Dana Winner begeistert als Sängerin durch ihre vielseitige Sprachbegabung, niveauvollen Schlager und erlesene Chansons. Mit „Wenn du lachst“ ist ihr der Ohrwurm des Sommers 2007 absolut geglückt, denn die gelungene Mischung aus Calypso und Sirtaki verleiht auf Anhieb Urlaubsstimmung vom Feinsten.
Warum sich die sympathische Belgierin z.B. für diverse soziale Einrichtungen engagiert, welche Sinne sie erwecken möchte und wie ihre Zukunftspläne aussehen, erzählte sie HITHAUS im Interview.
HITHAUS: Der Song „ Wenn du lachst“ war der Sommerhit dieses Jahres, macht Sie das stolz, und lachen Sie privat auch so gerne?
Dana Winner: Ja, das hat mich wirklich überrascht, ich denke es war einfach das richtige Lied zum richtigen Zeitpunkt mit dem richtigen Künstler. Wir hatten schon lange geplant diesen Song zu veröffentlichen, aber es war irgendwie nie der geeignete Platz dafür, und so habe ich ihn dann erst in Flämisch aufgenommen, bis meine Plattenfirma sagte, dass produzieren wir auch auf Deutsch, und dass es dann so gut ankam, damit habe ich echt nicht gerechnet. Und natürlich lache ich privat auch sehr gerne ich bin ein sehr optimistischer Mensch, sonst könnte ich solch eine positive Botschaft auch nicht an mein Publikum vermitteln.
HITHAUS: Vor 10 Jahren haben Sie Ihr erstes deutschsprachiges Album herausgebracht, ist Ihnen dieses Jahr nun der endgültige Durchbruch in Deutschland gelungen?
Dana Winner: Ich hoffe es, dass mir der Durchbruch mit diesem Song gelungen ist, ganz ehrlich. Ich werde sehr häufig hier in Deutschland von vielen Radiosendern gespielt, worüber ich auch äußerst dankbar bin, aber es hat tatsächlich 10 Jahre gedauert, bis der große Erfolg eingetreten ist, und das macht mich schon stolz und zeigt, dass man niemals aufgeben soll und darf.
HITHAUS: In Belgien sind Sie ein gefeierter Star, auch gerade mit Platin ausgezeichnet worden, wünschen Sie sich auch in anderen Ländern mit Preisen bedacht zu werden, und welche wären das?
Dana Winner: Ja, es stimmt in Belgien bin ich sehr bekannt und ich begehe im Jahre 2009 tatsächlich schon mein 20-jähriges Bühnenjubiläum, Wahnsinn, wie schnell die Zeit vergeht. So starten wir auch bald wieder eine Tournee, die durch Belgien, Holland und Südafrika führt, darauf freue ich mich schon sehr. In Südafrika machen wir in jedem Jahr immer 5 Konzerte und es macht mir persönlich sehr viel Spaß dort aufzutreten, weil dort eine ganz besondere Atmosphäre herrscht, das ist einfach ein wunderschönes Gefühl, die Leute sind unheimlich dankbar und begegnen mir sehr herzlich. Natürlich wäre es auch einmal sehr schön in Deutschland aufzutreten innerhalb einer Tour, vielleicht bekomme ich dort auch noch die Chance, ich würde mich sehr freuen.
HITHAUS: Sie gelten als sehr sprachbegabt, wird einem solch ein Talent in die Wiege gelegt?
Dana Winner: Ich glaube, das ist tatsächlich so. Ich spreche natürlich Flämisch, dann noch Deutsch, Französisch, Englisch und Südafrikanisch. Allerdings war ich eine absolute Niete im mathematischen Bereich, und dann sagt man ja immer, dass dann der sprachliche Teil besonders ausgeprägt ist, vielleicht ist das auch eine Erklärung.
HITHAUS: In Ihren Liedern steckt sehr viel Gefühl, sind Sie persönlich auch sehr emotional veranlagt?
