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Die Tafel

Von Diverse

Die Tafel
In Duisburg ist es nicht anders als in allen anderen Großstädten der Republik.
Die Zahl der “sozial Schwachen” wächst. Der Gang zum Sozialamt ist nicht “Jedermanns/-fraus Sache”. Neben Rentner-(innen) und anderen Bedürftigen steht selbst Arbeitslosen, die heute noch Geld vom Arbeitsamt erhalten, dies demnächst bevor. Wenn die Hilfe der öffentlichen Hand nicht in Anspruch genommen wird, kann es ganz schnell gehen: kein Geld - kein Geld für die Miete - `raus aus der Wohnung. Und dann? Keine Wohnung - keine Arbeit … ein Teufelskreis, ganz schnell ist man drin - aber wieder `raus? Da muß man etwas tun dachten einige Duisburger und gründeten im März 1995 den Duisburger Tafel Obdachlosenhilfeverein. Der Duisburger Tafel e.V. hat sich zum Ziel gesetzt die Not der wohnungslosen und bedürftigen Mitbürger zu lindern.
An erster Stelle stand die Versorgung mit einer warmen Mahlzeit am Tag. So begann der Duisburger Tafel e.V. zunächst im September 1995 damit, an zwei Sonntagen im Monat, mit Obdachlosen zu frühstücken. Erst im Dezember 1995 gab es am Bahnhof-Ostausgang von Montags - Freitags einen Mittagstisch für Obdachlose und Bedürftige. Dabei wurden wir von der Bahnhofsmission tatkräftig unterstützt.
Dann ging es Schlag auf Schlag, im März`96 zogen wir in die Vulkanstraße 17 und seitdem gibt es von Montag bis Sonntag ein Mittagessen.

Zusätzlich beliefern wir die Herz-Jesu Gemeinde in Marxloh einmal wöchentlich. Im Oktober`96 konnten wir unser Angebot auf der Vulkanstraße erweitern, nun sind unsere Öffnungszeiten von 10:00 bis 16:00 Uhr. Eine Kleiderkammer wurde eröffnet, die Dusche sowie Waschmaschine und Trockner in Betrieb genommen.
“Hilfe zur Selbsthilfe” steht auch noch auf dem Programm: z.B. als Herausgeber der ersten Straßenzeitung in Duisburg. Der Name ist Konzept: fiftyfifty heißt die Obdachlosenzeitung, die von Wohnungslosen für DM 2,20 auf der Straße angeboten wird. Die Hälfte des Verkaufspreises “verdient” der Verkäufer. Unter dem Motto “Arbeit statt Almosen” bietet fiftyfifty eine Alternative zum Betteln.
Alle die genannten und nicht genannten Dinge konnten nur mit der Unterstützung unserer Spender, Förderer, Mitglieder und der ehrenamtlichen Helfer-(innen) gelingen.
Vielen Dank dafür !
Der Duisburger Tafel e.V. hat sich auch für die Zukunft noch viel vorgenommen, doch dazu benötigen wir weitere Unterstützung, wir freuen uns daher über jede Spende und jede ehrenamtliche Mitarbeiter-(in).

Artikel vom 2. November 2006

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