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Exklusives Hithaus-Interview mit Benny (”Amigo Charly Brown” , ZDF- Ferienprogramm)

Von Diverse

In den 70iger Jahren wurde Benny mit Titeln wie “Amigo Charly Brown”, “Skateboard” “Bin wieder frei” oder “Was geht da vor hinter Billys Scheunentor” zum Mädchenliebling, später moderierte er für das ZDF gemeinsam mit Anke Engelke das Ferienprogramm oder Pfiff. Irgendwann verschwand der einstige Liebling dann von den Bildschirmen und tauchte erst 2004 wieder auf. Auf dem Schlagermove 2004 trat Benny erstmals wieder als Schlagersänger auf und beschloss wieder an alte Erfolge anzuknüpfen. Nach einem Weihnachtstitel erscheint in Kürze ein “Best-Of”-Album. Alle Songs werden neu abgemischt und aufgenommen. Bevor das Album auf den Markt kommt und Benny im Oktober mit vielen Kollegen auf Tournee geht habe ich ihn mit vielen Fragen “gelöchtert” und habe erstaunlich ehrliche und ausführliche Antworten erhalten. Ein wirklich tolles Interview mit Benny, aber lest selbst!!
1. Für alle, die dich nicht so gut kennen. Wann bist du geboren? Und wo lebst du?
Ich bin am 28.April 1957 in Rahden/Westfalen geboren und wohne in Taufkirchen bei München.
2. Du lebst in München, was hat dich nach München “verschlagen”, was gefällt dir an der Stadt?
Ich bin mit 18 Jahren nach München gezogen, weil mein damaliger Manager Hans Odenthal (der “John” von “Phil & John”) dort lebte. Natürlich war mir die große Entfernung zum Elternhaus damals nicht ganz unrecht. Dadurch war ich nicht mehr unter ständiger Kontrolle meiner Eltern und das findet man als Jugendlicher natürlich erst mal spannend. Außerdem lernt man relativ schnell selbstständig zu sein. München ist nach wie vor eine tolle Stadt. Die Nähe zu den Bergen im Winter oder den vielen Seen im Sommer ist schon etwas Besonderes.
3. Was könnte dich von München weglocken?
Mein Traum ist es, irgendwo im Süden (Italien, Spanien?) auf einem Bauernhof mit vielen Tieren zu leben. Wenn sich das mit einem Job (z.B. Radiosender etc.) verbinden ließe, wäre das großartig. Ich denke, meiner Tochter würde das auch sehr gefallen.
4. Wie bist du zur Musik gekommen? Spielst du auch ein Instrument?
Meine Mutter ist sehr musikalisch und ich denke, ich habe das Talent von ihr geerbt. Ich bin schon als kleiner Junge auf Festen aufgetreten und das hat mir großen Spaß gemacht. Ich spiele Gitarre und ein wenig Keyboard.
5. Wie wurdest du entdeckt?
Nach meinem Stimmbruch sang ich auf einem Talentwettbewerb in meinem Heimatort und belegte den ersten Platz. Der Preis war ein Besuch bei der ZDF-Hitparade in Berlin. Ein Talentscout stellte dann den Kontakt zu Frank Farian her und wir gingen relativ schnell ins Studio und es entstand meine erste Single “Du bist 16″. Witzigerweise war ich einen Monat nachdem ich mir die Sendung “live” in Berlin anschauen durfte, plötzlich selbst als Sänger zu Gast. Das war schon irgendwie komisch.
6. Du warst in deiner Jugend sehr erfolgreich. Auf einmal gab es keine Tonträger mehr. Warum?