Dana Winner: Auf jeden Fall ich bin ein sehr emotionaler Typ. Wenn ich mir einen Film anschaue, der mir richtig unter die Haut geht, dann rollen schon ein paar Tränen und dazu stehe ich auch. Ebenso kann ich mit Leuten sehr gut mitfühlen, die eine bewegende Lebensgeschichte vortragen, dann bekomme ich Gänsehaut. Aber genau das ist es auch, was einen glaubwürdigen Interpreten ausmacht, der eben so wie ich viel über Gefühle singt, das Publikum spürt, dass man das, was man singt wirklich nachempfinden kann, anders ginge es für mich auch überhaupt nicht, ich bin sehr ehrlich und eben emotional.
HITHAUS: „Nichts zu verbergen“ heißt ein aktueller Song, vielleicht verraten Sie eines Ihrer verborgenen Geheimnisse?
Dana Winner: Stimmt, das ist ein aktueller Song, von dem ich mir natürlich auch einen guten Einstieg erhoffe, aber an solch einen Erfolg nochmals anzuknüpfen ist natürlich immer schwierig. Also zu verbergen habe ich eigentlich nichts, ich sage immer und jedem, was ich denke, was für viele, die mit mir zu tun haben sicherlich nicht immer einfach und bequem ist. Aber ich mag nicht Umwege gehen um ans Ziel zu kommen sondern wähle lieber den geraden Weg, und mit dieser Ehrlichkeit haben schon viele Mitmenschen Probleme, aber ich bin wie ich bin und möchte mich einfach nicht verstellen.
HITHAUS: Wie kam es dazu, dass Sie mit Marshall&Alexander einen englischsprachigen Titel als Bonus Track für Ihr Album aufgenommen haben?
Dana Winner: Das hat sich ergeben bei einer Begegnung in Antwerpen, wo wir uns das erste Mal getroffen haben und ich total fasziniert war von ihren Stimmen und der Ausstrahlung. So entstand die Idee dass man doch einmal ein Duett oder besser Trio in diesem Falle arrangieren könnte, denn für mich ist absolut wichtig, dass die Stimmen zusammen passen müssen, und das war absolut der Fall einfach gigantisch. Denn es nützt nichts wenn du vielleicht gut aussiehst, deine Stimme auch okay ist aber es zusammen keine Harmonie ergibt, das war aber absolut der Fall und ich bin sehr froh, das ich diese Gelegenheit genutzt habe.
HITHAUS: Sie engagieren sich auch sehr für diverse soziale Einrichtungen, welche sind es, und was bedeutet Ihnen diese Engagement?
Dana Winner: Ja, seit 4 Jahren bin ich Schirmherrin für eine Einrichtung in Belgien, die sich „ Mutter für Mutter“ nennt. Dort können allein erziehende Mütter zweimal in der Woche mit ihren Kindern hingehen und sich zu pflegen und vernünftig zu essen, und das finde ich eine sehr gute Idee und unterstütze die ehrenamtlichen Helfer dort sehr gerne, Dann kümmere ich mich auch um Kinder in Südafrika, die selbst an Aids erkrankt sind. Oder bereits durch diese Krankheit ihre Eltern verloren haben und ich muss sagen das ist jedes mal sehr herzergreifend für mich, und gibt mir persönlich unheimlich viel Kraft, weil ich diese Kinder überaus bewundere, wie sie trotz dieses Schicksals so mit ihrem Leben zufrieden sind, davon kann man sehr viel lernen.
HITHAUS: Sie schwärmen ja regelrecht von Südafrika, welchen Bezug haben Sie mittlerweile dazu entwickeln können?
Dana Winner: Ja, das stimmt, man kann eigentlich sagen, dass Südafrika zu meiner zweiten Heimat geworden ist. Ich fühle mich dort sehr, sehr wohl, weil die Menschen so wahnsinnig herzlich und dankbar sind und sehr begeisterungsfähig. Wenn wir dort Konzerte geben, dann kommen bis zu 7000 Menschen, die singen, tanzen einfach fröhlich sind, und das ist ein unbeschreiblich schönes Gefühl. Ich kann mich dort auch absolut frei bewegen, das heißt ohne Bodyguards z.B. weil ich mittlerweile eine von ihnen bin, und man mich als Freundin akzeptiert und nicht als den Star Dana Winner.
HITHAUS: Stimmt es, dass nach Ihnen sogar eine Tulpe in Holland benannt worden ist?
