Heinz Schenk - Ein Stück deutsche Fernseh- und Musikgeschichte

Von Alexander Marcus

Heinz Schenk Ein Stück deutsche FernsehgeschichteHeinz Schenk, es gibt nicht viele, die so wie er die deutsche Fernseh- und Musikgeschichte mitgeschrieben haben.

Er wurde am 11. Dezember 1924 in Mainz geboren. Schon als Junge trat dieser mit einer Büttenrede im Mainzer Frauenchor - Karneval auf. In den 30er- Jahren des vergangenen Jahrhunderts war er in einem Kabarett namens Elefant in Worms beschäftigt. Dort parodierte er viele Fernsehgrößen, wie unter anderen Heinz Rühmann, Hans Moser und Hans Albers.

Seine Karrierestart war 1951 beim Hessischen Rundfunk als Radiomoderator. Die ersten Fernsehauftritte absolvierte dieser beim Sender „Telesaar“ im Saarland. Heinz Schenk wurde als erstes durch die Sendung „Frankfurter Wecker“ bekannt. Später kamen dann Fernsehsendungen hinzu, so auch am 3. August 1957 die Musiksendung „Zum blauen Bock“. Diese wurde zu seinem Geschichtsbucheintrag in das Lexikon der Fernsehgeschichte. Heinz Schenk moderierte diese Sendung 21 Jahre lang und 134 Mal. Es war eine der schönsten, beliebtesten und erfolgreichsten Fernsehsendungen für die ganze Familie im Zeitalter des Fernsehens. Diese erreichte durchaus viele Generationen und vereinte diese in Familie zur Kaffeetrinkenszeit.

Das Konzept war einfach aber wirkungsvoll und wurde durch Heinz Schenk bestens moderiert. Er der Wirt einer Äppelwoi – Schankwirtschaft begrüßte in verschiedenen Städten Künstler aller Musikchangre. Bei einem kleinen Plausch stellte dieser sie vor und oder spielte mit ihnen so manchen Akt durch. Berühmt wurde er mit seinen Büttenreden zum Karneval, die mehr als nur nachdenklich machten, wie auch seine eigenen Lieder. Durch seine Sendungen wurden alle großen und bekannten Künstler von Oper bis Schlager geschleust. Wer den „Blauen Bock“ sah, der bekam eine musikalische Grundausbildung verpasst.

Heinz Schenk ist mit der Fernsehsendung „Zum blauen Bock“ so verwachsen, das man diese beruhigt als sein Lebenswerk, sein künstlerisch schöpferisches Testament bezeichnen kann.

Viele Auszeichnungen wurden ihm dadurch zu Teil, so auch den Hessischen Verdienstorden, den Bambi, die Hermann-Löns-Medaille und das Bundesverdienstkreuz I. Klasse.

Aber und das muss auch erwähnt werden, er spielte auch Im Film und Theater mit, so unter anderem in Dieter Wedels Mehrteiler „Wilder Westen“ im Jahre 1988 mit. Auch am Frankfurter Volkstheater war er auch in der Rolle des Doolittle im Musical „My Fair Lady“ zu sehen.

Am 18. Februar 1993 feierte er noch einmal ein Fernsehcomeback mit der Musiksendung „Fröhlich Eingeschenkt“. Diese lief am Samstagabend bis zum November 1996.

Heinz Schenk komponierte aber viele Lieder, zum einen für sich im „Blauen Bock“ und zum anderen auch im Jahre 1985, den Titel „Gib dem Glück keine Chance“ für die ARD – Fernsehlotterie. Das wohl bekannteste Lied aus seiner Feder ist das anlässlich der „Blauen Bock“ Sendung aus Vaduz 1978 geschriebene Lied „Es ist alles nur geliehen“. Mit diesem trat er nicht nur in der ZDF Hitparade auf, nein es wurde auch sein größter Erfolg.

Auch heute kann man ihn noch hin und wieder als Gast in Talkshows sehen. Dabei kommt man nicht schlecht ins Staunen, wenn er dann über sein Interesse für Computer und Internet erzählt.

Der letzte Stand ist, das er heute in Wiesbaden lebt.

Alexander Marcus von Hithaus meint: Heinz Schenk gehört jetzt schon zu den großen lebenden Legenden des sich im vergangenen Jahrhunderts entwickelnden Fernsehens. Er ist nicht nur Kult, sondern auch ein Mann der Fernsehgeschichte geworden. Man kann ihm nur Danke für diese schönen Sendungen sagen!

Artikel vom 18. April 2008
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