Na ja, irgendwann liefen die Platten nicht mehr so erfolgreich und ich habe mich dann mehr auf meine anderen Sachen (Radio, TV usw.) konzentriert. Mit irgendwas musste ich ja mein Geld verdienen. Dadurch ist die Musik leider ziemlich ins Abseits gerutscht. Ich war damals frustriert und enttäuscht und hatte einfach keinen Spaß mehr am Singen. Es war, glaube ich, ganz gut ein wenig Abstand zu kriegen, denn heute sehe ich das glücklicherweise aus einem anderen Blickwinkel und freue mich auf mein “Best of”-Album.
7. Warst du mit deinen Songs und ausgeflippten Outfits nicht so eine Art Mädchenschwarm und Mütterschreck? Vor allem deine Texte sprachen Eltern ja nicht so aus der Seele, oder?
Mütterschreck? Ich weiß nicht. Meine Texte waren ja am Anfang eher harmlos. Später wurden wir dann eine Spur mutiger, was in erster Linie an den Textern René Marcard oder Norbert Hammerschmidt lag. Ich fand die Art, wie sie die deutsche Sprache in den Songs benutzten, einfach gut. Klar, da gab es dann auch mal einen Titel gegen Alkohol bzw. Drogenmissbrauch (”Du hast Angst vor der Wahrheit”, B-Seite), aber das hätte die “Mütter” doch eher freuen sollen, oder?
8. Als Mädchenschwarm hast du doch früher bestimmt viel Post erhalten. Was war damals besonders außergewöhnlich?
Nach meinem ersten Hitparaden-Auftritt bekam ich z.B. ca. 30.000 Fanbriefe. Ich habe lange gebraucht, um sie alle persönlich zu beantworten. Damals war ich gerade 16 und das hat mich zum Teil schon ziemlich verwirrt. Da schrieben Mädchen, dass sie mich lieben, obwohl sie mich eigentlich gar nicht richtig kannten. Auf der einen Seite ist das natürlich ein tolles Kompliment, auf der anderen Seite eher beängstigend. Es gab ja auch welche, die damit drohten sich umzubringen, wenn ich sie nicht kennen lernen will. Das war eine ziemliche Belastung. Aber trotzdem war das natürlich eine tolle Zeit.
9. Warum hast du dich jetzt nach so einer langen Pause entschlossen, wieder zu singen?
Mit dem nötigen Abstand habe ich irgendwann erkannt, welche wichtige Rolle die Musik in meinem Leben spielt. Ich bin ja auch in meinen anderen Jobs nie so wirklich davon losgekommen. Im Radio war ich Musikchef, im Fernsehen Musikberater usw. .
Den wirklichen Anstoß gab ein Engagement beim “Schlagermove” in Hamburg. Mario Reimer rief mich damals an und wollte mich unbedingt verpflichten. Ich habe lange überlegt, weil ich schon ein wenig Angst hatte, nach so langer Zeit wieder aufzutreten, aber im Endeffekt habe ich mich überreden lassen. Das war auch gut so, denn das war ein wirklich großartiges Erlebnis. Das Publikum dort war fantastisch und ich habe dadurch wieder “Blut geleckt”.
10. Was kann man von Dir bereits auf CD hören? Und was erwartet die Hörer auf deiner neuen CD?
Als erstes haben wir den Weihnachtstitel “Der gold`ne Stern von Bethlehem” aufgenommen (den ersten meiner Karriere). Er ist auf dem Sampler “Starparade - Weihnachtsedition” (MCP CD 169.449) zu finden.
Momentan wird ein komplettes “Best of”-Album gemischt. Wir haben die meisten der alten Songs neu eingespielt und eingesungen und werden sie in einem neuen Gewand präsentieren. Zusätzlich sind zwei von mir neu komponierte Songs darauf zu finden. Einen davon (”Für dich”) habe ich für meine 7-jährige Tochter geschrieben. Die CD soll im Frühjahr 2006 erscheinen.
11. Wer gehört heute zu Deinem Team? Und wie ist die Zusammenarbeit entstanden?
