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Archiv für September 2007

Älteste DJ-Dame Deutschlands will mit 84 Jahren Schlager-Star werden

Freitag, 28. September 2007

Bekannt wurde Gisela Lauenroth alias "DJ Lady" als Deutschlands älteste Plattenauflegerin. Mit Schlagern von Floyd Cramer oder den Flippers hat die 84-Jährige so manchen Tanzsaal in Schwung gebracht.Nach über 30 Jahren als Diskjockey-Dame singt Gisela Lauenroth nun selbst. "Mein Lied ist eine Hommage an meine Heimatstadt Magdeburg", sagt die Rentnerin und singt den Refrain: "…Magdeburg mein Augenstern, dich erkenne ich schon von fern, bist ein besonderes Glück, vom Paradies ein Stück…".Text und Melodie des Liedes arrangierte für sie der norddeutsche Schlagersänger und Produzent Hansi Feller. "…Ich sah Gisela in einer Fernsehsendung und war von ihrer natürlichen Ausstrahlung begeistert. Da kam mir der Gedanke, einen Schlager mit ihr zu produzieren, der ihre Lebensfreude vermittelt…", erzählt Feller. Schließlich nahm er Kontakt zu ihr auf und die beiden wurden sich schnell einig. So fuhr Gisela Lauenroth im August in Fellers Tonstudio nach Ostfriesland, umden Schlager aufzunehmen.Nun präsentiert sie ihre fertige CD. Am 3. Oktober wird Gisela Lauenroth auf dem Magdeburger Marktplatz ihren Schlager erstmals der Öffentlichkeit vorstellen. "…Ich hatte nie Lampenfieber vor meinen Auftritten. Aber wenn ich mir vorstelle, wie ich auf der Bühne stehen werde und mein Lied singe, dann bekomme ich weiche Knie…", sagt die 84-Jährige. Bis zur Uraufführung singt sie ihren Schlager mehrmals täglich und übt ein paar Tanzschritte dazu ein. Auf der Single-CD findet sich neben dem eigentlichen Lied noch eine Karaoke-Version."…Ich würde mich freuen, wenn mein Song ein richtiger Ohrwurm wird, den viele mitsingen können», so Lauenroth…"Die Liebe zur Musik zeigte sich bei der gelernten Gutsmamsell schon früh. Bereits als Kind stand sie am liebsten beim Leierkastenmann. Später kaufte sie sich ein Grammophon und kannte bald alle Liedtexte ihrer Plattensammlung auswendig. Als der Betreiber eines Tanzlokales in Hannover einen Discjockey suchte, zögerte sie keine Sekunde. Da war sie bereits 50 Jahre alt - und ihre Karriere als "DJ Lady" begann.Nach dem Mauerfall zog sie zurück in ihre Geburtsstadt Magdeburg. Und auch dort war sie in Hotels und auf Veranstaltungen als Plattenauflegerin gefragt. Selbst zwei Fanclubs gründeten sich ihr zur Ehre. Gisela Lauenroth wurde bekannt. Als Deutschlands älteste Discjockey-Dame besuchte sie zahlreiche Fernsehsendungen, war Gast bei Harald Schmidt und Johannes B. Kerner, Radiostationen meldeten sich plötzlich bei ihr, die Interviewanfragen häuften sich. "DJ Lady" wurde mit über 80 Jahren zum Profi im Umgang mit den Medien. "Ich hätte es nie für möglich gehalten, dass es noch einmal so einen Rummel um mich geben wird", sagt sie ungläubig.Mit ihrem Magdeburg-Schlager will sich Gisela Lauenroth keineswegs zufriedengeben. "…In meinem Kopf spuken noch einige Ideen herum. Auf jeden Fall will ich eine weitere Platte aufnehmen. Das habe ich mir fest vorgenommen…", verrät sie. Doch zuvor geht sie im Frühjahr für drei Wochen zur Kur an die Ostsee. "…Die Seeluft wird meiner Stimme gut tun, dann geht es wieder ins Studio…", freut sich Deutschlands älteste DJane.(Foto: Jens Schlueter / ddp)

Die kleine Conny will in die Fußstapfen von Conny Froboess steigen

Sonntag, 16. September 2007

Die kleine ConnyDer Schlager hat einen weiteren Kinderstar. Die kleine Conny aus Berlin. Wie einst Conny Froboess singt Conny fetzige Rock’n Roll Songs, wie aus den 50ziger Jahren nur mit modernem Sound.

