Nico Gemba - Der König der Piraten
Man nennt ihn auch den “König der der Piraten” und im Party-Schlager-Bereich würde sicherlich etwas Massgebliches fehlen, wäre da nicht Nico Gemba.
Hithaus: Herr Gemba, in Ihrer Biografie kann man nachlesen, dass Sie bereits Energieelektroniker, Feuerwehrmann und Fitnesstrainer waren. Woher kam der Impuls ins Showgeschäft einzusteigen? Wie lange ist das jetzt genau her?
Nico Gemba: „Tja, da könnte man jetzt so viel zu erzählen. Ich glaube der erste Impuls war, als ich 5 Jahre alt war und ich meine erste Single von „The Sweet“ zu Weihnachten bekommen habe. Die habe ich damals 50 Mal hintereinander gehört und fand sie Superklasse. Dann habe ich eigentlich, bis ich mich entschlossen habe, selbst ins Showgeschäft einzusteigen, überhaupt keine deutsche Musik gehört, außer ab und zu „Udo Lindenberg“. Der Auslöser für den Schlager war damals „Wolle“. Ich hörte zum ersten Mal „Verlieben Verloren“ und das klang ehrlich und hat mich berührt. Danach fing ich an selbst Songs zu schreiben, aber es dauerte noch ein paar Jahre bis ich durch meinen DJ-Job die richtigen Leute kennen gelernt habe.“
Hithaus: Ist Gemba auch Ihr bürgerlicher Nachname, oder ist Nico Gemba, wie bei vielen Künstlern üblich, ein Künstlername?
Nico Gemba: „Gemba ist die Abkürzung für Gemballa. Ist nicht so lang und hat mehr Power.
Ich mag auch keine Künstlernamen die aus 2 Vornamen bestehen, wo man nicht weiß, was ist Vorname und was ist Nachname.“
Hithaus: Sie tragen als Namenszusatz „König der Piraten“ - woher kommt dieser Zusatz, was soll damit ausgedrückt werden?
Nico Gemba: „Ja … ich bin doch durch Reinkarnation wiedergeboren und eigentlich der Sohn von Klaus Störtebecker, einer der berühmtesten Piraten und da lag das doch nahe. Naja nicht ganz…Ich mag es einfach wenn ein Album ein Konzept hat und stimmig ist. Es ist der Titelsong des Albums „König der Piraten“ und vor dem „König des Popschlagers“ kommt halt als Vorstufe der „König der Piraten“. Ich mag themenbezogene Projekte und alles muss zusammenpassen, auch das Cover.“
Hithaus: Sie haben bereits eine ansehnliche Discografie, die man auf Ihr Künstler Homepage www.nico-gemba.de ansehen kann. Mit welchem Projekt werden Sie als nächstes den Fans aufwarten?
Nico Gemba: „Das nächste Projekt? Das beste Popschlager Album 2007! Ich habe einen Plattenfirmenwechsel Anfang des Jahres gemacht, zu DA MUSIC, über den ich sehr glücklich bin und habe gerade mit den Arbeiten im Studio für das neue Album begonnen, das ca. September erscheinen wird. Alle neuen Songs sind schon geschrieben. Ich habe mich 4 Wochen lang eingeschlossen und stehe dann so unter Strom, das ich nicht mal richtig schlafen kann. Jeden Song gehe ich so an, wie eine Single. Man weiß zwar nie, denn die Leute entscheiden, aber ich hasse B-Seiten und so genannte Album Titel. Ich stehe auf Glaubwürdigkeit und die Songs die ich mache, das bin 100 %ig ich. Das ist das, was ich bei einigen Kollegen vermisse. Ich kann nicht singen „Ich liebe Dich“ und das klingt wie: ich geh mal eben Zigaretten holen. Wenn „Wolle“ früher gesungen hat “Was weg ist, ist weg“, dann habe ich ihm das geglaubt. Das versuche ich zu erreichen und dann berührt es auch.“
Hithaus: Kann man Ihre Songs auch downloaden? Wenn ja, wo gibt es die Möglichkeit Ihre Musik legal down zu loaden?
