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Die Schlagerrevue

Von Alexander Marcus

Heinz QuermannAus dem Funkhaus Leipzig, wurde am 11. September 1963 die erste „Schlagerrevue“ über Radio DDR ausgestrahlt. Zu diesem Zeitpunkt hieß diese allerdings „Schlagerlotterie“ wurde jedoch später in „Schlagerrevue“ umbenannt.

Der Grund dafür war, dass es sich bei benannter Sendung nicht um eine Lotterie, sondern um eine Wertungssendung handelte.

Nach Fertigstellung kam diese dann aus dem neuen Funkhaus Berlin. In dieser Wertungssendung wurden die Neuproduktionen des Rundfunk und der Schallplattenfirma der DDR „Amiga“ vorgestellt.

Die Hörer entschieden dann per Postkarte über die einzelnen Platzierungen. Von der ersten bis zur letzten Sendung kam Heinz Quermann als Moderator zum Einsatz.
Am 11. September 1963 feierte die Hitparade des Ostens ihren 10. Jahrestag.

Anlässlich dieses Jubiläums wurden einige Änderungen, die zur Verbesserung dieser dienten, eingeführt. So ging die Sendung jetzt Live über den Sender. Dann gab es statt fünf nur noch drei Neuvorstellungen und die Laufzeit der Titel wurde auf zehn Wochen begrenzt. Durch den Wechsel zur Live - Sendung entfiel die Zensur dieser, denn bis dahin wurde die Aufzeichnung vor der Ausstrahlung kontrolliert.

Jubiläumssendungen und Jahrestage wurden zusammen mit dem Fernsehen produziert und gingen als große Samstagabendsendung über den Bildschirm.
Öfters ging man mit dieser Hitparade auch außer Haus und sendete diese aus Hausgemeinschaften über Betriebe bis hin zu Ferienheimen. Man hielt persönlichen Kontakt zu den Hörern und es wurden somit auch nach den Sendungen sehr lange Gespräche geführt.

Sehr viele Interpreten, Komponisten, Chöre, Orchester usw. erlangten durch diese Produktion ihre Bekanntheit und Popularität.

Ein paar Zahlen zur Sendung: Es waren 1800 Hitparaden in 36 Jahren mit 7000 Neuvorstellungen von Musiktiteln die wiederum sieben Millionen Zuschriften „verursachten“ und mit 20000 Gewinnen bis 100 DDR - Mark belohnt wurden.
Durch das Ende der DDR kam auch das Ende von Radio DDR und damit auch für diese Rundfunkproduktion.

Danach kam durch „diplomatische“ Beziehungen einiger beteiligter Personen diese Sendung zum WDR, wo dann auch die DDR eigenen Titel gespielt wurden.
Im Jahr 2005 kam es durch unendliche viele Zuschriften ehemaliger Hörer, dieser Hitparadensendung, zu einer Wiederaufnahme der Sendung im „Offenen Kanal Berlin“.

Artikel vom 29. Dezember 2007

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