LOTHAR WIGGER macht mein Management und kümmert sich um alle geschäftlichen Sachen. Ich habe ihn durch PETER SEBASTIAN kennen gelernt und schätze seine ruhige und professionelle Arbeit. ULLI EICHBLATT ist der Produzent. Wir haben uns mit ihm getroffen und mich hat sein unglaublicher Enthusiasmus beeindruckt. Er hat ja lange z.B. mit den HOLLIES zusammen gearbeitet und kennt immer noch viele “alte Hasen” im Showgeschäft. Er glaubt an das was er macht und seine bisherige Arbeit für mich ist absolut überzeugend.
12. Wolltest Du eigentlich Deutschen Schlager machen? Oder hättest du lieber andere Musik gemacht?
Mir war damals eigentlich egal was ich mache. Hauptsache Musik. Als 16-jähriger ist man froh überhaupt eine Chance zu bekommen. Ich habe aber nie bereut “Deutschen Schlager” zu singen. Warum auch? Es ist doch schön, wenn die Leute verstehen können was man singt, oder?
13. Du hast auch viel für im Rundfunk gearbeitet in unterschiedlichen Positionen. Was reizt dich am Medium Radio?
Es ist ein sehr schnelles Medium. Man kann Ideen sofort umsetzen und der Fantasie sind eigentlich keine Grenzen gesetzt.
14. In den 80iger Jahren warst du auch Stammgast auf der “Mattscheibe”. Ich erinnere mich gut an des ZDF-Ferienprogramm und Pfiff. Warum endete diese Karriere damals?
Das eigentliche Problem war, glaube ich, dass alle inklusive meiner Person damit gerechnet haben, dass nach 10 Jahren ZDF Kinderfernsehen der Sprung in die Erwachsenen-Unterhaltung eigentlich vorprogrammiert sei. Leider gab es zwischen den einzelnen Abteilungen im Haus gewisse “Abneigungen” und ich hatte meinen Stempel als Kindermoderator. Das war in diesem Fall wohl eher hinderlich. Außerdem kamen neue Chefs und so waren Anke und ich irgendwann draußen. Wir waren beide ziemlich enttäuscht und haben lange Zeit nichts mehr im TV gemacht.
15. Auch als Schauspieler hast du schon vor der Kamera gestanden. Wie kam es dazu? In welchen Produktionen hast du schon mitgewirkt?
Ohne eine Schauspielausbildung war das natürlich nicht so einfach. Ein Freund von mir (Thomas Bohn) ist Regisseur und hat mich dann irgendwann mal für einen “Tatort” engagiert. Diese Zusammenarbeit war so fruchtbar, dass wir danach etwas öfter zusammen gearbeitet haben. So war ich z.B. insgesamt in 3 “Tatorten” und einer “Stahlnetz”-Neuverfilmung zu sehen. Die Rollen wurden mit der Zeit auch immer umfangreicher und ich habe mit wirklich bekannten Schauspielern arbeiten dürfen. Heino Ferch, Michael Roll, Dennis Hopper, Ulrike Folkerts, Andreas Hoppe, Bernhard Bettermann, Robert Atzorn, Susanne von Borsody, Julia Hummer und andere. Das war eine großartige Erfahrung und ich habe viel gelernt. Leider habe ich zuwenig Zeit, um mich intensiv um diese Karriere zu kümmern. Deshalb bleibt es wohl bei kleinen Gastauftritten.
16. Hast du noch Kontakt zu Fans von damals? Hast du auch schon wieder neue Fans erobert?
Ich hatte damals recht viele Fanclubs, die aber alle mit der Zeit eingeschlafen sind. Es kam ja auch nichts Neues. Über meine Homepage habe ich aber immer wieder Kontakt zu Leuten, die mich von früher kennen und meine Musik mögen.
Ob neue Fans dazugekommen sind, weiß ich nicht. Wir werden das im Verlauf des Comebacks wieder besser organisieren.