Mit ihren lieblichen und erfrischenden Auftritten begeisterte sie bereits großes Publikum. Den Start in die Welt des Schlagers schaffte Conny mit einer Aufsehen erregenden Aktion für das Berliner Strandbad Wannsee und dem Song „Pack die Badehose ein“ von Conny Froboess.

Hithaus hat sich mit der heute 8jährigen Conny aus Berlin unterhalten und sie unter anderem nach ihren künftigen Plänen in der Schlagerwelt gefragt:

Hithaus: Conny, Dein Papa hat Dein großes Talent beim Schallplatten hören entdeckt, Du singst wie Conny Froboess. Was ist seither alles passiert?

Conny: Es ist viel passiert, ich habe schon auf vielen Bühnen gesungen, wie z.B. „Energy in the Park 2007“ vor knapp 35.000 Menschen, „Radio Teddy Olympiapark Fest 2006“, „100 Jahres Jubiläum Strandbad Wannsee 2007“ und „Naturathlon 2007“ auch im Strandbad Wannsee, „Große Preis der Volksmusik Chemnitz 2006“, um nur ein paar Auftritte zu nennen. Es kamen Fernsehsender wie RBB und Radiosender wie Radio Teddy, RBB und Radio Jojo und haben mich interviewt und in so vielen Zeitungen standen Berichte über mich, wie Berliner Morgenpost, Welt, Bild, Burda Verlag usw. Dann haben wir einen Produzenten gefunden, Alexander Loitsch, Sound4you, und wir haben dann eine „Pack die Badehose ein“- CD gemacht, die man bei Amazon und woanders auch kaufen kann und auch downloaden kann z.B. bei Jamba. Im September erscheinen unsere ersten eigenen Kompositionen: „Fußball spielen“ und „Mach doch mal Urlaub zuhause“. Das sind moderne Rock’n Roll Lieder und richtig flott !

Hithaus: Stört dich der Vergleich mit der erfolgreichen Künstlerin Conny Froboess? Wodurch unterscheidet sich die kleine Conny von Conny Froboess?

Conny: Nein, gar nicht, sie ist doch mein großes Vorbild und ich würde sie so gerne mal kennen lernen, ich mag ihre Musik sehr und ich empfinde den Vergleich sogar als gut, denn wenn ich auch den Erfolg beim Publikum habe wie Cornelia Froboess, dann weiß ich, das die Menschen mich mögen, das ich gut bin. Der Unterschied zwischen Cornelia Froboess und mir ist einfach, das sie 50 Jahre früher gesungen hat und die Musik damals natürlich etwas anders klang.

Hithaus: Hast Du ein persönliches Lieblingslied? Was singst Du am liebsten?

Conny: Mein Lieblingslied von Cornelia Froboess ist das Lied „Ich wünsche mir ein neues Kleidchen“ und mein neues Lied „Mach doch mal Urlaub zuhause“ singe ich am liebsten.

Hithaus: Wie schaffst Du es Deine zeitraubende Beschäftigung mit der Musik, die Schule und Freunde unter einen Hut zu bringen?

Conny: Na ja, das ist nicht so einfach, da ich noch Klavier lerne, reiten gehe und ein gute Läuferin bin, Jahrgangsbeste an der Schule wurde und ich würde gerne in einen Leichtathletikverein gehen.

Dann werde ich dieses Jahr noch mit meiner Kommunionsvorbereitung beginnen und ich muss sehen, wie ich das alles schaffe, so genau weiß ich es noch nicht…..

Hithaus: Was sagen deine Freunde dazu, dass Du schon vor einem großen Publikum auftreten kannst und darfst?

Conny: Die meisten wissen es sicher noch nicht, weil ich es auch gar nicht herum erzählen möchte, ich bin da sehr bescheiden und in der Schule rede ich auch gar nicht darüber.

Hithaus: Du hast bereits eine eigene CD aufgenommen. Erzähl uns ein wenig über Deine CD und wie die ersten Erfahrungen bei den Aufnahmen waren!

Conny: Oh ja, das war toll und es ging sehr schnell, weil ich sehr diszipliniert lerne und Alex, der Produzent sagt, er hat selten einen Musiker getroffen, der das so gut macht und den Ton so schnell trifft, unsere Aufnahmen dauern meist nur eine Stunde und dann macht Alex die CD fertig. Die Lieder sind lustig und für Kinder gedacht, aber auch so geschrieben, das Erwachsene verstehen, was in einem Kind so vor sich geht und bestimmt auch schmunzeln werden, weil sie sich auch an ihre Kindheit erinnern werden. Alex fragt mich immer was ich mag und was ich nicht mag, das schreibe ich ihm auf und dann macht er ein Lied daraus, das im Cornelia Froboess Stil ist.

