben…um zu leben?“ hat im Nachhinein etwas Mystisches in sein Leben gebracht, denn sein Ruhm kam nach dem Tode.

Monica Morell - “Später, wann ist das ?”

Sonntag, 24. Februar 2008

Monika MorellDana Winner, ist eine belgische Sängerin, die deutsche Titel eingesungen hat. Einer ihrer bekanntesten und erfolgreichsten ist „Ich hab’ noch tausend Träume“. Sie war eine Schweizer Schlagersängerin und feierte in den 70-iger Jahren des vorigen Jahrhunderts große Erfolge. Nach ihrem Rückzug aus dem Musikgeschäft war diese dann als Gastwirtin und Mitinhaberin eines Auktionshauses tätig. Monica Morell starb am 12. Februar 2008 an Krebs. Hier in Erinnerung einer ihrer Erfolgstitel aus dem Jahre 1974 „Später, wann ist das?“

Helene Fischer - Nur wer noch Träumen kann…

Dienstag, 25. Dezember 2007

Helene FischerHelene Fischer, der Top Star oder das Märchen aus Tausend und einer Nacht!
Sie kam einst aus den Weiten Russlands und schaffte es in einer Rekordzeit zur erfolgreichsten Schlagersängerin Deutschlands zu werden.

Hebt man sonst die Zähne, wenn es um die Einbürgerung von Ausländern geht, so schlägt es bei der kleinen Sängerin in Wohlgefallen um! Denn sie ist längst der Traum aller Schwiegermütter und – Väter, Omas und Opas und aller Männer geworden.

Diese Frau und Sängerin ist die Versinnbildlichung der Aschenputtelstory als Live-Act des multimedialen Jahrhunderts unserer Zeit.

Mit ihrer Beethoven Interpretation, dem Titel „Nur wer noch Träumen kann“, des Schlusschores von Friedrich Schiller aus der 9. Sinfonie op. 125 von Ludwig van Beethoven, der „Ode an die Freude“, hat Helene Fischer sich einen Traumpart über alle Musikgrenzen hinweg geschaffen.

War es nicht vor kurzem erst auf der Weihnachtswunderland – Tournee, als sie da ganz in weis die Bühne betrat und man das märchenhafte Gefühl hatte, das ganz plötzlich das Christkind in Menschengestalt vor einem erschien, und ein Weihnachtslied sang.

War es nicht dieser übersinnliche Effekt, der einen wieder an Weihnachten glauben lies? Und genau, da ist es, ihre Liedzeile, „…nur wer noch glauben kann…“ und wir werden geführt von einem „Kind“, an dessen klare reine Stimme wir glauben und dessen Lieder wir ständig auf den Lippen haben.

Helen Fischer – Sie ist längst zu einem Superstar einer Crossover Queen mit Heart Feeling geworden.

Lili Marleen – Jahrhunderthit und Geschichtsepos

Samstag, 08. Dezember 2007

Lilli MarleenEs dürfte, nein es ist das wohl bekannteste und erfolgreichste deutsche „Volkslied“ in der Musikgeschichte aller Zeiten. Lili Marleen entstand 1915 als Gedicht des in Berlin auf Wache stehenden Dichters Hans Leip.

Dieser setzte den Titel aus dem Namen seinen ihn verlassenden Freundin und dem Namen deren späteren Mannes zusammen. Es gibt über die Entstehung des Textes auch noch eine zweite Version.
1937 fügte Hans Leip die letzten beiden Verse dem Gedicht hinzu und nahm es seinem Gedichtband auf. Ein Jahr später komponierte Norbert Schultze die Melodie dazu und hatte damit einen der größten Liederfolge aller Zeiten produziert!
Lale Andersen hatte dieses Lied schon mit einer Komposition von Rudolf Zink in ihrem Programm, als sie die neuere Version von Norbert Schultze angeboten bekam. Über diese war die Sängerin allerdings nicht begeistert. Ihr gefiel der neue Marschrhythmus überhaupt nicht. Trotzdem wurde diese Komposition 1938 in den Berliner Studios der Firma Electrola aufgenommen und danach auf Schallplatte veröffentlicht.

Damit begann die Verbreitung des Liedes über die Wehrmachtssender, obwohl es wegen seines morbiden Gesamteindruckes zeitweise verboten war. Lale Andersen wurde damit zur der Lili Marleen Interpretin ohnehin. Zur Berühmtheit gelangte es aber durch den Soldatensender Belgrad dessen Empfangsbereich von Narvik bis Nordafrika reichte. Damit konnten ab 1941 täglich kurz vor 22.00 Uhr 6 Millionen Menschen dieses Lied hören. Es erreichte somit alle Soldatenstellungen des zweiten Weltkrieges und während dessen Ausstrahlung schwiegen die Waffen an allen Fronten.

1944 drehten die Engländer einen Film mit dem Titel „The True Story of Lili Marleen“ mit über 40 Übersetzungen und sorgten damit für die weltweite Verbreitung dieses Liedes.

General Eisenhower sagte nach dem Ende des Krieges einmal, das Leip der einzige Deutsche gewesen sei, der während des Krieges der ganzen Welt Freude gemacht habe.

In der Zwischenzeit gibt es sehr viele Versionen dieses Songs bis hin zur Rockversion und genau so viele Interpreten. Laut GEMA hat das Lied eine ungebrochene Popularität, denn es spielt in den 80er Jahren rund 60.000 Schweizer Franken, das sind umgerechnet ca. 36.200 Euro, ein.

Lili Marleen hat auch die Soldaten in den Kriegen der Neuzeit begleitet. Es bleibt auch weiterhin eines der am meisten gewünschten Lieder in Rundfunksendungen.
Einen weiteren internationalen Erfolg erzielte es in der gleichnamigen Verfilmung von Rainer Werner Fassbinder 1981. Die weltberühmte Schauspielerin Hanna Schygulla spielt in diesem die Kabarettsängerin Willie, die mit ihrem jüdischen Geliebten, das Lied während des zweiten Weltkrieges berühmt machen.
Lili Marleen ist zu einem Geschichtsepos geworden.