17. Andrea Berg hat eine sagenhafte Karriere gemacht - gibt es für Schlagerinterpreten noch eine echte Chance auf Spitzenplätze in den Charts?
Es ist sicherlich viel schwieriger geworden, aber glücklicherweise gibt es auch immer wieder positive Beispiele. Die Plattenbranche hat sich insgesamt verändert und diesen Veränderungen muss man sich anpassen. Ich denke Qualität ist immer noch eine gute Voraussetzung für Erfolg.
18. Wer sind deine musikalischen Vorbilder?
Ganz am Anfang waren es mal die BEATLES und da speziell PAUL McCARTNEY. Im Laufe der Zeit sind viele dazugekommen. Heute mag ich z.B. COLDPLAY, AMANDA MARSHALL, PUR, FANTA 4, JULI und andere.
19. Wo würdest du gerne mal auftreten?
Es gibt da keinen bestimmten Ort. Ich habe halt irgendwann festgestellt, dass mir das Singen vor Publikum fehlt und ich möchte das wieder intensiver machen. Wo ich da auftrete, ist mir eigentlich ganz egal. Hauptsache, die Leute haben Spaß.
20. Im Herbst 2006 gehst du erstmals wieder mit Kollegen (Peter Petrel, Bata Illic, Susan Schubert u. a.) auf Tournee. Was erwartet die Besucher in den Konzerten? Was erwartest du von der Tournee?
Ich denke, das wird eine tolle Schlagerparty. Das sind alles nette Kollegen, die großartige Songs haben und es wird sicher eine Super-Show. Geplant sind fast sechs Wochen ab dem 1.Oktober und ich hoffe, dass alle Konzerte ausverkauft sein werden. So viele Möglichkeiten “Schlager” live zu erleben, gibt es ja auch nicht mehr.
21. Würdest du uns verraten, was in deinem Leben oder deiner Karriere dein größter Tiefschlag war?
Ich war als Nachfolger von Victor Worms für die “ZDF-Hitparade” vorgesehen und habe dann vor lauter Nervosität beim abschließenden Test komplett versagt.
Das hat mir lange nachgehangen und ich habe eine Weile gebraucht um das zu verdauen. Ansonsten habe ich die Dinge immer ganz gut hingekriegt und ich liebe neue Herausforderungen.
22. Internet - hast du eine Webseite? Was erwartet die Besucher dort?
Natürlich. Das Internet und eine eigene Homepage sind heutzutage ein Muss.
Es gibt kurze Musikschnipsel meiner Platten und viele, zum Teil sehr private Fotos. Außerdem versuchen wir die Besucher ständig über Neuigkeiten zu informieren. Natürlich kann man darüber auch Kontakt zu mir aufnehmen.
Die Seite heißt www.bennyschnier.de
23. Was sollten die Menschen unbedingt über dich wissen?
Ich glaube, es ist manchmal ganz gut, auch etwas für sich zu behalten In diesem Interview erfährt man ja ziemlich viel über mich. Die privaten Dinge lernen die Menschen kennen, die mich persönlich umgeben. Das ist auch gut so.
24. Welche Frage wurde dir noch nie in einem Interview gestellt, aber du würdest sie gerne mal beantworten?
Ich antworte gerne auf alle Fragen, die man mir stellt. Fragen, die bisher nicht gestellt wurden, waren dann wohl nicht wichtig genug. Es hängt ja immer auch vom Gesprächspartner ab, welche Fragen und Antworten sich ergeben.
25. Du singst von Liebe und Beziehungen, von Problemen und tollen Beziehungen. Was ist für Dich wirklich wichtig in einer Beziehung? Oder auch in einer Freundschaft? Was wünscht Du Dir von den Menschen, die Dir nahe stehen!
Vertrauen, Treue, Verständnis, Toleranz, miteinander lachen + weinen, Ehrlichkeit (!), ein positives Gefühl für die Natur/Tiere/Musik, konstruktive Kritik etc.
26. Über welches Thema kann man sich mit Dir gut streiten?
Über die Art und Weise wie Menschen mit der Natur und den Tieren umgehen.
27. Was ist Deine Lebensphilosophie?
Suche nicht nach dem Sinn des Lebens - gib ihm einen.
28. Wenn Du einen Preis verleihen könntest - wem oder welcher Institution würdest Du den Preis vergeben?
Ich würde diesen Preis Hildegard Thöne geben. Sie hat das DELPHIN-NETZWERK ins Leben gerufen. Dort wird über klassische Methoden als auch über alternative und neue Heilansätze informiert. Das reicht vom Schwimmen mit Delphinen bis hin zu ganzheitlichen Therapien und vieles mehr. Ich glaube selbst an die Heilkraft von Delphinen und bin deshalb Botschafter dieser Organisation. Ich hoffe, ich bekomme im Rahmen meiner musikalischen Tätigkeit jetzt oft die Möglichkeit, über dieses Netzwerk zu informieren. Das ist mir sehr wichtig. Wer sich selbst ein Bild davon machen möchte, hier ist der Link.
www.delphin-netzwerk.de
29. Mit welchem Politiker würdest Du gerne mal reden? Und was würdest Du ihm sagen?
Zu Politikern habe ich ein zwiespältiges Verhältnis. Nach meinem Verständnis sind sie als Vertreter des Volkes gewählt. Ich habe aber leider sehr oft das Gefühl, dass andere Interessen wichtiger sind. Und das bezieht sich nicht auf eine bestimmte Partei. Ich denke also, es wäre nicht wichtig, mit einem Politiker zu reden, sondern alle sehr nachdrücklich daran zu erinnern, warum man sie gewählt hat.