Hithaus: Ist es für dich schön und aufregend, wenn Du vor vielen Personen singen kannst? Was war bisher das aufregendste Erlebnis in deiner kurzen Laufbahn als Sängerin?

Conny: Oh, ja, das ist ein wunderbares Gefühl, ein Kribbeln und Schmetterlinge im Bauch.

So viele Leute schauen auf die Bühne hoch und klatschen, jubeln und freuen sich, das ist wirklich schön und am schönsten war es natürlich bei Radio Energy. Es war ein heißer Sommerabend, fast noch 25 Grad am Abend und eine Bühne mitten im Wasser, wo ich mit einem Schnellboot hingefahren und abgeholt wurde, das vergesse ich so schnell nicht.

Hithaus: Wo kann man dich als nächstes einmal live erleben?

Conny: Nach all den Auftritten in den Ferien kommt jetzt erst mal die Schule, aber am 8. September beim „Ziegenhoft Fest“ in Berlin Charlottenburg und im September auch in Rathenow im Havelland zum großen Heimatfest sind Auftritte geplant. Im Winter werden der Produzent und der Manager sicher neue Termine machen, aber im Augenblick weiß ich noch nichts Genaues darüber.

Hithaus: Kann man deine Songs kaufen? Sind diese im Internet verfügbar!

Conny: Ja, die beiden neuen Songs wird es ab 15.9 und 21.9.2007 zu kaufen geben, bei Amazon und auch woanders. Man kann sie auch downloaden, bei iTunes, Jamba etc. aber am besten meinen Produzenten Alex Loitsch fragen, der sagt es Euch dann genau.

Hithaus: Du hast bereits eine eigenen Homepage www.diekleineconny.de . Was möchtest Du dem Besucher vor allem sagen?

Conny: Das ich mich freuen würde, wenn die Leute mich so mögen wie ich bin, ich finde es schrecklich das heutzutage kaum mehr Musiker ihren eigenen Stil singen. Sie nur noch etwas singen sollen, was gar nicht zu ihnen passt und, dass sie leider nur noch mit negativen Schlagzeilen auf sich aufmerksam machen müssen, von Gewalt singen und mit Kraftausdrücken um sich werfen.

Das Leben mag oft so sein, aber dann muss man das doch nicht auch noch singen. Die Menschen heute sehnen sich so sehr nach einem bisschen Normalität, nach Frieden, Freude und schönen Dingen, nicht nach Gewalt und Hass, Ausdrücken und schäbigen Sachen.

Hithaus: Was bist Du für eine Persönlichkeit? Beschreibe Dich mit ein paar Worten!

Conny: Vielleicht bin ich etwas anders als viele Musiker heute, weil ich es schön finde, ein Kleid zutragen und hübsch auszusehen, weil ich es mag nett zu sein und mich nicht streiten möchte, weil ich an Freundschaften, Frieden, Freude und Glück und natürlich an Gott glaube, weil ich hoffe das die Menschen ehrlich und aufrichtig miteinander leben und sich nicht immer verletzen müssen. Zwar habe ich die 50er Jahre nicht erlebt, aber ich habe viele Filme darüber gesehen und es war eine Zeit, die ich auch schön gefunden und in der ich auch gerne gelebt hätte.

Hithaus: Welche 3 Dinge sind Dir am wichtigsten, außer der Musik?

Conny: Gesundheit, Glück und Frieden für Menschen und Tiere und natürlich meine Familie. Gestern habe ich ohne einen Cent Gage auf einem Benefizkonzert in Berlin Buch gesungen, da gibt es einen Verein, der krebskranken Kindern hilft. Leider konnten nur wenige Kinder an dem Fest teilnehmen, aber ich habe sie auch am Fenster ihrer Krankenzimmer gesehen, diese traurigen Augen und die Hilflosigkeit. Diesen Menschen möchte ich helfen und ich habe auch ein nagelneues Tigerenten- Fahrrad aus meinem Besitz versteigern lassen, das Geld dafür wird dann dafür genommen, den Kindern zu helfen. Es ist geplant das ich diese Kinder besuchen darf und ich freue mich darauf, dort zu helfen.

Hithaus: Was planst Du als weitere Schritte im Bereich der Musik?