Dana Winner: Ja, und eine wunderschöne noch dazu. Es ist eine Tulpe mit sehr ausgeprägten Blättern mehr so in Zackenform und eben nicht wie normal rundlich, und vor allen Dingen in meiner Lieblingsfarbe weiß. Ich liebe weiße Blumen sie sind sagen wir mal unbefleckt, und strahlen eine Besonderheit aus wie Unberührtheit und Eleganz.
HITHAUS: Sie strahlen eine enorme Lebensfreude aus, nicht nur auf der Bühne, wie schaffen Sie das, was tun Sie dafür?
Dana Winner: Das hängt sicherlich wieder mit meinem Optimismus zusammen, aber ich kann auch durchaus mal nicht so gut drauf sein. Nur liebe ich meinen Beruf so sehr, so dass ich es genieße auf der Bühnen zu stehe, und mich dort ausleben zu können, Aber ich stehe dann auch wiederum zu meinen Fehlern, so wie kürzlich als ich eine Dummheit beim Autofahren begangen habe, und es sowieso überall in den Zeitungen stand, das Frau Winner ihren Führerschein kurzzeitig verloren hat, warum soll ich das verschweigen. Ich bin auch nur ein Mensch und stehe zu meinen Fehlern, sage das auch ganz offen zu meinem Publikum und bin dadurch denke ich einfach glaubwürdig, ja und eben menschlich.
HITHAUS: Ihnen liegt auch die Ästhetik sehr am Herzen, und Sie haben vor kurzem eine eigenen Schmuckkollektion entworfen, was darf man sich darunter vorstellen?
Dana Winner: Nun ja Antwerpen ist natürlich die Stadt der Diamanten, und so entstand zusammen mit meinem Management die Idee, eine eigene Kollektion zu entwerfen. Ich persönlich bin eher der Typ, der zwar wert legt auf schönen auserwählten Schmuck. Mich aber niemals so behängen würde, da nicht die Quantität zählt , sondern die Qualität. Ich finde es sehr interessant ein dezentes Schmuckstück zu tragen, sei es nun eine schöne Kette oder auch ein Ring, der ins Auge fällt, aber ich belasse es bei einem Wertstück, und deshalb ist meine Kollektion auch eher schlicht aber besonders zu umschreiben
HITHAUS: Gibt es noch weitere Pläne in dieser Richtung, z.B. eine Duftkreation a la Dana Winner?
Dana Winner: Können sie Gedanken lesen (lacht laut). Ich habe tatsächlich eine Duftkreation mit einem Team entworfen, die sehr frisch und lebendig herüberkommt ohne Zutaten von Zitrusextrakten die mag ich persönlich nicht so besonders, und es ist ein Unisexprodukt, also für Männer und Frauen zu verwenden, darauf bin ich schon echt stolz.
HITHAUS: Gibt es eigentlich Unterschiede zwischen belgischen und deutschen Fans?
Dana Winner: Oh eigentlich sind sich beide sehr ähnlich auf den ersten Blick. Auf den zweiten würde ich aber sagen, dass die belgischen Fans vielleicht etwas lebendiger sind, aber das liegt in unserer Natur wir feiern eben sehr gerne und sind sehr offen, aber ich liebe meine deutschen Fans genauso, und ich finde diese kleinen Unterschiede im Übrigen immer sehr spannend, da es Abwechslung in mein Leben bringt.
HITHAUS: Was wünschen Sie sich persönlich sowohl in privater wie auch beruflicher Hinsicht?
Dana Winner: Da ich meinen Vater vor zwei Jahren leider verloren habe, an dem ich sehr gehangen habe, und der Schmerz über seinen Verlust doch immer noch sehr präsent ist, wünsche ich mir, dass meine Mutter noch recht lange bei uns bleibt denn ich bin schon ein Familienmensch. Ebenso wünsche ich meiner achtjährigen Tochter, dass ich ihr weiterhin eine gute Freundin sein darf, denn wenn man soviel wie ich unterwegs ist, dann unterscheidet sich das Familienleben natürlich schon von anderen, andererseits genieße ich dann natürlich auch unser Zusammensein. Beruflich kann es ruhig so weitergehen wie gerade aktuell, ich bin dabei sehr