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Sängerin Paloma: Wenn Musikmarketing zum Kindergarten wird

Von Katja Dowbrowolnik

Sängerin Paloma Wenn Musikmarketing zum Kindergarten wirdManchmal muss man sich tatsächlich fragen, was in den Köpfen der Verantwortlichen bei Plattenfirmen so vorgeht und auch der vorliegende Fall ist wieder einmal ein Zeichen dafür, dass es oft auch die Plattenfirmen sind, die das Schlagergeschäft - für den objektiven Betrachter - zum Kindergarten werden lassen.

So schreibt die Schallplattenfirma “Ariola” in einem Pressetext, den im Übrigen viele wieder in gewohnter Manier einfach ungeprüft im Internet abspammen:

“…Helene Fischer muss sich warm anziehen…”

Wieso, fragt sich da der aufmerksame Leser, der Winter ist doch vorbei und der Sommer steht vor der Türe. Was soll Helene Fischer da mit warmer Kleidung oder plant diese gar eine Tour durch den Nordpol ?

Hintergrund dieser Aktion ist die neue Single von Paloma, der ehemaligen “Miss Switzerland”, von der ihre Schallplattenfirma “Ariola” offenbar so überzeugt ist, dass sie sich ganz offenbar mit obiger “Kampfansage” Gehör verschaffen will. Oder ist man sich bei “Ariola” seiner Sache doch nicht so sicher ud möchte mit diesem Spruch einfach nur polarisieren und provozieren ?

Aber wieso muss eigentlich Paloma der guten Helene Fischer (unter Vertrag bei “EMI”) Ränge abringen oder besser, wieso baut “Ariola” nicht auf Eigenständigkeit ihrer Künstlerin und versucht sich mit derart einfallslosen Vergleichen ?

Grund dafür könnte tatsächlich sein, dass die Major-Companies, und dazu gehört “Ariola” zweifelsfrei, einfach die letzten Jahrzehnte verlernt und vergessen haben, was es bedeutet, Künstlerpersönlichkeiten aufzubauen. Das ständige “Sehen nach den anderen” und der klägliche Versuch “anderen Positionen wegzunehmen” ist bisher immer gescheitert und wird es auch in dem vorliegenden Fall wieder tun.

Denn: Es ist völlig egal, ob zwei, drei oder sogar zehn gute Künstler paralell existent sind, solange jeder davon eine gute Leistung bringt und vorallem Eigenständigkeit aufweist.

Das “hinter Erfolgen anderer mit Neid Hinterherennen” und dabei auch noch zu hoffen bzw. zu glauben, man sei am Ende selbst der Gewinner,ist nicht nur ein Zeichen mangelnder Marketingkompetenz, sondern vielmehr auch charakterlich nicht besonders hoch anzusiedeln.

Neid war noch nie eine Basis für Erfolge !

Artikel vom 19. Mai 2008

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