Conny: Lieder zu singen, die den Menschen zeigen, dass es auch noch eine gute, eine fröhliche Welt gibt, wo die Sonne scheint und man wieder lachen kann. Es ist schade heute nur noch traurige Gesichter zu sehen und das Leben kann so schön sein, wenn man nur daran glaubt. Dies möchte ich gerne singen und das ist mal etwas anderes als Haß, Gewalt und Beschimpfungen wie leider heute so oft in Liedern gesungen wird.

Hithaus bedankt sich herzlich bei Conny für das Interview und wünscht Dir alles Gute und viel Erfolg.

Die Wildecker Herzbuben - Viel mehr als nur Herzilein

Montag, 10. September 2007

Wildecker HerzbubenZwei urig, gemütliche Originale, das sind die Wildecker Herzbuben, und herzig, das sind die beiden allemal. Mit ihrem Hit „Herzilein“ sangen sich die beiden Vollblutmusiker unwiderruflich in die Herzen der Schlagerfans. Aber nicht nur das, so gut wie jedermann kennt ihren Superhit.

In den vergangenen Jahren folgten noch viele weitere erfolgreiche Lieder und Alben. Auch aktuell dürfen sich die Freunde der deutschsprachigen Musik wieder über ein neues Album freuen, das soeben auf den Mark gekommen ist. Die Wildecker Herzbuben, sie sind ein geballtes Paket gute Laune und Herzlichkeit. Mit Hithaus haben sie sich unterhalten:

Hithaus: Wildecker Herzbuben, Sie sind der Inbegriff der volkstümlichen Gemütlichkeit. Ihre dicken Bäuche sind ein Teil Ihres Markenzeichens. Doch stets wird nur über Diäten gesprochen. Wie pflegt man so eine stattliche Rundlichkeit und bleibt gleichzeitig fit?

Wildecker Herzbuben: …. !

Schweigen im Walde, das wollten die beiden herzigen Buben einfach nicht verraten.

Hithaus: Hat man Ihnen einmal nahe gelegt, abzunehmen? Unter welchen Umständen würden Sie es tatsächlich tun?

Wildecker Herzbuben: Das geschieht ständig. Jeder Arzt, den wir konsultieren, konstatiert auf den ersten Blick: ihr seid zu dick! Wirklich konsequent abnehmen würden wir dann, wenn es ernste Probleme mit unserer Gesundheit gibt.

Hithaus: Was war das amüsanteste Erlebnis Ihrer bisherigen Laufbahn? Erzählen Sie uns davon!

Wildecker Herzbuben: Wir marschierten singend auf die Bühne: „Zwei Kerle wie wir…“. An der gleichen Stelle rutschten wir aus und fielen zu Boden. Für uns war es nicht so schön, aber das Publikum fand es zum Kreischen – man glaubte das sei so einstudiert.

Hithaus: Als Sie beide in das Musikgeschäft eingestiegen sind, da wurde die Musik noch über Kassetten und Schallplatten verkauft. Heute spricht jedermann über das Internet. Es gibt positive und negative Stimme. Was sagen Sie zum neuen Medium Internet?

Wildecker Herzbuben: Generell ist das Internet für alle sehr wertvoll. Dass da aber auch ein Missbrauch in Sachen Musik entstand, ist für keinen Musikschaffenden erfreulich.

Hithaus: Sind Sie in Bezug auf den modernen Konsum von Musik über Handy, I-Pod und Internet „up to date“ ? Beschäftigen Sie sich damit?

Wildecker Herzbuben: Wilfried nicht, Wolfgang schon.

Hithaus: Wo kann man Ihre Songs downloaden? Wo kann man im Internet mehr über Sie beide erfahren?

Wildecker Herzbuben: Downloaden hoffentlich gar nicht. Infos gibt’s unter wildecker-herzbuben.com .

Hithaus: Sie haben gerade eben wieder ein lang ersehntes, neues Album herausgebracht. Es trägt den Titel „Wahre Liebe“. Das sind große Worte. Was soll mit diesem Titel ausgedrückt werden, worauf bezieht er sich?

Wildecker Herzbuben: Ohne (wahre) Liebe ist Alles, Nichts auf dieser Welt. Symbolisch bezieht sich das auf alles, was geschieht. Ob es dabei um das Zusammenleben von Menschen geht oder den Beruf, den Umgang mit Flora und Fauna, der Umwelt, das Blümchen, das man pflanzt: „Wahre Liebe“ gehört zum guten Gelingen immer dazu.

Hithaus: Was haben Sie an neuen Elementen in Ihr Album einfließen lassen, wo findet der treue Fan die typischen „Wildecker Herzbuben“?