30. Welche CD hast Du zuletzt gekauft?
Coldplay - XY.
31. Und welches war Deine erste Schallplatte?
Oh Gott, das ist schon so lange her. Keine Ahnung. Sicher irgendetwas von den Beatles.
32. In welchem Konzert warst Du zuletzt?
Durch meine Tochter habe ich nicht mehr so viel Zeit zu Konzerten zu gehen. Ich war zuletzt bei einer Show von ROACHFORD. Toller Musiker, tolle Stimme, schöne Songs.
33. Womit hast Du Dein erstes Geld verdient?
Mit Auftritten. Habe an Wochenenden auf Volksfesten gesungen.
34. Was würdest Du machen, wenn Du nicht Künstler wärst?
Irgendetwas mit Tieren. Tierarzt, Tierpfleger oder so.

35. Hast Du einen “normalen” Beruf gelernt? Wenn ja welchen?
Dazu hatte ich keine Möglichkeit. Ich stand ja mit 16 Jahren schon vor TV-Kameras und war die ganze Zeit in meiner Jugend sehr intensiv mit diesem Job beschäftigt. Für andere Sachen blieb da wenig Zeit. Aus heutiger Sicht hätte ich das sicher anders gemacht.
36. Würdest Du Deinem Kind, den Kindern von Freunden einen Beruf im Showgeschäft empfehlen?
Wichtig ist eine stabile Basis zu haben. Das Showgeschäft ist sehr schnelllebig. Man ist genauso schnell oben wie unten. Man sollte also erst einmal dafür sorgen, dass man im Ernstfall auch ohne Showgeschäft überleben kann. Und das ist in der heutigen Zeit schon schwer genug.
37. Welches Deiner Lieder würdest Du nie wieder singen? Und welches immer wieder?
Ich mag alle meine Songs und ich singe sie gerne. Am liebsten singt man natürlich die Titel, die man selbst komponiert hat.
38. Was macht Dir bei Deiner Arbeit am meisten Spaß, was magst Du am wenigsten?
Ich liebe es auf der Bühne zu stehen und Musik zu machen. Das ist ein großartiges Gefühl. Am meisten hasse ich die Oberflächlichkeit und Verlogenheit mancher Leute in dem Business.
39. Was hältst Du von TV-Castings für junge Künstler?
Mittlerweile nicht mehr viel. Am Anfang hielt ich das für eine gute Alternative zu den “normalen” Wegen der Plattenindustrie. Es gab hier in Deutschland ja eine Zeit, wo auf Druck der ausländischen Mutterkonzerne, sehr viel Musik aus den USA und England veröffentlicht wurde, aber für einheimische Künstler fast kein Platz mehr war und da war es eine echte Chance. Was in der Zwischenzeit daraus gemacht worden ist, hat meiner Meinung nach nur noch mit Vermarktung und Einschaltquoten zu tun.
Eine positive und verantwortungsvolle Förderung junger Künstler sieht für mich anders aus.
40. Wie ist es, wenn man im Alltag von Fans angesprochen wird?
Wenn das auf angenehme Art und Weise passiert, sehr positiv. Man hat ja gemeinsame Erinnerungen.
41. Welche Sendungen siehst Du Dir im Fernsehen an?
Natürlich schaue ich mir jede neue Sendung an, um zu sehen, was in der TV-Branche passiert. Außerdem liebe ich z.B. “Monk”, “CSI”, “24″, “Die Comedy-Arena”. Ich kann nicht so viel mit diesem ganzen Abzock-Sendungen a la 9 LIVE anfangen. Vielleicht weil ich da selbst schon gearbeitet habe und weiß, was da hinter den Kulissen läuft.
42. Hast Du “Lieblingslinks” im Internet? A) Musik B) Spass C) ??
Ich benutze das Internet eher zur Recherche, also aus beruflichen Gründen, und da kommt es dann immer darauf an, was ich gerade suche. Favoriten habe ich nicht.

Vielen Dank an Benny für die tollen Antworten!
Bis bald bei einem Live-Auftritt und natürlich werde ich auch die CD vorstellen, die von vielen Fans mit Spannung erwartet wird.

Ute Brüning

Artikel vom 28. Januar 2006

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