Nico Gemba: „Legal downloaden?? So was gibt es? Und ich hab das all die Jahre nicht gewusst. Nun Spaß bei Seite. Obwohl ich z.B. bei dem Album „König der Piraten“ gesehen habe, dass es bei einem illegalen Portal eine Woche vor der Veröffentlichung 550 Mal an einem Nachmittag
down geloaded wurde. Ganz schön krass! Aber Gott sei Dank gibt es ja auch noch so was wie
Musicload.de usw. – Ich denke so ganz wird man das nie in den Griff kriegen.“
Hithaus: Das Musikbussiness ist kein einfaches Geschäft mehr, die Verkaufszahlen sind in den vergangenen Jahren ziemlich eingebrochen. Wie beurteilen Sie die Zukunft der Musikbranche, wo setzen Sie sich persönlich Ziele für die kommenden Jahre?
Nico Gemba: „Wie schon gesagt, der Musikmarkt wird sich durch das Internet noch weiter verändern. Für die jüngeren Leute zum Teil ein Segen, aber die reifere Jugend wünscht sich, glaube ich, die gute alte Zeit zurück, wo man sich die Maxisingle gut sortiert in einem Plattenladen ganz unproblematisch kaufen kann. Wo genau die Reise hingeht - da gibt es so viele Prognosen -
man wird sehen. Meine Reise geht weiter nach vorne. Ich möchte weiter Musik machen und immer mehr Leuten nahe bringen. Ich freue mich immer noch wie ein kleiner Junge, wenn ich als Gast in der Discothek meine neue Scheibe höre und die Leute tanzen und singen mit.“
Hithaus: „Verraten Sie uns doch etwas über Ihr Privatleben! Sind Sie in feste Hände vergeben? Oder leben Sie lieber Ihr Image als Womanizer?
Nico Gemba: Ja hmm, die Hände sind sehr fest gebunden (lacht). Es gibt da eine Frau, die heißt jetzt Klarissa Gemballa und darüber bin ich sehr glücklich. Sie ist mein Halt und gibt allem einen tieferen Sinn. Ohne sie bin ich nur halb. Ich habe sehr lange nach so einem Partner gesucht, der mit mir kompromisslos diesen Weg geht. Denn dieser Weg kann auch oft steinig sein und da ist es gut, wenn man jemanden hat der einen auffängt, oder auf den Boden der Tatsachen zurück bringt. Wir sind wie für einander gemacht. Sie ist klasse! Habe über 30 Jahre rumprobiert und das reicht für 3 Leben. Der Weg war das Ziel und nun bin ich angekommen!“
Hithaus: Welche drei Dinge sind Ihnen im Leben am wichtigsten außer der Musik?
Nico Gemba: „Unabhängigkeit auf jeden Fall. Ich könnte glaube nicht mehr normal von 8.00 bis 5.00 im Büro arbeiten gehen. Und natürlich Gesundheit, klingt zwar sehr nach Klischee, aber ohne diese geht nichts. Ich glaube man vergisst das zwischendurch zu schnell. Ich möchte eigentlich nur etwas Spaß haben, meine Musik machen und ein cooles Leben führen. Ich finde wir sollten uns alle nicht so ernst nehmen und mehr lachen. Dabei sein ist alles, oder ?“
Hithaus: Geben Sie uns als Fitnessprofi abschließend noch einen Tipp, um aktuell für das Frühjahr die Winterpfunde loszuwerden und den Organismus wieder auf Trapp zu bringen.
Nico Gemba: „Oh man, da gibt es kein all Heilmittel. Jeder muss seinen eigenen Weg finden und in sich reinhören. Neue Diäten werden jede Woche von irgendeiner Zeitschrift aus dem Boden gestampft und angepriesen. Es ist irgendwie immer das gleiche. Jeder weiß, glaube ich mittlerweile, das Schweins’haxe nicht gut ist. Mein Tipp ist TDD, „Tanz Das Doppelte“, und jeden morgen sich selbst mit einem Lächeln im Spiegel begrüßen: „Heute hast Du einen guten Tag!“ Das hält fit und gesund!
Hithaus bedankt sich herzlich bei Herrn Nico Gemba für das Interview und wünscht Ihnen alles Gute und viel Erfolg.
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