Wildecker Herzbuben: wir empfehlen: einfach anhören, genießen und sich dann selbst ein Urteil finden!

Hithaus: Die Wildecker Herzbuben werden natürlich immer noch von vielen vor allem mit dem Superhit „Herzilein“ in Verbindung gebracht. Kann das manchmal lästig oder hinderlich sein, wenn man doch eigentlich gerade ein neues Produkt herausgebracht hat und die Vergangenheit immer wieder die gleichen Schatten wirft?

Wildecker Herzbuben: Das ist weder lästig noch hinderlich. Jeder Künstler kann froh sein, einen solchen Multi-Millionen-Hit zu haben. Wenn unser Lied praktisch zum Synonym für uns wurde (die Herzileins), spricht das eine klare pro – Herzilein – Sprache!

Hithaus: Wie stehen Sie heute zu dem damaligen Erfolg

Wildecker Herzbuben: Wir sind dankbar und glücklich!

Hithaus: Was bedeutet Erfolg für Sie beide? Sind Sie damit unterschiedlich umgegangen?

Wildecker Herzbuben: Das Gefühl erfolgreich zu sein, kann man nur schwer beschreiben. Es tut uns eben immer wieder gut, vor unserem Publikum zu stehen und zu erleben, dass wir ein kleines Glück schenken können.

Hithaus: So eine enge und langjährige Zusammenarbeit erfordert Durchhaltevermögen und Toleranz zwischen den Partnern, man könnte es fast mit einer Ehe vergleichen. Wer gibt bei Ihnen beiden den Ton an? Fliegen auch mal die Fetzen zwischen den gemütlichen Wildecker Herzbuben?

Wildecker Herzbuben: Es ist wirklich mit einer Ehe vergleichbar. Da gibt es Höhen und Tiefen, es gibt Klippen zu überwinden, und es gibt immer wieder wunderbare gemeinsame Erlebnisse. Einen Tonangebenden gibt es nicht! Wir entscheiden stets gemeinsam bei wichtigen Sachen. Jeder von uns beiden hat aber auch seinen eigenen Zuständigkeitsbereich, in den der andere sich nicht einmischt.

Hithaus: Sie sind mit unzähligen Preisen ausgezeichnet worden. Welche Auszeichnung hat Sie am meisten gerührt? Welche Auszeichnung ist für Sie die bedeutendste?

Wildecker Herzbuben: Die Auszeichnungen, die uns am meisten rührten, waren auch gleichzeitig die bedeutendsten: nämlich die Liebe und die Dankbarkeit unseres Publikums. Zu erkennen, welche Zuneigung und Wertschätzung uns entgegengebracht wird, ist die größte aller denkbaren Auszeichnungen!

Hithaus: Es gibt erstaunlich viele junge Leute die sich für den Schlager interessieren und sich meist dann auch selbst als Künstler versuchen wollen. Woran kann sich ein junger Nachwuchskünstler orientieren, was sollte er Ihrer Meinung nach beachten?

Wildecker Herzbuben: Er sollte zunächst feststellen, was ihm am besten liegt. Wenn er das dann weiß, heißt es üben, üben, üben und nie locker lassen!

Hithaus: Wie leben die Wildecker Herzbuben privat. Leben Sie auch zu Hause Ihr gemütliches Image?

Wildecker Herzbuben: Das ist nur für unsere Familien.

Hithaus: Sie sind beide verheiratet. Wie verbinden Sie Familie und Showgeschäft? Wie gestalten Sie Ihre geringe Freizeit?

Wildecker Herzbuben: Familie und Showgeschäft – das ist immer ein schwieriges Unterfangen. Die ständige Abwesenheit von zu Hause erfordert Stärke - Stärke, Liebe und Verständnis. Wenn das einvernehmlich geregelt ist, klappt das auch ganz gut. In unserer Freizeit gibt es zwei Prioritäten: Familie und Erholung. Wenn Zeit ist, gehen wir noch unseren Hobbies nach (Briefmarken sammeln, Freizeitsport und natürlich Musik).

Hithaus: Bitte charakterisieren Sie sich kurz gegenseitig!

Wildecker Herzbuben: nööööööööööö!

Hithaus: Was wünschen Sie sich für die Zukunft, für Ihre weitere Laufbahn und für Ihr Leben?

