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Spassmaschine - Power-Schlager-Pop ohne Gnade

Von Irina Heidkamp

SpassmaschineFast jeder kennt “Ragazza” aus dem Mallorca-Urlaub, aus dem Tanzcafe, aus den Party-Charts oder von vielen Compilations. Die Interpreten dieses Songs jedoch, kennt man in Deutschland noch nicht so richtig, obwohl sie wohl einer der wenigen Bands aus dem deutschsprachigen Sektor sind, die auch international erfolgreich vertreten ist.

Spassmaschine dürfte wohl die einzige deutsche Partyband sein, die einen Plattenvertrag bei Warner-Music Skandinavia für Schweden, Finnland, Norwegen und Dänemark ihr Eigen nennen darf.

Daher sind Reiner, Ralf und Frank von Spassmaschine diese Woche “Künstler(in) der Woche” bei Hithaus:

Hithaus: Spassmaschine ist noch ein ganz junges Gesicht im Schlagergeschäft und besteht eigentlich aus zwei Musikern einer der erfolgreichsten Live-Rockband´s Deutschlands und einem Schauspieler. “Alte Hasen” im Musikgeschäft, jedoch Neulinge in der Schlagerbranche. Wie kam es zur Gründung von Spassmaschine?

Spassmaschine: Wir wollten einfach für uns mal eine Sache in Angriff nehmen, bei der man wirklich, aber auch wirklich auf keine Sachen Rücksicht nehmen muss, sondern auch Titel schreibt, die für manchen vielleicht etwas „derbe“ klingen mögen, uns aber ne Menge Fun bereiten. Das ist bei Rockmusik im Allgemeinen sehr schwer, und in Englisch macht das nicht ganz so viel Laune, in Deutsch klingt so was dann mit dem richtigen Sound einfach cool. So kam dann die Idee für die Band von mir (Kern Rainer) und meinem Bruder Ralf, wir fragten den Texter Frank Heck, und so ging es los.

Hithaus: Das Motto von Spassmaschine ist Spassmaschine. Was soll das genau bedeuten?

Spassmaschine: Das ist eigentlich oben schon miterklärt. Halt einfach alles machen was Spass macht….Und das klappt echt prima.

Hithaus: Spassmaschine bedient den Sektor der Partymusik. Warum ausgerechnet deutsche Partymusik?

Spassmaschine: Schlager Fans sind ein sehr dankbares Publikum, das ist keine „Schleimerei“. Die Treue, welche zum betreffenden Star entgegengebracht wird ist einmalig. Weil man da unglaublich viele Möglichkeiten in Sachen Sound hat, und wenn’s gescheit gemacht ist, auch ordentlich knallt. Darum geht es bei der Art von „Musik“

Hithaus: Mancher Schlagerfan empfindet den Partyschlager als anspruchslos und minderwertiger als Schlager oder Fox. Welche Argumente halten Sie hier dagegen?

Spassmaschine: Na ja, so ganz Unrecht hat der Fan da nicht, wir behaupten nun wirklich nicht von uns wir hätten Arien oder Operetten geschrieben. Wozu auch, wie schon gesagt, der Spass steht an 1. Stelle, und sonst nichts, wenn man die Songs minderwertiger empfindet, einfach nicht hinhören….

Hithaus: Ihre Debütsingel heißt „Ragazza“ und ist nicht nur in Deutschland, sondern auch in den skandinavischen Ländern veröffentlicht worden. Sind Sie zufrieden mit dem Ergebnis Ihrer ersten Platte? Wie hat man in den skandinavischen Ländern auf deutsche Partymusik reagiert?

Spassmaschine: Nun es gab verschiedene Reaktionen, im Allgemeinen doch recht gut, vielleicht gibt es ja eine Nachfolgesingle, mal schauen.

Hithaus: Was gibt es aktuell von Spassmaschine zu hören?

Spassmaschine: Unser aktueller Titel nennt sich „Edeltraud“, und geht ordentlich ab. Neue Titel sind in der Mache.

Hithaus: Kann man Ihre Songs auch downloaden? Wenn ja, wo gibt es die Möglichkeit Ihre Musik legal down zu loaden?

Spassmaschine: Ja, zum Beispiel bei Musicload, AOL oder i-Tunes

Hithaus: Was planen Sie als weitere Schritte für Spassmaschine?

Spassmaschine: Weitere Songs zu schreiben, unsere Ideen sprudeln, und viel gute Laune mit dem Krawall haben…

Hithaus: Kann man Spassmaschine auch live erleben?

Spassmaschine: Wir sind in Planung, Gigs für Spassmaschine, zusammen mit unserer Rockband ins Programm zu nehmen, da gibt es einige konzeptionelle Dinge, die noch geklärt werden müssen, dann geht’s im Prinzip los. Wenn alles gut geht, kommen da gut 50 bis 60 Termine im Jahr zusammen. Lassen wir uns mal überraschen.

Hithaus: Die Szene des Partyschlagers ist sehr dicht besetzt, wo sehen Sie die Berechtigung von explizit Ihrer Gruppe? Haben Sie schon besondere Erfahrungen mit dem Klientel des Schlagers gemacht?

Spassmaschine: Wir fahren zwar einen ähnlichen Sound wie alle Kollegen auch, doch unsere Texte sind schon ein bissi mehr als „Saufen, Titten“ etc., wobei das jetzt nicht andere Songs schmälern soll…..

Hithaus: Charakterisieren Sie die Mitglieder von Spassmaschine! Sind Sie sich immer bei allen Entscheidungen einig, oder fliegen bei Spassmaschine auch einmal die Fetzen?

Spassmaschine: Na, wenn dauernd die Fetzen fliegen würden, müssten wir uns umbenennen. Scherz beiseite, das läuft in der Tat ziemlich harmonisch ab. Wenn einer von uns eine Idee hat, wird es ausprobiert, klingt das Ganze dann nicht, kommt der Song auf die Ersatzbank. Ganz einfach und ohne Stress.

Hithaus: Haben Sie neben dem Beruf auch privat Verbindung zu einander?

Spassmaschine: Na logisch, Ralf und ich sehen uns beinahe täglich, Frank, der ja als Beruf noch Schauspieler ist, treffen wir oft, falls wir nicht zusammen schreiben, in unserer Stammkneipe, zum gemeinsamen „Pilsje“.

Hithaus: Nennen Sie uns bitte für jedes Mitglied einzeln die 3 Dinge, die Ihnen im Leben am wichtigsten sind, außer der Musik.

Spassmaschine: Das ist bei uns dreien gleich. Familie, Gesundheit und die Freunde.

Hithaus: Wie stehen die Partnerinnen von Ihnen zu Ihrem Projekt Spassmaschine?

Spassmaschine: Manchmal wird schon die Stirn gerunzelt, wenn wir mit unseren neuesten Schandtaten aufweisen, aber im Grossen und Ganzen sehen das die Mädels sehr interessiert, und haben auch Ihren Spass daran.

Hithaus: Alle Welt jammert, dass die Tonträgerverkäufe immer weiter zurück gehen. Was hat Spassmaschine zu den düsteren Prognosen für die Musikindustrie zu sagen?

Spassmaschine: Nun, uns wäre es auch lieber mit einem Mal tausende Platten zu verkaufen, da es aber nicht mehr so läuft, muss man sich anderweitig umsehen, wie z.B. live Auftritte, Downloads etc. Ein bissel was geht immer

Hithaus bedankt sich herzlich bei der Gruppe Spassmaschine für das Interview und wünscht Ihnen alles Gute und viel Erfolg

Artikel vom 28. April 2007

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