Wildecker Herzbuben: Neben den globalen Wünschen nach Frieden, Glück für alles Menschen, einer gesunden Umwelt, sind unsere persönlichen Wünsche, dass wir eine glückvolle Zufriedenheit erreichen und noch viele Jahre auf den Bühnen dieser Welt stehen dürfen.-

Hithaus bedankt sich herzlich bei dem Duo Die Wildecker Herzbuben für das Interview und wünscht Ihnen alles Gute und weiterhin viel Erfolg.

Gerd Christian - Ein Ex-DDR-Star setzt sich nun auch im Westen durch

Sonntag, 02. September 2007

Gerd ChristianFür viele Künstler der ehemaligen DDR war der Fall der Mauer ein Rückschlag, eine Herausforderung, sich auf dem deutsch-deutschen Schlagermarkt neu zu platzieren. Einer hat diese Herausforderung mit Bravour gemeistert, Gerd Christian.

Nach der Hochzeit mit seiner langjährigen Lebensgefährtin im Jahr 1998 packt Gerd Christian noch einmal richtig an. Das Jahr 2000 wird für Gerd Christian das Jahr der „Wende“. Er erobert zunehmend auch die westdeutschen Hörer und kann sich bis zum heutigen Tage einen festen Platz im deutschen Schlager sichern.

Hithaus hat sich mit Gerd Christian über die Schwierigkeiten auf seinem Weg in den deutsch-deutschen Schlager und über die Wiedervereinigung mit ihrer Bedeutung für die deutsche Musik unterhalten.

Hithaus: Ihr bekanntester Ost-Hit ist „Sag ihr auch- ich lieb sie immer noch“. Der Song wurde viele Male auch für den Westen gecovert. Den Text könnte man sehr leicht als eine Liebestragödie zwischen Ost- und West verstehen. Trifft das zu? Wie ist das Lied damals entstanden? Haben Sie selbst derartige Erfahrungen in der ehemaligen DDR erlebt?

Gerd Christian: „Sag ihr auch“ wurde kürzlich von der Zeitschrift „Super Illu“ zum dritterfolgreichsten Osthit hinter Ute Freudenberg (Jugendliebe) und Karat (Über sieben Brücken) gewählt. Außerdem ist es mittlerweile der meist gecoverte Song aus der ehemaligen DDR. Der Schweizer Sänger Leonard, die Kastelruther Spatzen, Bernhard Brink, der Montanara Chor – alle haben ihre Version davon produziert, was mich sehr gefreut hat. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass noch einige nachkommen werden. Das Lied hat mein Bruder Holger Biege damals für mich geschrieben, den Text Fred Gertz. Mein Bruder hat es mir am Klavier vorgespielt, und ich bekam sofort eine Gänsehaut. Ich hatte von Anfang an ein gutes Gefühl damit, und das hat sich auch bestätigt. Das Lied hat sich im Osten über eine Million Mal verkauft. Die Plattenfirma kam mit ihren Nachauflagen gar nicht hinterher, da die Coverhüllen ausgegangen waren. Somit gab es von der Single zwei verschiedene Cover. Eines, auf dem ich zu sehen bin und eines mit einem Baum.

Von einer Ost-West Problematik handelt der Text nicht, er ist ja bereits 1979 entstanden. Ich denke, dass viele Menschen die Geschichte einer schmerzlichen Trennung so oder so ähnlich schon einmal erlebt haben und daher gut nachvollziehen können. Die Worte sind einfach auf den Punkt, das Lied ist meine Visitenkarte geworden. Es passt zu mir wie ein maßgeschneiderter Anzug und darf natürlich bei keinem Auftritt fehlen. Ich habe das Lied 2003 auf dem Album „Ich werde da sein“ neu eingesungen. Mit dieser Version war ich vor einer Woche in der ZDF Sendung „Lustige Musikanten On Tour“ bei Marianne und Michael zu Gast. Ich habe mich sehr über die Einladung gefreut und dass die Show fast 4,5 Millionen Fernsehzuschauer gesehen haben. Auf dem neuen Album „Tanz mit mir“ gibt es von „Sag ihr auch“ eine Dance-Version und auf der Single „Der Sommer meines Lebens“ eine „Lagerfeuer Version“ - fast ausschließlich mit Gitarre instrumentiert. Mein Team und ich lassen dieses wunderbare Lied weiterleben – für neue und die mit dem Originalsänger zusammen reifer gewordenen Fans… :o)

Hithaus: Im Frühjahr haben Sie ein neues Album heraus gebracht. Es heißt „Tanz mit mir“ und die starke Single „Der Sommer meines Lebens“ hat Ihnen bereits einen Preis heimgeholt. Auch die Hithaus.de User finden den Song gut, wie man an den Hithaus.de User Charts sehen kann. Erzählen Sie uns von Ihrem Album und der Single!

Gerd Christian: „Tanz mit mir“ ist nach „Ich werde da sein“ (2003) und dem Weihnachtsalbum „Sind die Lichter angezündet“ (2004) das 3.Album, das seit meinem Comeback im Jahr 2000 auf den Markt gekommen ist. „Tanz mit mir“ beinhaltet – wie der Name des Albums und des gleichnamigen Single-Hits aus dem Jahr 2006 vermuten lässt – viele wirklich schöne und vor allem tanzbare Songs. Natürlich dürfen auch die großen Balladen nicht fehlen. Insgesamt finde ich es eine tolle Mischung aus beidem. Dass das Lied „Der Sommer meines Lebens“ dank Platz 2 in der diesjährigen MDR Hitsommernacht auch ein bisschen zum „Sommer meines Lebens“ für mich als Künstler geworden ist, freut mich natürlich ganz besonders. Auch in den Airplaycharts und vielen Hitparaden liegt der Song mittlerweile sehr gut platziert, was mich und mein Team natürlich bestärkt, musikalisch auf diesem Weg weiter zu arbeiten.

Hithaus: Kann man Ihre Songs auch downloaden? Wo kann der Fan mehr über Sie erfahren, haben Sie eine eigene Homepage?

Gerd Christian: Die Alben sind in allen Download-Plattformen erhältlich. Es gibt speziell von drei Titeln sogar Klingeltöne für`s Handy. Wer sich dafür interessiert, sollte im Album-Booklet, meiner Website www.gerd-christian.de oder der Website meiner Texterin www.fransecky.de nachschauen. Auf letzterer gibt es übrigens auch alle meine Singles und Alben seit 2000 im Onlineshop zu kaufen.

Hithaus: Wo kann man Sie bald einmal wieder live erleben?

Gerd Christian: Ich bin am Freitag, den 03.08.07 um 20.15 Uhr mit der aktuellen Single „Der Sommer meines Lebens“ in der MDR-Show „Das Wandern ist des Sängers Lust“ zu Gast. Moderiert wird diese Sendung von Kathrin & Peter.

Hithaus: Welches Ereignis in Ihrer Laufbahn hat Sie am meisten gerührt? Erzählen Sie uns davon!

Gerd Christian: Zum einen – weil es erst wenige Wochen zurückliegt – mein überraschender Vizesieg bei der diesjährigen MDR Hitsommernacht, der mir wirklich viel Kraft und auch Bestätigung seitens der Fans für meine Arbeit gegeben hat. Zum anderen mein ebenso überraschender Sieg in der Sendung „Einmal im Jahr“, den ich 1979 erringen konnte. Als ich den Siegertitel „Sag ihr auch“ noch einmal singen sollte, versagte mir unter Tränen glatt die Stimme…. Man kann wohl behaupten, ich bin ein sehr emotionaler Mensch…. ;o)

Hithaus: Nicht alle Ost-Künstler konnten sich, so wie Sie, auch im vereinten Deutschland einen Platz in der Schlagerwelt erobern. Empfinden Sie das als ungerecht? Welche Auswirkungen hatte die Wiedervereinigung explizit auf den Ost-Schlager? Pflegen Sie noch Kontakt zu alten Ost-Kollegen, welche Stimmung herrscht unter ihnen?

Gerd Christian: Man muss die Sache sicher von zwei Seiten betrachten. Als die Mauer fiel, konnten wir hier endlich all die Stars, die wir immer heimlich im Westfernsehen gesehen hatten, live erleben. Für viele ging ein Traum in Erfüllung, Roland Kaiser, Howard Carpendale, Nicole, Mary Roos, Bernd Clüver und alle anderen aus nächster Nähe in großen Konzerten zu sehen. Im Westen hat aber niemand Ostfernsehen geschaut. Somit kannte da kaum einer die Stars auf unserer Seite. In der ehemaligen DDR gehörten wir zum Inventar, aber jetzt war die Mauer weg und der Reiz des Neuen größer. Ich würde lügen, wenn ich sage, dass es mir die erste Zeit nach der Wende gut ging. Aber ich war trotzdem nie faul. Ich habe versucht, erst mit kleineren Produktionen oder z.B. einem plattdeutschen Album (ich bin ja in Greifswald geboren) wieder Fuß zu fassen. Richtig gelungen ist mir das Comeback dann ab dem Jahr 2000 mit dem Song „Ich träum von dir“ und einem richtigen Team (Andreas Goldmann & Heike Fransecky), welches mittlerweile seit 7 Jahren mit mir zusammen arbeitet. Ich denke, wir verdanken es unserer Kontinuität, dass die mittlerweile doch tollen bundesweiten Erfolge möglich geworden sind. Wir haben gerade eine ausgedehnte Senderreise mit dem neuen Album hinter uns und sind wirklich überall sehr herzlich empfangen worden. Natürlich ist auch eine gewisse Neugier zu spüren in den Fragen, wie das denn alles damals so war… Aber ich habe diese Zeit ja erlebt und auch kein Problem damit, darüber Auskunft zu geben, wenn man mir die Möglichkeit dazu gibt. Ich bin nicht verbittert, und viele meiner Kollegen sind das auch nicht. Es haben sehr viele wieder Anschluß gefunden, und einige sehe ich sogar regelmäßig bei Veranstaltungen oder TV-Aufzeichnungen. Natürlich mussten auch wir dazu lernen, uns auf das Heute einstellen, neue Wege gehen. Das Leben ist Veränderung, aber das macht es auch spannend.

Hithaus: Manche, ehemaligen Ostler gehen so weit, dass sie sich die Mauer wieder zurück wünschen. Wie stehen Sie zu dieser Haltung?

Gerd Christian: Ich bin kein Mensch, der ewig in der Vergangenheit lebt. Ich möchte die Mauer auf keinen Fall zurück und schaue positiv in die Zukunft.

Hithaus: Wie sehen Sie Ihre Musik? Möchten Sie damit etwas transportieren, mit dem Hörer kommunizieren, oder lediglich unterhalten.

Gerd Christian: Schön wäre es, wenn ich von allem etwas erreichen könnte. Ich denke, dass man mit Musik sehr viel geben kann. Das reicht von Emotionen bis hin zu einer Art Lebenshilfe. Ich bekomme oft Post von Menschen, die sich sehr intensiv mit meiner Musik auseinandersetzen, sich davon trösten lassen oder daraus neuen Mut in schwierigen Situationen schöpfen. Das macht mich sehr glücklich.

Hithaus: Sie stehen nun seit 34 Jahren auf der Bühne. Gibt es etwas, was Sie dabei immer noch nicht leiden können? Etwas das Sie gerne verändern würden?

Gerd Christian: Ich habe immer noch Lampenfieber vor jedem Auftritt, aber ich glaube, das gehört dazu. Ich nehme meinen Beruf und die damit verbundenen Aufgaben sehr ernst, überlasse selten etwas dem Zufall.

Hithaus: Was sind Sie für ein Mensch? Beschreiben Sie sich bitte kurz!

Gerd Christian: Ich bin 1,90m groß (ohne Schuhe), Sternzeichen Krebs (wohl auch ein typischer Krebs). Ich glaube, ich bin ein sehr sensibler und bodenständiger Mensch.

Hithaus: Welche Dinge in Ihrem Leben haben für Sie absolute Priorität?

Gerd Christian: Meine Familie und mein Beruf.

Hithaus: Sie sind ein großer Tierfreund. Tiere brauchen vor allem Zeit. Wie bringen Sie Familie, Hobby und Beruf unter einen Hut?

Gerd Christian: Mit einer guten Organisation ist das alles zu schaffen. Meine Frau Rosi managt das fantastisch. Dafür an dieser Stelle mal ein herzliches Dankeschön.

Hithaus: Wie wird es weitergehen? Was planen Sie für Ihre berufliche Zukunft?

Gerd Christian: Momentan bin ich beruflich wie privat sehr glücklich. Ich hoffe, dass ich gesund bleibe und noch viele Jahre die Kraft habe, diesen Beruf – der für mich eine Berufung ist – auszuführen. Mein Team und ich arbeiten bereits an Ideen für neue Songs. Nach dem Sommertitel wird es im Herbst die nächste Auskopplung aus dem Album „Tanz mit mir“ geben. Die 16.Single in 7 Jahren. Danke an dieser Stelle auch allen Fans, die mich immer treu begleitet haben. Ich spüre, dass es in letzter Zeit mehr geworden sind – und das freut mich ganz besonders. Danke auch an Hithaus für Euer Interesse an meiner Arbeit und alles Gute

Hithaus bedankt sich herzlich bei Gerd Christian für das Interview und wünscht Ihnen alles Gute und viel Erfolg.